{"id":151,"date":"2008-10-25T02:27:20","date_gmt":"2008-10-25T00:27:20","guid":{"rendered":"https:\/\/das-spielen.de\/?p=151"},"modified":"2025-09-17T08:55:47","modified_gmt":"2025-09-17T06:55:47","slug":"spiel-08-freitag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/das-spielen.de\/index.php\/spiel-08-freitag\/","title":{"rendered":"Spiel &#8217;08: Freitag"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" title=\"hallenplanfreitag\" src=\"https:\/\/das-spielen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/hallenplanfreitag.jpg\" alt=\"\" width=\"500px\" \/><\/p>\n<p>Freitag 24.10.2008, oder vielmehr Samstag fr\u00fch 01:57 &#8211; Den heutigen Abend verbrachten wir offiziell im Namen des Spiels beim Jury Abend. Deswegen fallen die folgenden Notizen <strong>schneller als kurz<\/strong> aus. Das gleichnamige Spiel erschien nun \u00fcbrigens endlich beim Heidelberger Spieleverlag. Hall9000 Leser kennen es noch einem von Gewinnspiel im Jahre 2006. Es soll nun auch Spezialthemen wie &#8222;Heidelberger Spiele&#8220; mit Kategorien wie &#8222;Anzahl der Counter&#8220;, &#8222;Gewicht&#8220; und &#8222;BGG Ranking&#8220; geben.<!--more--><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"schneller\" src=\"https:\/\/das-spielen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/schneller.jpg\" alt=\"\" width=\"500px\" \/><\/p>\n<p>Am\u00c2\u00a0heutigen Freitag erschien es uns nicht ganz so voll zu sein wie an letztj\u00e4hrigen Messefreitagen. Doch wahrscheinlich t\u00e4uscht der Schein, denn wenn man die Besuchermassen um den Stand von Lookout ber\u00fccksichtigt, war die Messe bestimmt so voll wie immer. Unser Tipp: Wer unbedingt noch Agricoladevotionalien braucht, sollte sich m\u00f6glichst abends, kurz vor Messeschluss anstellen. Nur die &#8222;Vegimeeples&#8220; &#8211; extra Spielsteine f\u00fcr Weizen und\u00c2\u00a0Gem\u00fcse &#8211; sind bereits ausverkauft. <strong>Le Havre<\/strong> wird auf jeden Fall nach der Messe gut erh\u00e4ltlich sein, was auch dem Vertrieb durch die Heidelberger\u00c2\u00a0zu verdanken ist.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"machupicchu\" src=\"https:\/\/das-spielen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/machupicchu.jpg\" alt=\"\" width=\"500px\" \/><\/p>\n<p>Als erstes Spiel des Tages stand <strong>Die Prinzen von Machu Picchu<\/strong> auf dem Programm. Am Stand aufgebaut befand sich ein englisches Exemplar <strong>Princes of &#8230;<\/strong> &#8211; was dazu f\u00fchrte, dass in der Mitte der Partie ein Mitspieler sichtlich erstaunt fragte, wo denn die Prinzessin sei. Da war ihm wohl ein &#8222;s&#8220; zuviel in den Titel gerutscht.<\/p>\n<p>Der Plan ist unterteilt in Aktionsfelder. Die Spieler bewegen sich mit einer Figur von Feld zu Feld und f\u00fchren jeweils eine Aktion aus. Das erinnert an die Aktionsrondelle von <strong>Antike<\/strong>, <strong>Imperial<\/strong> und <strong>Hamburgum<\/strong>. Der Plan l\u00e4sst jedoch flexiblere, da verzweigte Wege zu. Mit den gesammelten Rohstoffen werden Inkas f\u00fcr bessere Rohstoffeinnahmen eingesetzt, Priester gekauft, oder mit bestehenden Priestern Opfer dargebracht (zartbesaiteten Spielern sei versichert, dass lediglich Lamas geopfert werden &#8211; die jedoch muss man als Rohstoff erstmal herbeischaffen). Das Spielende kann auf zwei Arten herbeigef\u00fchrt werden. Entweder es werden alle Priester &#8222;gekauft&#8220; (also mit Rohstoffen bezahlt), dann punkten lediglich die w\u00e4hrend des Spiels gesammelten Punktekarten. Diese werden f\u00fcr jeweils zwei Sorten bestehender Inkas und Priester gewertet, was zu einer Spezialisierung f\u00fchrt. Oder das Spiel endet nach einer festgelegten Rundenzahl, wobei in diesem Fall die Goldwerte auf den Punktekarten eine zus\u00e4tzliche Rolle spielen. Das ist ein reizvoller Mechanismus, da sich zwei Parteien herausbilden werden und auf diese unterschiedlichen Spielenden hinarbeiten. Der Spielfluss selbst erinnert insofern an die genannten Rondellspiele, als dass selbst im Spiel zu f\u00fcnft jeder einzelne Zug so kurz ist, dass keine langen Wartezeiten entstehen &#8211; ansonsten ergibt sich ein ganz neues Spielgef\u00fchl. Von den bisher getesteten Spielen geh\u00f6rt <strong>Die Prinzen von Machu Picchu<\/strong> zu den interessantesten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"halltasse\" src=\"https:\/\/das-spielen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/halltasse.jpg\" alt=\"\" width=\"500px\" \/><br \/>\nAuch die <strong>Hall9000 <\/strong>Tasse wagte sich unter unsere kritischen Testeraugen. Dabei scheint mir die Spielregel noch nicht fertig geschrieben zu sein, und Spielerinteraktion l\u00e4sst auch zu w\u00fcnschen \u00fcbrig. Immerhin ist ein Gro\u00dfgruppenspiel m\u00f6glich. Allerdings mu\u00df daf\u00fcr jeder Mitspieler eine komplette Tasse kaufen. Ein g\u00fcnstiges Service-Erweiterungsset w\u00e4re noch kundenfreundlicher gewesen. \u00dcberhaupt: Erstatzteile bei verlorenem Spielmaterial werden nicht geliefert und die Tasse wird ohne zum Spiel notwendige F\u00fcllung geliefert. Die Qualit\u00e4t und das Design\u00c2\u00a0sind aber glatte 6 Punkte (nat\u00fcrlich auf der Skala von <strong>Hall9000<\/strong>) wert und meine Meinung ist somit: Ein Tasse, aus der man gerne wieder trinken mag!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"planetsteam\" src=\"https:\/\/das-spielen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/planetsteam.jpg\" alt=\"\" width=\"500px\" \/><\/p>\n<p>Das wohl auff\u00e4lligste Spiel der Messe ist <strong>Planet Steam <\/strong>von Ludoart. Obwohl es 60\u20ac kostet, scheinen sich die 500 Exemplare wie warme Siedlervarianten zu verkaufen. W\u00e4hrend unserer Testpartie wanderten die letzten Exemplare am AllGames4You Stand \u00fcber die\u00c2\u00a0 Ladentheke. Bei Ludoart gibt es aber noch einige Spiele. Unser M.U.L.E. Experte Stefan M. erkannte sogleich den Ursprung des Spieles und dem Autor blieb nichts weiter \u00fcbrig als dies zu best\u00e4tigen. Meine letzte Partie M.U.L.E ist leider etwa 25 Jahre her, doch gleich wurde ich etwas wehm\u00fctig. Vorweg: Die Umsetzung ist gelungen! <strong>Planet Steam <\/strong>ist ein lupenreines Wirtschaftsspiel, das erarbeitet sein will. Zwei bis drei Stunden sollte man sich nehmen. In diesen errichten die Spieler Fabriken, produzieren G\u00fcter, kaufen und verkaufen diese und lassen die Preise schwanken. Mein erster Eindruck: Sch\u00f6n, schwer, spannend aber auch etwas trocken zu spielen. Kurz:\u00c2\u00a0Ein Profiwirtschaftsspiel.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"chefsdinnerparty\" src=\"https:\/\/das-spielen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/chefsdinnerparty.jpg\" alt=\"\" width=\"500px\" \/><\/p>\n<p>Nachdem wir gestern bei Japon Brand zu Besuch waren, spielten wir heute ein weiteres japanisches Spiel. Zwar waren nur Prototypen vorhanden, doch der Stand und die Aufmachung des Spiels hatten uns so neugierig gemacht, dass wir gerne die Gelegenheit zu einer Probepartie nutzten, als mal ein Tisch frei war. Das Spiel <strong>Chefs&#8216; Dinner Party<\/strong> dreht sich rund ums Essen. Jeder Spieler versucht, sich m\u00f6glichst gesund zu ern\u00e4hren (Stichwort: Ern\u00e4hrungspyramide mit viel Getreide, weniger Fleisch und Fisch und etwas Milchprodukten und Obst). Reihum ist jeder mal der &#8222;Chef Chief&#8220;, der das Essen verteilt. Dazu lehnt er sich zur\u00fcck und l\u00e4sst die anderen &#8222;kochen&#8220;. Zur Verf\u00fcgung stehen zuf\u00e4llig gezogene Komponenten der verschiedenen Sparten Getreide, Fleisch, Obst, etc. Stilvoll gesch\u00f6pft wird mit einem Kochl\u00f6ffel aus einer Kochm\u00fctze. Mal ehrlich: Alleine das stimmungsvolle Material hat einen dicken Pluspunkt verdient!<\/p>\n<p>Jeder Spieler hat zu Beginn jeder Runde f\u00fcnf Rezepte auf der Hand. Reihum w\u00e4hlen die Spieler jeweils ein Rezept aus und legen die erforderlichen Zutaten aus dem gesch\u00f6pften Vorrat gemeinsam mit dem Rezept auf ein Rondell mit acht Feldern. Solange Zutaten da sind und die Spieler passende Rezepte &#8222;kochen&#8220; k\u00f6nnen oder wollen, werden diese Felder belegt. Der Clou: Sobald alle gepasst haben, dreht der &#8222;Chef Chief&#8220; das Rondell so, dass vor jedem zwei Felder liegen. Was nun vor einem liegt, muss gegessen werden. Auch wenn man schon zu viele Milchprodukte intus hatte &#8211; alles zu viel Gegessene bringt Minuspunkte. Wer nicht gen\u00fcgend erhalten hat &#8211; also etwa zu wenig Getreide erwischt hat &#8211; muss ebenfalls Minuspunkte in Kauf nehmen. Das l\u00e4sst Spielraum f\u00fcr taktische \u00dcberlegungen: Lege ich ein Rezept aus, das meinem rechten Nachbarn schaden w\u00fcrde, kann ich beim n\u00e4chsten Mal auf der mir hoffentlich zugedrehten Seite etwas auslegen, das mir passen w\u00fcrde. Nur muss dann der beim Kochen passive Spieler auch richtig entscheiden &#8230; Insgesamt ist dieses Spiel zwar deutlich dem Fun-Sektor zuzuordnen, doch im Gesamtpaket war es eine sch\u00f6ne Spielerfahrung mit japanischem Flair. Allerdings habe ich definitiv ein Defizit in japanischer K\u00fcche &#8211; vielleicht sollten wir daheim mal wieder japanisch essen gehen &#8230;?!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"sator\" src=\"https:\/\/das-spielen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/sator.jpg\" alt=\"\" width=\"500px\" \/><br \/>\nDen Messetag beendeten wir mit einem spontanen Test des Spiels <strong>Satyr Arpop T\u00fcr Ropos<\/strong>, nein &#8211; <strong>Satal Aripa Sanktu Rotus<\/strong>. Sorry, jetzt habe ichs: <strong>Sator Arepo Tenet Opera Rotas <\/strong>von Scribabs. Der Name ist Programm. Denn im Spiel soll man mit Magiern B\u00fccher einsammeln, indem man Br\u00fccken und Stege \u00fcber einen Abgrund schweben l\u00e4\u00dft. Die Wege k\u00f6nnen rotieren und translatieren. Vielleicht lag es an der Ersch\u00f6pfung nach einem langen Messetag aber um ehrlich zu sein: Der Ersteindruck des Spiels war nicht gut! Denn es l\u00e4dt nicht nur zum Gr\u00fcbeln ein, ein erfolgreiches Agieren erfordert genaues durchrechnen aller 1243563945 hoch irgendwas Zugm\u00f6glichkeiten. Wenn dies auch die Mitspieler machen, durchkreuzen sie nat\u00fcrlich jeden Plan. Vorausdenken ist dabei unm\u00f6glich und schlussendlich entscheidet das Gl\u00fcck beim Kartenziehen. Denn nur mit den richtigen Karten kann man \u00fcberhaupt was bewegen. Immerhin war auch dieses Spiel h\u00fcbsch anzusehen.<\/p>\n<p>Bei der Fairplay Scout Aktion tummeln sich momentan Spiele wie <strong>Dominion<\/strong>, <strong>Die Prinzen von Machu Picchu <\/strong>und <strong>Comuni <\/strong>auf den ersten Pl\u00e4tzen. Aussagekr\u00e4ftige Ergebnisse werden aber erst gegen Samstag abend erwartet.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"metermorphosen\" src=\"https:\/\/das-spielen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/metermorphosen.jpg\" alt=\"\" width=\"500px\" \/><\/p>\n<p>F\u00fcr Spieler wohl uninteressant, f\u00fcr Wortfreunde aber steter Quell der Freude ist das w\u00f6chentlich in der SZ erscheinende Gemischte Doppel, die es nun auch als Memo-Spiel <strong>Metermorphosen<\/strong> gibt. Spielen will man dies zwar nicht. Spa\u00df machen die Wort-Bild-Sch\u00f6pfungen aber allemal.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Freitag 24.10.2008, oder vielmehr Samstag fr\u00fch 01:57 &#8211; Den heutigen Abend verbrachten wir offiziell im Namen des Spiels beim Jury Abend. Deswegen fallen die folgenden Notizen schneller als kurz aus. Das gleichnamige Spiel erschien nun \u00fcbrigens endlich beim Heidelberger Spieleverlag. Hall9000 Leser kennen es noch einem von Gewinnspiel im Jahre 2006. 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