Cheaty Mages

Seit einiger Zeit überkommt uns Mittwochs abends manchmal – so etwa alle zwei Wochen – die Rezipanik. Was sollen wir morgen nur veröffentlichen? Ratlos stehen wir dann vor unserem Spieleregal. Material gibt es genug, nur fehlt die Zeit für ausgefeilte Texte. Deshalb mag ich neuerdings Spiele wie Cheaty Mages doppelt gern. Schon der Name und ein Hauch von Exotik wecken genügend Neugier, um Leser zum Blog zu locken.


Hah! Sie lesen noch, es hat also geklappt! Die Story von Cheaty Mages ist nicht weiter außergewöhnlich, zumindest nicht für erfahrene Zauberer: Alle vier Jahre findet zur Belustigung der Magiergemeinschaft ein großes Turnier statt, bei dem 10 Monster gegeneinander antreten. Dieses Ereignis ist auch ein beliebter Anlass, um auf die wahrscheinlichen Sieger zu wetten. Echten Magiern würde es natürlich im Traum nicht einfallen, den Ausgang des Turniers mit kleinen Zaubertricks zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Deshalb ist ein Schiedsrichter eigentlich nur zum Repräsentieren anwesend. Nur ganz selten passiert es, dass zwei bis fünf Hexen oder Hexer über die Stränge schlagen und im Eifer des Turniers verbotener Weise die Monster verhexen. Dann disqualifiziert der Schiri einfach die bezauberten Kämpfer.

Bild von Cheaty MagesDamit ist doch klar, wie Cheaty Mages funktioniert: 5 Monster mit unterschiedlichen Stärken liegen offen aus, und reihum dürfen die Magier Zauber sprechen, indem sie Karten ausspielen. Es gibt direkte Zauber wie den Feuerball, die direkt die Stärke eines Monsters beeinflussen. Es gibt auch etwas subtilere Verzauberungen wie „Hast“, die zunächst verdeckt ausgelegt werden. Schließlich gibt es noch Support Zauber, die zum Beispiel den neutralen Schiedsrichter oder die Mitspieler betreffen.

Wenn niemand mehr zaubern will, kommt es zur Auswertung. Dazu werden alle Zauber aufgedeckt. Das Monster, das nun in der Summe die größte Stärke aufweist, gewinnt. Dummerweise kostet Zaubern Mana, und Manaverbrauch fällt auf. Mächtige Zauber wie der Meteorschwarm sind damit auffälliger als ein ziemlich schwaches Magisches Geschoss. Wenn sich auf einem Monster zu viel Mana versammelt, kann auch der gutmütigste Schiedsrichter kein Auge mehr zudrücken.

Wer richtig auf den Sieger getippt hat, bekommt eine kleine Auszahlung. Dann folgen ein zweiter und dritter Durchgang mit anderen Monstern und mit anderen Schiedsrichtern. Die Schiedsrichter haben nämlich etwas unterschiedliche Vorstellungen von Fairness. So gibt es einige, die nur alle Zauber auf einem Monster bannen, andere disqualifizieren offensichtlich magisch gedopte Kontrahenten. Wieder andere Schiedsrichter verbieten bestimmte Zauber und überhaupt sind alle unterschiedlich streng ob der Manalimits.

Bild von 1 von 3 Skeletten
Prädikat
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1 von 3 Skeletten
Cheaty Mages spielt sich ziemlich genau wie es klingt: Lustig und chaotisch. Das Geschehen ist auf Dauer zwar nicht sonderlich abwechselnd, aber Idee und Story taugen für einige Wiederholungen – und immerhin ist das Geschehen auch bald vorüber. In seiner kleinen Schachtel macht sich das Spiel auch fantastisch neben der Originalausgabe von Grimoire. Spielerisch hätte es aber noch etwas mehr sein können, da hatte Grimoire etwas mehr zu bieten.

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