{"id":10196,"date":"2015-10-08T09:00:34","date_gmt":"2015-10-08T07:00:34","guid":{"rendered":"https:\/\/das-spielen.de\/?p=10196"},"modified":"2023-03-05T19:25:14","modified_gmt":"2023-03-05T18:25:14","slug":"erste-neuheiten-von-essen-amigo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/das-spielen.de\/index.php\/erste-neuheiten-von-essen-amigo\/","title":{"rendered":"Erste Neuheiten von Essen: Amigo"},"content":{"rendered":"<p>Heute \u00f6ffnen die Internationalen Spieltage in Essen ihre Tore. Wir sind am Stand der Fairplay in Halle 3, Stand K102 anzutreffen. Kommt zuhauf und gebt uns euer Feedback zur Fairplay und zu Das-SpielEn.de! Wer die Fairplay liest, hat von unseren ersten Erfahrungen mit einigen japanischen Neuheiten erfahren. Schon vor zwei Wochen erz\u00e4hlten wir vom Journalistentreff in Ro\u00dfdorf. Und da wir auch von Amigo bereits das Neuheitenprogramm zugeschickt bekamen, gibt es nun den \u00dcberblick auch aus dem Dietzenbacher Verlag. Die Eindr\u00fccke basieren nur auf einer oder wenigen Partien.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Beginnen wir mit den Spielen, die einen eher mittelm\u00e4\u00dfigen Eindruck hinterliessen, um das Ganze ein wenig zu steigern. F\u00fcr Schnell-Leser: Unsere Spiele-Empfehlung aus dem Hause Amigo steht somit ganz unten in diesem Artikel. Nicht vorliegen und somit auch nicht mit erstem Eindruck beschrieben haben wir: Der kleine Rabe Socke: Das gro\u00dfe Rennen, Elfenland de luxe, Privacy Quickie und die Speed Cups: Fan-Edition.<\/p>\n<p>Nicht sonderlich viel anfangen konnten wir mit Karma. Wer an der Reihe ist, legt eine Karte auf den Stapel, die gleich hoch oder h\u00f6her ist als die vorher oben liegende. Wer das nicht kann, nimmt den ganzen Stapel. Zu Beginn zieht noch jeder vom Nachziehstapel nach, irgendwann ist der alle. AB jetzt k\u00f6nnen die eignenen drei offen und drei verdeckten Karten abgebaut werden &#8211; wenn ich keine Handkarten mehr habe. All das erinnert etwas an Ghooost von Iello. Besonders chaotisch wird es, wenn man eine bisher verdeckte Karte aufdecken muss. Die passt nat\u00fcrlich nur mit Gl\u00fcck&#8230; Aber bei Karma gilt wohl: Wir abgewrackten Vielspieler sind hier ganz sicher nicht die Zielgruppe. Autorin Marsha J. Falco ist \u00fcber ihren Bestseller SET! ein fester Bestandteil im Programm von Amigo, und in der SET!-Zielgruppe finden sich vielleicht auch Leute, die mit Karma ihre Freude haben.<\/p>\n<p>Auch Kerflip ist so ein Zielgruppen-Ding. Gleichzeitig werden wir Buchstabenpl\u00e4ttchen aufs Spielbrett. M\u00f6glichst schnell nennen wir Begriffe, die mit diesen gebildet werden k\u00f6nnen. Wer schneller ist, erh\u00e4lt potenziell mehr Punkte. Denn zwar darf jeder alle Buchstaben verwenden &#8211; doch wer zuerst einen Buchstaben eingebaut hat, dreht ihn danach um, so dass er f\u00fcr alle folgenden Spieler weniger Punkte bringt. Eindeutige Zielgruppe: Scrabble-Spieler, die mal vom Gr\u00fcbeln wegkommen wollen. Denn es geht um Schnelligkeit! Durchtriebene Vielspieler bilden nat\u00fcrlich mit den liegen gebliebenen Buchstaben von der Vorrunde schon vor dem Startschuss unsere n\u00e4chsten W\u00f6rter &#8211; und unterwandern damit das Spielprinzip ein wenig&#8230;<\/p>\n<p>Bei Sakrophag erinnern wir uns ein wenig an Bad Bunnies. Denn auch hier hei\u00dft es &#8222;h\u00f6her&#8220; oder &#8222;niedriger&#8220;. Da h\u00f6rt die Parallele allerdings auch schon auf. In jedem Stich geben der erste und der zweite Spieler vor, ob die h\u00f6chste oder die niedrigste Karte den Stich gewinnt. Wer zuletzt einen solchen &#8222;gefressen&#8220; hat, beginnt den n\u00e4chsten &#8211; und wird garantiert diesen aktuellen Stich nicht erhalten. Gut so, denn Stiche bedeuten Minuspunkte. Die angespielte Karte ist aber &#8222;Benchmark&#8220;: Man muss, wenn man kann, eben h\u00f6her oder niedriger spielen, und die h\u00f6chste oder niedrigste Karte gewinnt. Nur wer nicht &#8222;bedienen&#8220; kann, darf ausscheren &#8211; wird daf\u00fcr aber ziemlich garantiert &#8222;fressen&#8220;. Au\u00dfer, ein anderer muss noch extremer ausscheren&#8230; Ganz unterhaltsames \u00c4rgerspiel, das uns aber keine besonders \u00fcberraschenden Momente beschert hat.<\/p>\n<p>Bei R\u00f6misch Pokern werfen wir W\u00fcrfel mit &#8222;X&#8220;, &#8222;V&#8220; und &#8222;I&#8220; zum Bilden r\u00f6mischer Zahlen. Der Clou: Sieben Ergebnisse gilt es einzutragen, die aber aufsteigend sein m\u00fcssen. Nach jedem Wurf entscheide ich: Wo trage ich die Zahl ein, um nach oben und unten genug Platz zu lassen? F\u00fcr ein Ergebnis w\u00fcrfele ich einen W\u00fcrfel nach dem anderen. Verloren ist mein Wurf, wenn ich mit &#8222;V&#8220; zweimal die r\u00f6mische F\u00fcnf w\u00fcrfele &#8211; denn mit zwei &#8222;V&#8220; kann ich nunmal keine g\u00fcltige r\u00f6mische Zahl bilden. Jeder besitzt denselben Satz an Handkarten, mit deren Hilfe die W\u00fcrfelergebnisse aufgemotzt und Ergebnisse somit gerettet werden k\u00f6nnen. Etwas Risiko, etwas Pokern. Ansonsten eher was f\u00fcr die Lateinstunde &#8211; immerhin liegen auch Spielregeln in dieser sehr toten Sprache mit in der Schachtel.<\/p>\n<p>Beinahe ein Brettspiel mit Karten ist Portale von Molthar (was so ein Name ist, bei dem ich die Schreibweise nachgucken muss). Zahlenkarten ziehen wir auf die Hand, um damit die Siegpunktkarten zu bezahlen. Sobald einer 12 Siegpunkte ausgelegt hat, geht das Spiel in die letzte Runde. Dann steht fest, ob derjenige, der das Spiel beendete, tats\u00e4chlich gewinnt oder doch noch \u00fcberrundet wurde. Wer an der Reihe ist, hat vier Aktionen &#8211; zum Kartennachziehen, zur Reservierung einer Siegpunktkarte oder zur Erf\u00fcllung selbiger unter Abgabe von Zahlenkarten. Dass die Siegpunktkarten allerlei Sonderf\u00e4higkeiten einbringen, peppt das Ganze auf. Und nat\u00fcrlich kriege ich schwitzende H\u00e4nde, wenn in der Zahlenkartenauslage die von mir dringend ben\u00f6tigte 8 aufgedeckt wird &#8211; nat\u00fcrlich in dem Moment, in dem alle anderen nochmal vor mir dran sind und sie mir wegschnappen k\u00f6nnen&#8230; Die Portale von Molthar m\u00fcssen sich sicherlich bei uns erstmal auf Dauer bew\u00e4hren. Furchtbar innovative Ideen sind nicht drin, aber wir haben uns gut unterhalten gef\u00fchlt.<\/p>\n<p>In der ersten Partie kam mir das neue Spiel von Reinhard Staupe, dieses Mal im Autoren-Team mit Christoph Behre, etwas merkw\u00fcrdig vor. 3 sind eine zu viel! erinnert nicht ganz zuf\u00e4llig an 6 nimmt! Drei Kartenreihen liegen in der Auslage. Eine f\u00fcr die Zahlen von 0-29, eine weitere f\u00fcr 30-59 und schlie\u00dflich eine dritte f\u00fcr 60-89. Anders als bei 6 nimmt! legt jeder reihum eine Karte an und sortiert sie zahlenm\u00e4\u00dfig korrekt ein. Ist es die f\u00fcnfte Karte in der Reihe? Dann nimmt man alle Karten, die h\u00f6her sind. Mindestens aber eine. Legt man so an, dass die neue Karte die h\u00f6chste in der Reihe ist, erh\u00e4lt man daf\u00fcr die niedrigste. Karten mag man bis zu einem gewissen Grad ganz gerne nehmen &#8211; denn solange man von einer Farbe genau zwei hat, ist alles prima. Solche P\u00e4rchen bringen n\u00e4mlich am Ende f\u00fcnf Punkte ein. Und wer es zuerst schafft, alle Farben in die eigene Auslage zu kriegen, erh\u00e4lt die meisten Bonuspunkte. Wer nicht ganz so schnell ist, kann aber auch noch einen Bonus verdienen. Wer aber die dritte Karte einer Farbe erh\u00e4lt, muss den Spieletitel verinnerlichen: Eine zu viel! Diese drei Karten werden umgedreht und bringen pro St\u00fcck einen Minuspunkt ein. Etwas ungewohnt ist der Ablege- und Sammelmechanismus. In der ersten Partie spielten wir es zudem falsch und f\u00fcllten unsere Kartenhand nach jedem Zug auf, solange es vom eigenen Nachziehstapel ging. Doch in Wirklichkeit hat man in drei Runden zu Beginn jeweils acht Handkarten und spielt je sechs von ihnen aus, bevor man wieder sechs nachzieht. Mit dieser richtigen Regel in der zweiten Partie flutschte es schon wesentlich besser und machte mich neugierig auf weitere Partien. Ich denke, dieses Kartenspiel wird weniger Breitenwirkung erzielen als der bereits genannnte, sehr ber\u00fchmte Vorg\u00e4nger 6 nimmt! F\u00fcr Vielspieler halte ich es aber f\u00fcr vielversprechend und erhoffe mir eine spannende Langzeitwirkung, die \u00fcber einige bis viele Partien gut unterhalten kann.<\/p>\n<p>Kniffel, Kniffel, Kniffel! Und, abgeschreckt? Dass das in seiner Urform f\u00fcr Vielspieler dr\u00f6ge Kniffel auch peppige Varianten zu bieten hat, durften wir in den vergangenen Jahren mehrfach angenehm \u00fcberrascht zur Kenntnis nehmen. Das vom Perpetual Motion Machine weiter entwickelte Kniffel Kartenspiel, auch das aktuell Kniffel Master wussten zumindest uns zu unterhalten. Nun gibt es mit Gipfelst\u00fcrmer einen weiteren Titel in dieser Sparte. Auch wenn bei diesem Spiel der Name &#8222;Kniffel&#8220; nat\u00fcrlich nicht vorkommt, da ein anderer Verlag die Namensrechte besitzt. Jeder von uns hat f\u00fcnf Ziegen, die wir aus anderen Ziegenspielen, z.B. <a href=\"https:\/\/das-spielen.de\/index.php\/nur-die-ziege-zahlt\/\">Nur die Ziege z\u00e4hlt<\/a> kennen. Zwei Mal muss eine eigene Ziege zum namensgebenden Gipfel st\u00fcrmen, um zu gewinnen. Um den Berg zu erklimmen, gilt es die klassischen W\u00fcrfelkombinationen aus f\u00fcnf W\u00fcrfeln nach drei W\u00fcrfen zu erzielen.<\/p>\n<p>Jede Ziege steht auf einem Feld &#8211; zu Beginn dem untersten. Vor ihr stehen die Kombinationen, die f\u00fcrs Weiterkommen ben\u00f6tigt werden. Klar: Je d\u00fcnner die H\u00f6henluft, desto &#8211; \u00e4hm: &#8211; kniffliger wird es. Der Clou: Wer geschickt Ketten eigener Ziegen baut, darf die eigenen Wiederk\u00e4uer den Berg weiter hoch schubsen. Manche Felder haben Platz f\u00fcr mehrere Ziegen: Hier darf ich ganz kostenlos eine eigene Ziege aufs n\u00e4chsth\u00f6here Feld katapultieren, wenn das dritte eigene Tier dazu kommt. Auf anderen Feldern hat immer nur eine Ziege Platz. Verdr\u00e4nge ich eine eigene Ziege, schubse ich sie hoch. Eine fremde schlittert jedoch den Bach herunter auf ein tiefer gelegenes Feld. \u00c4rgerlich f\u00fcr deren Besitzer! Der letzte Schritt auf den Gipfel braucht einen F\u00fcnfling &#8211; doch wenn ich zuvor eine passende Kette aufgebaut habe, reicht vielleicht sogar eine kleine Stra\u00dfe. Denn die Ziege, mit der ich die kleine Stra\u00dfe ziehen darf, schubst die n\u00e4chste Ziege \u00fcber den Drilling, die wieder eine \u00fcber die Gro\u00dfe Stra\u00dfe bugsiert, die wiederum der letzten \u00fcber die Kniffelbr\u00fccke hilft&#8230; Sch\u00f6n illustriert, gut dosiertes \u00c4rgerelement, lockeres und emotionales Spielerlebnis!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute \u00f6ffnen die Internationalen Spieltage in Essen ihre Tore. Wir sind am Stand der Fairplay in Halle 3, Stand K102 anzutreffen. Kommt zuhauf und gebt uns euer Feedback zur Fairplay und zu Das-SpielEn.de! Wer die Fairplay liest, hat von unseren ersten Erfahrungen mit einigen japanischen Neuheiten erfahren. Schon vor zwei Wochen erz\u00e4hlten wir vom Journalistentreff &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/das-spielen.de\/index.php\/erste-neuheiten-von-essen-amigo\/\" class=\"more-link\">Mehr <span class=\"screen-reader-text\">\u00fcber &#8222;Erste Neuheiten von Essen: Amigo&#8220; <\/span>Lesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[51,1],"tags":[],"class_list":["post-10196","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-session-report","category-spiele"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/das-spielen.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10196","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/das-spielen.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/das-spielen.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/das-spielen.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/das-spielen.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10196"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/das-spielen.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10196\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11398,"href":"https:\/\/das-spielen.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10196\/revisions\/11398"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/das-spielen.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10196"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/das-spielen.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10196"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/das-spielen.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10196"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}