{"id":11465,"date":"2023-05-13T15:00:57","date_gmt":"2023-05-13T13:00:57","guid":{"rendered":"https:\/\/das-spielen.de\/?p=11465"},"modified":"2023-05-13T14:57:49","modified_gmt":"2023-05-13T12:57:49","slug":"spiele-verkaufen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/das-spielen.de\/index.php\/spiele-verkaufen\/","title":{"rendered":"Spiele Verkaufen"},"content":{"rendered":"\n<p>Spiele sind wie Porzellan, langlebig, teuer und schwer wieder loszuwerden. Als wir noch als professionelle Spielejournalisten unterwegs waren, konnten wir das Lagerproblem irgendwie durch Tombolas, verschenken und einige Spenden im Zaum halten. Aber irgendwann gab es bei Verlosungen mehr Spiele als Losverk\u00e4ufe, alle Kitas und Spieliotheken im Umfeld waren auf Jahrzehnte hinaus ges\u00e4ttigt, und die Einladungen netter Freunde, denen wir ein Filly Princess als Gastgeschenk mitbringen konnten, blieben aus unerfindlichen Gr\u00fcnden aus.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Dann kamen Corona und unsere Entscheidung, das Spiel nur noch als Hobby zu betreiben. Erstaunlicherweise steigt bei uns seitdem die Lust wieder, gewaltig in Spielegesch\u00e4ften zu st\u00f6bern und \u00f6fters auch mal einen Blindkauf zu wagen. Entsprechend suchen st\u00e4ndig neue Spiele einen Platz in unseren Regalen. Alte Spiele m\u00fcssen darum auch ausziehen. <\/p>\n\n\n\n<p>Im Folgenden geht es um meine Erfahrungen mit dem Gelegenheitsverkauf von Spielen. Es geht nicht um das Thema \u201eSo werde ich reich durch den Verkauf von Spielen\u201c. Diesen schon archivierten Beitrag k\u00f6nnen Sie gerne bei uns als Fotokopie gegen einen frankierten und mit Bitcoins gef\u00fcllten R\u00fcckumschlag bei uns schriftlich anfordern. <\/p>\n\n\n\n<p>Systematisch verkaufen wir Spiele einmal im Jahr in Mannheim auf dem Flohmarkt von Mannheim Spielt, sowie auf dem Marktplatz von Boardgamegeek. Die aktuellen Angebote gibt es hier: <a href=\"https:\/\/boardgamegeek.com\/market\/user\/PeterN?pageid=1\">https:\/\/boardgamegeek.com\/market\/user\/PeterN?pageid=1<\/a>. <\/p>\n\n\n\n<p>Doch zun\u00e4chst zum Flohmarkt. Spieleflohm\u00e4rkte eignen sich wunderbar, um einigerma\u00dfen aktuelle und bekannte Spiele g\u00fcnstig zu verkaufen. Wir mussten feststellen, dass unbekannte oder alte Spiele so gut wie gar keine Nachfrage finden. Selbst Angebote f\u00fcr 1-2 Euro fanden keine K\u00e4ufer. Was bleibt, ist der Aufwand und die Logistik, die Spiele anzuliefern und wieder abzuholen. <\/p>\n\n\n\n<p>Ein Risiko besteht zudem darin, dass bei einem kurzen Flohmarktrundgang unerwartete Schn\u00e4ppchen in den Weg springen und unverhofft drei oder vier \u00e4u\u00dferst g\u00fcnstige exotische Rarit\u00e4ten den Weg ins Spieleregal antreten. Es ist also sinnvoller, eher weniger Spiele anzubieten, die eine gute Chance haben K\u00e4ufer zu finden und die 10 Kisten mit Spieleschrott &#8211; sorry: Geheimtipps &#8211; daheim zu lassen. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Preisgestaltung ist hingegen ziemlich einfach: \u201eWas w\u00fcrde ich auf dem Flohmarkt daf\u00fcr bezahlen? Wirklich, oder doch eher weniger? Welcher Preis w\u00e4re f\u00fcr mich als Verk\u00e4ufer schmerzhaft g\u00fcnstig? Die H\u00e4lfte davon ist wahrscheinlich ein gutes Angebot\u201c. Aus K\u00e4ufersicht sind gebrauchte Spiele halt schon benutzt und gebraucht und sollten deutlich g\u00fcnstiger als der Neupreis sein. Als Verk\u00e4ufer denkt man zwar eher: \u201eWir haben dies aber nur zweimal ausgepackt, das Spiel ist als quasi neu\u2026\u201c F\u00fcr Flohm\u00e4rkte ist dies kein gutes Argument.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine andere Situation stellt sich beim Boardgamegeek-Markt dar. Spiele anzubieten ist erstmal umsonst, Angebote laufen beliebig lange, und das Einstellen dauert ca. 10 Sekunden. Die Preisfindung erleichtern andere aktuelle Angebote und die Preishistorie. Auch hier zeigt es sich aber, dass der Preis kein Kaufgrund sondern h\u00f6chsten ein Zur\u00fcckschreckgrund ist. Ich habe nicht den Eindruck, dass viele User nach g\u00fcnstigen Gelegenheiten suchen, sondern genau ein Spiel im Auge haben. Entsprechend oft wird auch nur ein Spiel gekauft. Es sind auch wirklich User, denn der Markt ist international, gef\u00fchlt verlassen 80% der Verk\u00e4ufe Deutschland. Das macht zwar etwas mehr Arbeit, es ist aber auch spannend, wenn ein Spiel nach Hongkong geht, oder wenn ein Amerikaner gl\u00fccklich ein \u201eWir sind Schwanger\u201c kauft, um seine Uwe Rosenberg Sammlung zu komplettieren. <\/p>\n\n\n\n<p>Mit etwas Geduld gibt es f\u00fcr fast jedes Spiel irgendwann eine Nachfrage.  Wenn innerhalb von 1-2 Stunden nach dem Angebot ein Spiel schon verkauft ist, war es wohl ein Schn\u00e4ppchen. Unsere vermutlich teuersten Verk\u00e4ufe waren bisher ein Hotel Life und Autoscooter &#8211; beides coole Spiele, die wir aber doch nie wieder ausgepackt hatten. <\/p>\n\n\n\n<p>Die erste Frage beim Verkaufen ist meisten: Wie hoch sind die Versandkosten? Ich nutze eigentlich immer die online-Angebote von DHL. Preislich lohnen sich andere Anbieter kaum oder gar nicht, und unsere Post ist in zwei Minuten mit dem Fahrrad erreichbar. Praktisch ist es, den Paketschein schon daheim auszudrucken, bzw. bei nationalen Sendungen die Versandmarke nur per Handy vorzuzeigen. <\/p>\n\n\n\n<p>Fast immer nehme ich Tracking &amp; Versicherung hinzu. Die Versicherung bringt zwar nicht wirklich etwas, aber das Tracking ist allseits beliebt. Bei Laufzeiten von bis zu 3 Monaten ist es gut zu wissen, wo sich das Spiel gerade befindet. In manchen L\u00e4ndern ist es wohl auch notwendig, irgendeine ID zu haben, um \u00fcberhaupt ein Spiel beim Postamt abholen zu k\u00f6nnen. Ein Paket kam mal nach 6 Monaten aus Brasilien zur\u00fcck, da der K\u00e4ufer keine Tracking ID hatte. Beim zweiten Versuch hat es aber funktioniert. <\/p>\n\n\n\n<p>Innerhalb von Deutschland gibt es weiterhin die M\u00f6glichkeit der Waren-\/B\u00fcchersendung. Damit lassen sich die Versandkosten massiv reduzieren. Leider ist dies schon in Europa nicht mehr m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p>In die Versandkosten rechne ich mittlerweile auch die Geb\u00fchren von Paypal mit ein. Paypal ist fast immer die einfachste Zahlungsoption, bei au\u00dfereurop\u00e4ischen K\u00e4ufern sind die Geb\u00fchren aber \u00fcber 3%, was den Erl\u00f6s doch sp\u00fcrbar reduziert. Ach, ja auch Boardgamegeek nimmt gerne 3% Werbegeb\u00fchr.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ausgesprochen einfach mache ich es mir meistens mit der Verpackung: Luftpolsterfolie oder Seidenpapier sowie Packpapier mit Extra abgekippten Ecken machten als Kombination bisher ganz selten Probleme. Dadurch ist es auch einfacher m\u00f6glich unter der 2kg Grenze zu bleiben. \u00dcber 2kg wird es au\u00dferhalb von Deutschland n\u00e4mlich arg teuer.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Aufwand pro versendetem Spiel an Kommunikation, Verpacken, Versenden betr\u00e4gt somit etwa eine Stunde. Daf\u00fcr gibt es aber wirklich sch\u00f6ne Erlebnisse und gl\u00fcckliche Spieleempf\u00e4nger. <\/p>\n\n\n\n<p>In Foren wie unknowns werfen wir manchmal einen Blick, machen aber selten aktiv Angebote. Bei eBay sind wir schon lange nicht mehr aktiv. Communities wie Boardgamegeek sind uns einfach sympathischer.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Spiele sind wie Porzellan, langlebig, teuer und schwer wieder loszuwerden. Als wir noch als professionelle Spielejournalisten unterwegs waren, konnten wir das Lagerproblem irgendwie durch Tombolas, verschenken und einige Spenden im Zaum halten. 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