{"id":11648,"date":"2024-11-18T23:14:20","date_gmt":"2024-11-18T22:14:20","guid":{"rendered":"https:\/\/das-spielen.de\/?p=11648"},"modified":"2024-11-18T23:14:20","modified_gmt":"2024-11-18T22:14:20","slug":"kathrin-spielt-peter-spielt-darmstadt-spielt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/das-spielen.de\/index.php\/kathrin-spielt-peter-spielt-darmstadt-spielt\/","title":{"rendered":"Kathrin spielt, Peter spielt, Darmstadt spielt"},"content":{"rendered":"\n<p>Zum ersten Mal, seit wir vor 25 Jahren nach S\u00fcddeutschland kamen, haben wir es geschafft\u00a0<a href=\"https:\/\/www.darmstadt-spielt.de\/\">Darmstadt spielt<\/a>\u00a0zu besuchen. Irgendein anderes Ereignis stand sonst immer im Wege. Manchmal haben wir den Termin auch einfach vergessen. Jetzt war es aber so weit. Wir wollten eh noch ein paar Neuheiten ausprobieren, und so machten wir uns auf den Weg nach Darmstadt ins\u00a0<a href=\"https:\/\/www.darmstadtium.de\/\">Darmstadtium<\/a>, einem modernen Kongresszentrum im Umfeld der Universit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Dort erwartete uns erstmal eine Schlange am Eingang. Zu einem guten Spielereignis geh\u00f6rt heutzutage Schlangenstehen zum guten Ton. Die Organisatoren waren selbst vom riesigen Erfolg des diesj\u00e4hrigen Treffens (nicht der Schlangen) etwas \u00fcberrumpelt, bem\u00fchten sich aber m\u00f6glichst schnell alle Spielerinnen ins Geb\u00e4ude zu bekommen. W\u00e4hrend der Eintritt f\u00fcr Erwachsene mit 13&nbsp;\u20ac nicht wirklich g\u00fcnstig war, durften Minderj\u00e4hrige netterweise aber umsonst hinein.<\/p>\n\n\n\n<p>In Anbetracht der Besuchermassen ignorierten wir die n\u00e4chste Einladung einer Schlange beim Spieleflohmarkt und gingen direkt in die gro\u00dfe Spielhalle, um dort keinen freien Platz mehr zu finden. Im ganzen Geb\u00e4ude gab es zwar noch weitere R\u00e4ume mit Tischen, einige sogar reservierbar. Es waren aber schon alle restlos vergeben und bespielt. Was tun? Nach Hause fahren? Dumm aus der W\u00e4sche gucken? Exit-R\u00e4ume besuchen? \u00dcberteuerte Snacks verspeisen? Wir beschlossen einfach etwas umherzuirren und fanden bald zwei St\u00fchle sowie eine halbe Tischplatte, die auf Nachfrage nicht wirklich belegt waren. Dem Spielenachmittag stand damit nichts mehr im Wege.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2560\" height=\"1920\" src=\"https:\/\/das-spielen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/IMG_3379-scaled.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-11650\" srcset=\"https:\/\/das-spielen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/IMG_3379-scaled.jpeg 2560w, https:\/\/das-spielen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/IMG_3379-500x375.jpeg 500w, https:\/\/das-spielen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/IMG_3379-150x113.jpeg 150w, https:\/\/das-spielen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/IMG_3379-2000x1500.jpeg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Wir starteten mit<a href=\"https:\/\/boardgamegeek.com\/boardgame\/410705\/clans-and-glory\">&nbsp;CLANS AND GLORY<\/a>&nbsp;(HUCH!), einer kleinen Finger\u00fcbung von Gabriele Bubola und Leo Colovini, die sehr entfernt an Schottentotten erinnert, vermutlich vor allem wegen Thema und Grafik. Wir legen Zahlpl\u00e4ttchen an Gebiete an und platzieren Punktemarker. Der Clou ist die Auswertung. Der erste Punktemarker kriegt alle 3er-Pl\u00e4ttchen, der zweite die n\u00e4chsth\u00f6heren etc. Dies er\u00f6ffnet M\u00f6glichkeiten zum \u00c4rgern und Taktieren. Das spielt sich nett, fordert aber nicht gen\u00fcgend f\u00fcr eine l\u00e4ngere Besch\u00e4ftigung. Ein typisches \u201ew\u00fcrde ich wieder mitspielen \u2013 braucht aber keinen Platz im Regal wegzunehmen\u201c-Spiel.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiter ging es mit <a href=\"https:\/\/boardgamegeek.com\/boardgame\/412563\/flowers\">FLOWERS<\/a> (Lookout-Spiele) von\u00a0Trevor Benjamin und Brett J. Gilbert. Dieses Spiel tat zwar nicht weh, viel mehr, bleibt aber nicht in Erinnerung. Es ist ein Mehrheitenspiel \u00fcber halbe Blumen und Mandalas. Sechs verschiedene Farben m\u00fcssen an einem Mandala liegen, um dieses zu werten. Zwei sind schon durch Blumenh\u00e4lften vorgegeben, vier weitere d\u00fcrfen wir dazulegen, um an einer Wertung \u00fcberhaupt teilnehmen zu d\u00fcrfen. Dann geht es aber nur um die Anzahl der Karten.\u00a0Diese d\u00fcrfen auch verdeckt angelegt sein, da jede Farbe auch nur einmal an einem Mandala erscheinen darf.\u00a0Wer schlie\u00dflich die Mehrheit hat, darf sich zuerst eine Blumenh\u00e4lfte aussuchen und diese mit einer weiteren gleichen Farbe kombinieren. Punkte gibt es f\u00fcr Bl\u00fcten auf den Blumen, wobei die kleinere H\u00e4lfte verdoppelt wird. Wirr? &#8211; Ja! Thema verfehlt? Ebenfalls ja, so \u00fcberhaupt ein Thema erkennbar ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Da wir schon bei leichten Spielen waren, lag es nahe, jetzt auch mal <a href=\"https:\/\/boardgamegeek.com\/boardgame\/409509\/luminos\">LUMINOS<\/a> (Schmidt Spiele) von Kirsten Hiese auszuprobieren. Das Spiel lacht einen direkt an und ruft quasi \u201espiel mich\u201c in die Runde. So gesellten sich auch sogleich zwei weitere Spielerinnen an unseren halben Tisch, um mitzuspielen. Irgendwie fanden wir gen\u00fcgend Platz und los ging es. Die Regeln von LUMINOS sind erstmal einfach und elegant: Wer am Zug ist, legt ein Pl\u00e4ttchen in seine pers\u00f6nliche Auslage. Wann immer dabei ein neues Quadrat aus 2\u00a0\u00d7\u00a02 Pl\u00e4ttchen entsteht, wird es gewertet. Dazu z\u00e4hlen wir die sichtbaren Sonnen, Monde und Sterne. Nur die am wenigsten vertretenen Symbolarten z\u00e4hlen. Drei Monde, zwei Sonnen und zwei Sterne ergeben also zwei Sonnen- und zwei Sternpunkte. Wer im Spiel zu viert einen Himmelsk\u00f6rper so siebenmal werten konnte, beendet das Spiel. Dann z\u00e4hlen aber nur Punktdrillinge aus Sonne, Mond und Sternen. LUMINOS gef\u00e4llt mit seiner K\u00fcrze und Einfachheit, aber auch mit der ansprechenden Gestaltung. Und hinter den kurzen Regeln verbergen sich mehr taktische M\u00f6glichkeiten, als der einfache Zugang zun\u00e4chst vermuten l\u00e4sst. Eindeutig gehen alle Daumen hoch. LUMINOS lohnt es sich, im Blick zu halten.<\/p>\n\n\n\n<p>So langsam gab es mehr Platz an den Tischen. F\u00fcrs n\u00e4chste Spiel konnten wir uns sogar auf dem ganzen Tisch ausbreiten. Auch bei <a href=\"https:\/\/boardgamegeek.com\/boardgame\/402207\/yro\">YRO<\/a> (HeidelB\u00c4R Games) von Masato Uesugi bekamen wir eine Mitspielanfrage und waren somit zu dritt. YRO ist ein sehr kurzes Spiel in der Tradition von The City (aka Jump Drive). Wir legen gleichzeitig Karten mit wechselseitigen Effekten aus, deren Hauptzweck es ist, jede Runde Punkte zu erzeugen. Nach 40 Punkten oder 9 Karten ist das Spiel schon um. Wir spielten zwei Partien in etwa 20 Minuten. YRO macht Spa\u00df, es ist aber ein klein wenig zu kurz. Im Kern ist es ein Enginebuilder. Nur was soll eine Engine bei einem Spiel, das nach drei bis f\u00fcnf Runden vorbei ist, schon gro\u00df ausrichten? Nun, sie eskaliert nichtlinear. Wer immer einen noch so &nbsp;kleinen Startvorteil in der ersten Runde erringt, kann diesen in wenigen Runden in einen Sieg umwandeln. YRO wollen wir m\u00f6gen und weiterspielen. Es kann aber gut sein, dass es sich mehr als Skurrilit\u00e4t als Spiel mit Wiederholungsreiz entpuppt.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach einer kleinen Essenspause endete der Tag mit einem gr\u00f6\u00dferen Spiel: <a href=\"https:\/\/boardgamegeek.com\/boardgame\/420805\/black-forest\">BLACK FOREST<\/a> (Feuerland Spiele) von Tido Lorenz und Uwe Rosenberg. Viele vergleichen das Spiel mit Rosenbergs Glasstra\u00dfe vom gleichen Autor. Denn das Ressourcenrad, die Optik und die Geb\u00e4ude wurden \u00fcbernommen. Bei Glasstra\u00dfe war der Kernmechanismus, die Kartenhand der Mitspieler vorherzusehen, um so mehr Aktionen zu generieren. Darin \u00e4hnelte es Wir sind Schwanger (auch von Rosenberg) und <a href=\"https:\/\/das-spielen.de\/index.php\/wie-verhext\/\">Wie Verhext<\/a>. Bei BLACK FOREST laufen wir hingegen einfach \u00fcber einen Spielplan und l\u00f6sen Aktionen aus. Sch\u00f6n ist, dass sich das Spiel dadurch etwas l\u00e4nger entwickeln kann. Daf\u00fcr fehlt ihm jetzt aber jegliches \u201egewisses Etwas\u201c welches es von anderen Strategiespielen mittlerer Komplexit\u00e4t hervorheben k\u00f6nnte. Wir wollen uns vorerst nicht weiter mit BLACK FOREST besch\u00e4ftigen. Damit brauchen wir uns gl\u00fccklicherweise auch nicht \u00fcber die doch sehr verbogenen Spielertableaus zu \u00e4rgern.<\/p>\n\n\n\n<p>Unser pers\u00f6nlicher Endstand von Darmstadt spielt, ist mit \u201edreimal abgehakt zu zweimal Interesse geweckt\u201c ein gro\u00dfer Erfolg. Wir kommen bestimmt mal wieder, dann aber erst gegen Abend, wenn es gen\u00fcgend Platz zum Spielen gibt.<\/p>\n\n\n\n<p>N\u00e4chste Woche geht es weiter mit Spielen in Altleiningen, wo es hoffentlich auch noch einiges Neues zu entdecken gibt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum ersten Mal, seit wir vor 25 Jahren nach S\u00fcddeutschland kamen, haben wir es geschafft\u00a0Darmstadt spielt\u00a0zu besuchen. Irgendein anderes Ereignis stand sonst immer im Wege. Manchmal haben wir den Termin auch einfach vergessen. Jetzt war es aber so weit. 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