Archiv für 2008

Palais Royal

Ein Beitrag zum Themengebiet Normale Spiele, Pausentatze, Rezensionen, Spiele, geschrieben am 26. December 2008 von Peter

Ein bisher wenig beachteter und doch vielfältig eingesetzer Trick in der Spielelandschaft ist der Mac Guffin. Dieser von Alfred Hitchcock geprägte Begriff beschreibt Dinge, die zum Vorantreiben einer Handlung wichtig sind, ohne dass irgendwelche Details von ihnen von Interesse wären. In Spielfilmen wird häufig von ihnen Gebrauch gemacht. In Ronin dreht sich zum Beispiel die gesamte Handlung um einen Koffer, dessen Inhalt bis zum Ende nicht enthüllt wird. Bei Spielen wirken Mac Guffins subtiler, indem mit ihnen Themen mit wenigen Worten motiviert werden. Auch Palais Royal nutzt einen: Die Spieler sollen Adlige mittels Dienern im Schloßgarten anwerben um Einfluss zu erlangen.

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Von Hühnern, Spielern und der Evolution

Ein Beitrag zum Themengebiet Mehr, Pausentatze, Spiele, geschrieben am 25. December 2008 von Peter

Wenn es nach Darwin und seiner Evolution geht, blickt das Gesellschaftsspiel einer düsteren Zukunft entgegen. Schuld daran sind die Grübler, denn ihnen kommt der größte Teil einer jeden Partie zu.

Betrachten wir zum Beispiel eine Runde mit drei Spielern Schnell, Normal und Lahm. Lahm denkt doppelt so lange wie Normal und Schnell braucht die Halbe Bedenkzeit von Normal. Lahm hat dann den vierfachen Spielanteil von Schnell und ist somit 4/7 und damit mehr als die Hälfte der Gesamtspielzeit am Zug.

Es kommt aber noch schlimmer: Während 6/7 der Spieldauer langweilt sich Schnell. Es verwundert dann kaum, wenn sich Schnell alsbald ein anderes Hobby sucht. In einigen tausend Jahren wird es also nur noch Grübler geben. Wenn dann noch drei Spieler der Kategorie Extremlahm (halb so schnell wie Lahm) zusammenspielen, brauchen sie für das gleiche Spiel 24/7 oder mehr als dreimal so lange wie die Ursprungsrunde. Somit wird auch nur noch etwa ein Drittel der Spiele verkauft werden können, und das große Verlagssterben wird einsetzen.

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yvio: Octago

Ein Beitrag zum Themengebiet Normale Spiele, Rezensionen, Spiele, geschrieben am 23. December 2008 von Kathrin

Octago - der Name hört sich gleich abstrakt an. Womöglich denkt der erfahrene Spieler vom Klang des Namens her auch an Hexago, das vor über 25 Jahren bei Hexagames erschien. Nun heißt der zu Octago gehörige Verlag nicht gleich auch noch Octagames. Der sich aufdrängende Gedankengang Hexago -> Sechsecke, daraus folgt Octago -> Achtecke führt ein bisschen in die Irre. Tatsächlich spielt nur die Zahl Acht eine Rolle. Denn es gibt vier Farben und vier Formen. Das sind acht Kriterien, in denen Punkte gesammelt werden können. Diese finden sich wieder in acht Segmenten à 10 LEDs – eine Leuchtdiode pro Punkt – auf der Konsole.

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Ten days in Africa

Ein Beitrag zum Themengebiet Mehr, Normale Spiele, Rezensionen, Spiele, geschrieben am 17. December 2008 von Peter

So langsam kommt Routine in die rasante Reiseplanung. Diesmal geht es nach Afrika. Genauso wie in den USA kann man nur zu Fuß, per PKW und im Flugzeug reisen. Als Besonderheit gibt es nun Sternchen-Länder. Diese gibt es zweimal im Kartendeck. Sie dürfen auch zweimal bereist werden, nur nicht direkt hintereinander. Denn das wäre ja langweilig - wer möchte schon zwei Tage im selben Land verweilen?

Um ehrlich zu sein, spielerisch ist das Reisen mit reiner Abhakmentalität sehr lustig. Wir bevorzugen mehr das Sightseeinglesen und -spielen: Dazu suche man sich eine Sehenswürdigkeit oder einen lauschigen Platz in der Wildnis, setze sich hin und lese ein Buch oder spiele ein Spiel. Nebenbei kann man dann für einige Stunden in aller Ruhe vorbeikommende Tiere bewundern oder umherstehende Monumente begutachten. Weiterlesen »

Strategien für Dominion – Teil 1

Ein Beitrag zum Themengebiet Strategie und Taktik, geschrieben am 14. December 2008 von Peter
In einer kleinen Artikelserie untersuche ich die vielfältigen strategischen Möglichkeiten, Dominion zu spielen, zu gewinnen und zu verlieren etwas genauer. In diesem ersten Teil entwickele ich eine Grundstrategie. Mit ihr gewinnt man sicherlich nicht immer, und in vielen Situationen werden Variationen von ihr erfolgreicher sein. In einem zweiten Teil werde ich die einzelnen Karten analysieren und im dritten Teil sollen interessante Kombinationsmöglichkeiten betrachtet werden. Eventuell werde ich in loser Folge weitere Spezialsituationen und Strategien beschreiben. Weiterlesen »

yvio: Thinx

Ein Beitrag zum Themengebiet Normale Spiele, Rezensionen, Spiele, geschrieben am 11. December 2008 von Kathrin

Das Spiel Thinx ist kein Brettspiel im erwarteten Sinne. Es handelt sich mehr um eine Rätselsammlung, bei der die Technik der yvio-Konsole verwendet wird. Zu diesen Aspekten ist hier bei Das-SpielEn.de bereits ein Grundlagenartikel erschienen. Insgesamt acht yvio-Spielsteine kommen zum Einsatz. Sie werden unten in schwarze und weiße Spielfiguren eingesetzt. Platz für diese Figuren ist auf einem Spielplan mit insgesamt acht im Kreis angeordneten Feldern.

Bei den Rätseln gilt es, die Spielsteine erst einmal auf beliebige Spielplanfelder zu setzen und sich anzuhören, was sie so von sich geben. Das können Musiktöne, Wörter, Geräusche – kurz: Akustische Informationen aller Art sein. Drei verschiedene Rätselformen wechseln sich jeweils ab. Sobald ein Rätsel erfolgreich beendet wurde, gibt die Konsole eine kurze Erklärung zur Lösung. Weiterlesen »

Yvio: Die Spielekonsole

Ein Beitrag zum Themengebiet Mehr, Spiele, geschrieben am 8. December 2008 von Peter

Versuche der Verbindung von Computern und Brettspielen als X-Gaming zu verbinden, gab es immer mal wieder. In meiner Kindheit gab es Atlantis, den schwarzen Turm. Leider besaß den nur ein Freund und ich erinnere mich nur an zwei oder drei Partien. Damals empfand ich das Spiel als ein Meisterwerk der Technik und Strategie. Vielleicht ist es ganz gut, dass ich das Spiel nicht besitze, denn ich bin nicht sehr erpicht, die Verklärungen meiner Jugend revidieren zu müssen.  

Später erschien Monopoly, die Börse von Reiner Knizia. Ein kleiner Computer verwaltete Kurse von Aktien, deren Mehrheiten zum Straßen- bzw. hier Firmenbesitz benötigt wurden. In diesem Spiel zeigte sich, dass Elektronik nicht nur Würfel ersetzen oder die Verwaltung erleichtern kann. Leider kannte der Designer des Börsencomputers wohl weder das Grunddesign des Taschenrechners, noch verfügte er über Grundlagenwissen der Ergonomie. Zudem krankte das Spiel an den typischen Monopolysymptomen. Somit verstaubte es als Kuriosum im Regal.

Ravensburger probiert schon seit einigen Jahren mit King Arthur und Die Insel, sowie neuerdings mit Wer War’s, das klassiche Brettspiel zu computerisieren. Wie auch bei den vielen anderen hier nicht erwähnten Versuchen verzichtete der Verlag auf den wesentlichen Vorteil moderner Computer: Wiederverwendung durch Trennung von Soft- und Hardware. Weiterlesen »

Ten days in the USA

Ein Beitrag zum Themengebiet Normale Spiele, Rezensionen, Spiele, geschrieben am 4. December 2008 von Peter

Nachdem Europa von Nord nach Süd und von West nach Ost in 10 Tagen genauestens von Amerikanern erkundet wurde, wagen wir uns nun an den Gegenbesuch. Als zurückhaltende Europäer wollen wir uns nicht übernehmen und beschränken uns dabei auf die USA. Weiterlesen »

Dominion

Ein Beitrag zum Themengebiet Rezensionen, Spiele, Super Spiele, geschrieben am 30. November 2008 von Kathrin

Das ist ja wie Siedler … zumindest von der quadratischen Schachtelgröße her. Darin verbirgt sich ein Kartenspiel. Ist dann nicht arg viel Luft in der Schachtel? Vielleicht, aber immerhin handelt es sich um 500 Karten. Bei Dominion sind sie geschickt einsortiert und damit für die nächste Partie schnell griffbereit. Benötigt werden in einem Spiel 18 von 33 Kartenstapeln in immer wechselnden Zusammensetzungen.

Die Hintergrundgeschichte ist eher zum Davonrennen. Eine Kostprobe:

“Du bist ein Monarch, genau wie deine Eltern zuvor – Regent eines netten kleinen Königreichs mit Flüssen und immergrünen Ländereien. Doch anders als deine Vorfahren hast du Hoffnungen und Visionen. Du willst mehr! (…) Aber warte! Es liegt etwas in der Luft … Da sind noch andere Monarchen, die genau jetzt genau die gleiche Idee haben. (…)”
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Europa Tour

Ein Beitrag zum Themengebiet Normale Spiele, Rezensionen, Spiele, geschrieben am 28. November 2008 von Peter

Bevor Sie diesen Artikel weiterlesen, möchte ich Sie bitten, sich einmal zurückzulehnen und sich vorzustellen: Was wäre wenn? Was wäre wenn Sie ein Amerikaner wären und nächstes Jahr ganz viel Urlaub hätten. Sagen wir einmal: 10 Tage. Und Sie wären nicht nur Amerikaner sondern sogar eine Einwohnerin aus Alaska und hießen Sarah Palin. Sie waren also noch niemals nie nicht jenseits der großen Wasser und wollen nun Ihren riesigen Urlaub nutzen, um Kosmopolitin zu werden. Sie beschließen also Europa zu bereisen. Dabei wollen Sie nicht hetzen und deshalb nicht mehr als ein Land pro Tag besuchen. Weiterlesen »

Rack-O

Ein Beitrag zum Themengebiet Normale Spiele, Rezensionen, Spiele, geschrieben am 23. November 2008 von Peter

Bei so manchem Spieleklassiker ist unbekannt, wieso sich überhaupt noch jemand seiner erinnert. Ein Wesensmerkmal der Sucht ist, dass einem Außenstehenden der Reiz verschlossen bleibt. Rack-O ist ein Spiel, auf welches diese beiden Erkenntnisse sicherlich zutreffern. Rack-O ist banal und unscheinbar. Seit vielen Jahren ist es in Deutschland nicht mehr erhältlich. Rack-O ist aber von Süchtigen gesucht, die bereit sind vieles für ein Exemplar zu geben.

Für die wenigen, die Rack-O nicht kennen: Es ist ganz einfach. Jeder erhält zufällig zehn Karten eines Stapels mit den Zahlen 1-60. Diese werden in einem kecken Kartenständer hintereinander aufgereiht. Ziel ist es, als Erster eine aufsteigende Folge von vorne nach hinten zu konstruieren. Dazu wird reihum entweder die oberste Karte des Nachzug- oder Ablagestapels genommen, und auf letzteren wieder eine abgelegt. Weiterlesen »

Age of Empires III

Ein Beitrag zum Themengebiet Gute Spiele, Rezensionen, Spiele, geschrieben am 17. November 2008 von Peter

Es gibt Spiele, die schon beim Anblick der Schachtel Abscheu erwecken. Age of Empires III fiel für uns in diese Kategorie. Schon der Name läßt üble vielstündige Counterschlachten mit Würfelmassen befürchten. Ich kenne kein Beispiel für eine gelungene Umsetzungen von Echtzeitstrategiespielen, oder allgemein von Brettadaptionen von Computerspielen. Gewissenhafte “Eurogamer” schrecken sowieso vor allen Spielen zurück, die mit Horden von Plastikfiguren werben. Age of Empires III besitzt deren 400 und auch sonst verspricht die Schachtel alle Voruteile zu bestätigen: In Pulverwolken prallen Armeen aufeinander – martialischer geht es kaum mehr! Der Preis von 50€ besiegelt schließlich die Entscheidung: Das Spiel kommt nicht auf unseren Tisch. Weiterlesen »

Cherubim

Ein Beitrag zum Themengebiet Normale Spiele, Postscriptum, Rezensionen, Spiele, geschrieben am 7. November 2008 von Kathrin und Peter

Erstveröffentlichung am 2.4.2006 bei Hall9000. >>Direkt zum Postscriptum springen.

Als Schutzengel engagieren sich die Spieler in verschiedenen Projekten. Das beste Engagement wird mit Siegpunkten belohnt. Wer ist zur richtigen Zeit am richtigen Ort? Weiterlesen »

Spiel ‘08: Messenachlese

Ein Beitrag zum Themengebiet Bericht, Spiele, geschrieben am 3. November 2008 von Kathrin und Peter
Eine Woche nach der Messe und viele Spielerfahrungen reicher ziehen wir ein kurzes Fazit der Messe.

Einen kleinen Nebentrend konnten wir noch ausmachen: Mit Flussfieber von 2F, Snow Tails von Fragor Games und Powerboats von Cwali haben wir an einem Tag mehrere Rennen ausgetragen. Weiterlesen »

Spiel ‘08: Sonntag

Ein Beitrag zum Themengebiet Bericht, Spiele, geschrieben am 27. October 2008 von Kathrin und Peter

Sonntag, 26.10.2008: Vom letzten Messetag wollen wir nur kurz über weitere Spiele berichten. Vielmehr wollen wir noch ein paar bemerkenswerte Dinge abseits der Scoutpfade erwähnen. Aus Mangel an einer Verbindung ins Internet erscheint der Artikel leider erst am Montag. Weiterlesen »