{"id":2002,"date":"2009-02-25T22:03:53","date_gmt":"2009-02-25T21:03:53","guid":{"rendered":"https:\/\/das-spielen.de\/?p=2002"},"modified":"2009-06-07T10:13:07","modified_gmt":"2009-06-07T08:13:07","slug":"pandemie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/das-spielen.de\/index.php\/pandemie\/","title":{"rendered":"Pandemie"},"content":{"rendered":"<p>Die Menschheit ist von Viren bedroht, und nur wir Spieler k\u00f6nnen sie retten. Das schreit danach, mit vereinten Kr\u00e4ften quer \u00fcber den Globus zu flitzen und diese Aufgabe anzupacken. Das schreit nach: Kooperation! Und noch mehr: <strong>Pandemie <\/strong>bildet den Auftakt zu einer kleinen Serie \u00fcber kooperative Spiele bei Das-SpielEn.de.<\/p>\n<p>Vier verschiedene Seuchen breiten sich in unterschiedlichen Regionen der Erde aus. Bek\u00e4mpfen k\u00f6nnen wir Spieler sie prim\u00e4r, indem wir Gegenmittel erforschen. F\u00fcnf gleichfarbige Karten muss ein Spieler sammeln, um die Seuche dieser Farbe einzud\u00e4mmen. Gar nicht so einfach, wie wir noch sehen werden. Denn inzwischen brennt es \u00fcberall, so dass zwischendurch die Katastrophe durch handfestes Eingreifen im Zaum gehalten werden muss.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Zwei Arten von Karten spielen bei <strong>Pandemie <\/strong>mit. Auf beiden Sorten stehen vor allem die Orte, die sich auf dem Spielplan befinden. Die guten haben wir Spieler auf der Hand. Sie erlauben uns eine Reise zu den angegebenen St\u00e4dten, oder wenn wir gen\u00fcgend Karten einer Farbe sammeln, k\u00f6nnen wir ein Gegenmittel erforschen. Sobald f\u00fcr alle vier Seuchen in allen vier Farben ein Gegenmittel vorliegt, gewinnen alle Spieler gemeinsam das Spiel. Kooperation eben! Am Ende jedes Spielerzugs erh\u00e4lt der aktive Spieler zwei dieser guten Karten auf die Hand.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/das-spielen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/pandemie.jpg\" alt=\"Pandemie\" title=\"Pandemie\" \/><\/p>\n<p>Doch am Ende jedes Spielerzugs passiert noch mehr: Die Infektionen breiten sich aus. Hierf\u00fcr gibt es den Infektionsstapel mit den b\u00f6sen Karten, die wieder die Namen der St\u00e4dte zeigen. Von ihnen wird nach jedem Spielerzug eine vorgegebene Anzahl gezogen. In jede aufgedeckte Stadt wird ein Infektionsw\u00fcrfel der passenden Farbe gelegt. Gemein: Wenn zu drei W\u00fcrfeln ein neuer kommen m\u00fcsste, bricht die Seuche aus und \u00fcberflutet alle benachbarten St\u00e4dte mit je einem W\u00fcrfel. Das kann Kettenreaktionen ausl\u00f6sen, wenn nebenan ebenfalls bereits drei W\u00fcrfel sind. Verlust-Kriterium Nummer 1: Wenn zu viele solcher Ausbr\u00fcche passieren, verlieren die Spieler! Verlust-Kriterium Nummer 2: Auch wenn der Vorrat an Infektionsw\u00fcrfeln in einer Farbe ausgeht, endet das Spiel ungl\u00fccklich.<\/p>\n<p>Die beiden Kartenstapel stehen miteinander \u00fcber die so genannten Epidemiekarten in Verbindung. Wird eine solche im guten Kartenstapel aufgedeckt, so wird es brenzlig. Jetzt lohnt es sich, den Mechanismus genauer zu beschreiben: Die zuunterst liegende b\u00f6se Karte wird aufgedeckt. Hierher werden gleich drei Infektionsw\u00fcrfel gelegt. Zusammen mit allen bisher gespielten b\u00f6sen Karten wird diese neue Stadt gemischt und oben auf den Stapel gelegt. Weitere Infektionen finden also dort statt, wo den Spielern das Wasser sowieso schon bis zum Halse steht. Ein simpler, aber effektiver Mechanismus und Spannungsgarant!<\/p>\n<p>Was in punkto Karten passiert, ist somit geschildert. Doch was machen die Spieler, bevor es ans Nachziehen und Aufdecken geht? Reihum sind sie am Zug und haben vier Aktionen zur Verf\u00fcgung. Das kann eine einfache Reise entlang der Nachbarschaftslinien sein. Unter zus\u00e4tzlichem Einsatz von Karten k\u00f6nnen die Spieler auch von oder zur ausgespielten Stadt fliegen. F\u00fcr je eine Aktion darf alternativ ein W\u00fcrfel abgebaut werden. Das ist stark anzuraten, sobald in einer Stadt drei W\u00fcrfel zusammen kommen. Denn die n\u00e4chste Infektion w\u00fcrde sonst unweigerlich zum Ausbruch f\u00fchren. Die Errichtung von Forschungsstationen erleichtert nicht nur die Reise, denn zwischen zwei solcher Stationen kann eine weite Bewegung ohne Karteneinsatz stattfinden. Die Stationen werden auch ben\u00f6tigt, um f\u00fcnf gleichfarbige Karten in ein Gegenmittel zu tauschen. Die weitaus schwierigste Aktion ist der Kartentausch. Bei nur sieben erlaubten Handkarten ist es knifflig, f\u00fcnf gleichfarbige zu sammeln. Um aber die Karte einer Stadt von einem Spieler an einen anderen zu \u00fcbertragen, m\u00fcssen die beiden sich genau in dieser Stadt treffen. Das verlangt Koordination, und es geht Zeit drauf, die bei der Seuchenbek\u00e4mpfung bitter fehlt. Leichter wird es durch einige Sonderf\u00e4higkeiten, von denen jedem Spieler zu Beginn eine zugelost wird.<\/p>\n<p>Der Zeitdruck ist enorm. Wenn sich die Spieler zu sehr auf den Abbau von W\u00fcrfeln konzentrieren, k\u00f6nnen zwar Ausbr\u00fcche verhindert werden, aber das Spiel geht \u00fcber das Verlust-Kriterium Nummer 3 zuende, wenn n\u00e4mlich der Stapel der guten Karten aufgebraucht wurde. Wenn es ganz \u00fcbel l\u00e4uft, k\u00f6nnen bereits zu Beginn der Partie Konstellationen entstehen, die ruckzuck mehrere Ausbr\u00fcche nach sich ziehen. Doch wenn die Spieler gut kooperieren, wird es oft sehr knapp und spannend. Manche Partie wurde gerade vor dem Aufnehmen der letzten guten Karte knapp gewonnen oder auch verloren. Die Stellschrauben der Ausbreitung und der Schwierigkeiten sind fein justiert.<\/p>\n<p>Welche Anforderungen an die Kooperation werden gestellt? Jeder Spieler muss seine ihm zugeloste Sonderf\u00e4higkeit effektiv einsetzen. Der Arzt kann besonders gut Infektionsw\u00fcrfel abbauen, der Dispatcher kann Leute zusammenbringen und ihnen den Kartentausch erleichtern usw. In manchen Kooperationsspielen gibt es einen Boss, der gerne den Ton angibt und f\u00fcr die anderen mitspielt &#8211; bei <strong>Pandemie <\/strong>stehen Diskussionen und gemeinsame \u00dcberlegungen im Vordergrund. Die Optimierung der Zeit und der geschickten Ressourcenverwendung gestaltet sich so komplex, dass alle gefordert sind. <span id=\"wertung\"><\/p>\n<table>\n<tr>\n<td><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/das-spielen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/1von3epedemien.jpg\" alt=\"1 von 3 Epidemien\" title=\"1 von 3 Epidemien\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><em><a title=\"Zu den Pr\u00e4dikaten\" href=\"https:\/\/das-spielen.de\/index.php\/auszeichnungen\/\">Pr\u00e4dikat<\/a>: 1 von 3 Epidemien<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p><\/span> Doch ist sie auch einfach genug, um die Partien nicht stundenlang hinauszuziehen. Meist ist nach deutlich weniger als einer Stunde klar, ob die Seuchen besiegt werden konnten oder nicht. Und wer den Dreh gut raushat, mischt zu Beginn f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere Herausforderungen einfach eine Epidemiekarte mehr in den Stapel der guten Karten. Das resultierende Mehr an Infektionen reicht, um wieder eine Weile h\u00f6llisches Feuer unter dem Hintern zu haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Menschheit ist von Viren bedroht, und nur wir Spieler k\u00f6nnen sie retten. Das schreit danach, mit vereinten Kr\u00e4ften quer \u00fcber den Globus zu flitzen und diese Aufgabe anzupacken. Das schreit nach: Kooperation! Und noch mehr: Pandemie bildet den Auftakt zu einer kleinen Serie \u00fcber kooperative Spiele bei Das-SpielEn.de. 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