{"id":10247,"date":"2015-11-19T09:00:42","date_gmt":"2015-11-19T08:00:42","guid":{"rendered":"https:\/\/das-spielen.de\/?p=10247"},"modified":"2023-03-05T16:55:27","modified_gmt":"2023-03-05T15:55:27","slug":"pairs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/das-spielen.de\/index.php\/pairs\/","title":{"rendered":"Pairs"},"content":{"rendered":"<p>\u201eOh, das sind aber mal niedliche Monster!\u201c Selten war es so einfach, Mitspieler f\u00fcr ein Spiel zu finden: Monsterfreunde machen wegen der Monstergrafiken mit, Liebhaber sch\u00f6ner Bilder wegen der Grafiken, trotz Monster &#8211; und wer knackige kleine Kartenspiele mag, ist sowieso gleich mit dabei.<\/p>\n<p>Bei Pairs gibt es 10 verschiedene Karten mit 10 verschiedenen Monstergrafiken. Meine pers\u00f6nliche Lieblingskarte ist die Zwei: Als Monster verkleidete Monster. Insgesamt besteht Pairs aus 55 Karten, einmal die Eins, zweimal die Zwei etc. F\u00fcr Freunde der arithmetischen Reihe ist es keine \u00dcberraschung, dass die 10 zehnmal vorkommt. Bei Pairs geht es nun aber gar nicht um Monster, was sich auch leicht daraus ableiten l\u00e4sst, dass es noch eine Ausgabe mit Piraten gibt. Ich hatte in letzter Zeit zu viele schlechte Piratenspielerfahrungen und griff deshalb zur Monsterausgabe. Aber die Piraten sind bestimmt auch superniedlich.<!--more--><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"left aligncenter\" title=\"Bad Bunnies\" src=\"https:\/\/das-spielen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/pairs.jpg\" alt=\"Bild von Pairs\" \/><\/p>\n<p>Bei Pairs geht es aber auch nicht ums Gewinnen sondern allein darum, nicht zu verlieren. Das hat auch den Vorteil, dass z.B. im Vierpersonenspiel drei Spieler sich glucksend vor Gl\u00fccksgef\u00fchlen an die letzte Partie Pairs erinnern. Die Regeln zum Verlieren oder eben Nichtverlieren sind auch monstereinfach: Jeder bekommt eine Karte offen zugeteilt. Reihum darf nun jeder eine Karte ziehen oder die Runde beenden und Minuspunkte einsacken. Dann muss er einfach eine beliebige ausliegende Karte, also immer die niedrigste, nehmen. Dann kriegen alle eine neue Karte, und es geht von vorne los.<\/p>\n<p>Soweit w\u00e4re das Spiel vielleicht selbst f\u00fcr eine Spiel des Jahres Nominierung doch zu einfach. Also gibt es noch die andere Option: Karte ziehen. Dann bekommt der Spieler eine weitere Karte offen zugeteilt. Zeigen die beiden Karten unterschiedliche Monstergrafiken, oder f\u00fcr Monsterblinde unterschiedliche Zahlen, ist alles gut, und es geht weiter beim n\u00e4chsten Spieler. Gibt es aber eine \u00dcbereinstimmung, also zwei gleiche Karten bei einem Spieler, so ist die Runde auch um, und der Spieler bekommt eine der beiden Karten als Minuspunkte zugeschrieben. Da es nun 9 Neunen und 10 Zehnen gibt, die eben neun oder zehn Minuspunkte z\u00e4hlen, und der Verlierer schon mit 16 Minuspunkten gek\u00fcrt ist, l\u00e4sst sich leicht der Nervenkitzel nachvollziehen, der bei Pairs sofort entsteht. Ist es besser, die ausliegende Eins oder Zwei mitzunehmen oder zu hoffen, doch keine 7 oder 8 zu ziehen?<\/p>\n<p>Der Erwartungswert ist dabei nat\u00fcrlich leicht absch\u00e4tzbar: Noch im Stapel verbleibende Karten der schon vor einem ausliegenden Zahlen mal Minuspunkte durch Karten im Nachzugstapel. Damit es nicht zu einfach ist, wird aber der Ablagestapel wieder eingemischt, bevor die letzten f\u00fcnf Karten angebrochen werden m\u00fcssten. Es gibt noch weitere einfache \u00dcberlegungen: Die H\u00e4lfte der Karten sind 7 oder h\u00f6her, die andere H\u00e4lfte ist 7 oder niedriger. Und im Vierpersonenspiel gibt es sp\u00e4testens nach 1+2+2+3+3+3+7*4=42 Karten ein P\u00e4\u00e4rchen.<\/p>\n<p>Auch sonst ist Pairs reizvoll, da es zwei offensichtlich schwachsinnige Strategien gibt: Immer ziehen oder nie ziehen. Das Optimum befindet sich irgendwo dazwischen, nahe am Erwartungswert. Manchmal lohnt es aber auch, die Dilemmata der Mitspieler in Betracht zu ziehen, denn es geht ja nur darum, einen Mitspieler verlieren zu lassen.<\/p>\n<p>Also eins ist damit sicher: Pairs wird das n\u00e4chste Spiel des Jahres, nur ist noch nicht sicher, welchen der beiden Preise die Piratenausgabe und welchen die Monsterkollektion bekommt.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span id=\"wertung\"><img decoding=\"async\" title=\"1 von 3 Biestern\" src=\"https:\/\/das-spielen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/1v3bestien.jpg\" alt=\"Bild von 1 von 3 Bestien\" \/><em><a title=\"Zu den Pr\u00e4dikaten\" href=\"https:\/\/das-spielen.de\/index.php\/auszeichnungen\/\"><br \/>\nPr\u00e4dikat<\/a>:<br \/>\n1 von 3 Bestien<\/em><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eOh, das sind aber mal niedliche Monster!\u201c Selten war es so einfach, Mitspieler f\u00fcr ein Spiel zu finden: Monsterfreunde machen wegen der Monstergrafiken mit, Liebhaber sch\u00f6ner Bilder wegen der Grafiken, trotz Monster &#8211; und wer knackige kleine Kartenspiele mag, ist sowieso gleich mit dabei. 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