Es ist noch keine drei Jahre her, da startete dieser Blog mit [cref uptown]. Noch immer empfehlen wir diese spielerische Perle als Geheimtipp. Dabei kann Uptown jetzt auch von den Massen völlig unheimlich gespielt werden. Der Name ist neu, die Schachtel größer, das Thema blieb auf der Strecke, aber der innere Spielspaß ist ungebrochen.
Mehr über „Blockers“ LesenDas große Kullern
Kinderspiele sind nicht in unserem Fokus bei Das-SpielEn.de. Doch immer wieder begeistern uns einzelne Titel – so ungefähr eines pro Jahr. Wer zurückblickt, entdeckt entsprechend in unserer Kinderspiele-Rubrik mit Tier auf Tier, Nicht zu Fassen, und Kunterbunt bisher nur drei Titel. Der vierte Artikel [cref filly-princess-das-spiel] gehört zwar suchmaschinenbedingt zu den klick-intensivsten unserer Artikel überhaupt – aber das ist mehr der Tatsache geschuldet, dass es im Web ansonsten nur sehr wenige Rezensionen zu den beliebten kitschrosa Fillys gibt.
Kinderspiele gelangen meist auf Umwegen zu uns. Das große Kullern lernten wir bei Freunden kennen – und kurze Zeit später war es in unserem Besitz. Auf einem Spieletreffen kurz danach steckten wir wohl den einen oder anderen Mitspieler mit unserer Begeisterung an. Bei etwa 20 Spielern schaffte es Das große Kullern als eines der wenigen Spiele, in zwei Runden gleichzeitig in Betrieb zu sein.
Mehr über „Das große Kullern“ LesenFirenze
Über Strategie und Taktik bei Firenze möchte ich keine großen Worte verlieren. Eine ganze Reihe an Überlegungen drängen sich zwar auf, über ein besseres „Spiele von der Hand in den Mund“ kommen sie aber nicht hinaus. Aus dieser Unzugänglichkeit erwächst aber eben auch der Spielreiz von Firenze. So kann ich versuchen auf Tempo zu spielen oder effizient nur die dicken Punkte abzustauben, dabei schwebe ich aber immerzu in der Gefahr in die Tiefe gerissen zu werden. Dadurch ergibt sich eine fortlaufende Spannung im Spielverlauf, die mit dem ersten Zug steil ansteigt und bis zum Ende nicht nachlässt.
Gold!
Spiele für drei sind selten. Obwohl aus eigener Erfahrung Dreierrunden gar nicht so selten sind und viele Vorteile bieten, bleibt die klassische Größe einer Gesellschaftsspielrunde bei vier. Das Zweipersonenspiel als solches nimmt dabei eine Sonderrolle ein. Zwei sind eben nur ein Paar und gewiss noch keine richtige Gesellschaft im Sinne des Spiels. Es gibt sogar eine gewissen Drang bei vielen Spielern Dreierkonstellationen zu vermeiden, der soweit geht, dass eher Spiele zu sechst oder gar zu siebt hingenommen werden. Dabei gibt es wirklich nur sehr wenige Spiele, die in solch großen Runden mehr Spaß als Langeweile bringen.
Deshalb möchte ich Gold! zum Anlass nehmen, um noch einmal die wichtigsten Vorteile eines Spiels zu dritt hervorzuheben: Der Einfluss aufs Spiel ist deutlich größer als in Vierrerunden. Es gibt keine entfernt sitzenden Spieler, alle sind Nachbarn. Die Spieldauer ist deutlich geringer und während des Spiels sind alle mehr eingebunden. Dabei funktionieren wirklich fast alle Spiele zu dritt und es braucht noch keine der vielen Krücken von Varianten für Zwei. Drei ist sozusagen die kleinste und vielleicht damit auch optimalste Größe für Gesellschaftsspiele.