{"id":2728,"date":"2009-06-06T16:25:57","date_gmt":"2009-06-06T14:25:57","guid":{"rendered":"https:\/\/das-spielen.de\/?p=2728"},"modified":"2025-09-11T08:08:55","modified_gmt":"2025-09-11T06:08:55","slug":"diamonds-club","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/das-spielen.de\/index.php\/diamonds-club\/","title":{"rendered":"Diamonds Club"},"content":{"rendered":"<p>Als Mitglieder des mond\u00e4nen Diamonds Club schl\u00fcpfen die Spieler in die Rollen von reichen englischen Diamantenh\u00e4ndlern, die sich in einem Wettbewerb messen wollen. Wer legt den pr\u00e4chtigsten Park an? Der beste Bauherr gewinnt diesen Prestige- Wettstreit. Das ist eine skurrile, aber sympathische Hintergrundgeschichte. Jeder Spieler schm\u00fcckt sein Anwesen aus. In der Landschaft entstehen Brunnen, Orangerien, Pavillons und Roseng\u00e4rten. Tiergehege oder Waldfl\u00e4chen runden die Ausstattung eines Parks ab.<!--more--><\/p>\n<p>Die Partie verl\u00e4uft in mehreren Runden, bis mindestens ein Park mit 14 Landschaftsfeldern bebaut ist. F\u00fcr den Kauf von Bauwerken ben\u00f6tigen die Diamantenh\u00e4ndler einen guten Nachschub an Edelsteinen. Um diese zu sch\u00fcrfen, werden nicht nur Minen, sondern auch Sch\u00fcrfrechte f\u00fcr die vier unterschiedlichen Edelsteinfarben, sowie Schiffe zum Transport gebraucht. Eine Runde besteht somit aus den beiden Teilen &#8222;Edelsteine organisieren&#8220; und &#8222;Edelsteine ausgeben&#8220;.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"center\" title=\"Diamonds Club\" src=\"https:\/\/das-spielen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/diamondsclub.jpg\" alt=\"Bild von Diamonds Club\" \/><\/p>\n<p>F\u00fcr die erste Rundenh\u00e4lfte, in der Edelsteine abgebaut werden, hat sich Autor R\u00fcdiger Dorn einen besonderen Marktmechanismus ausgedacht. Jeder Spieler hat anfangs 10 M\u00fcnzen zur Verf\u00fcgung. Auf dem quadratischen Raster des Marktes sind Angebote abgebildet. Neben den drei Zutaten f\u00fcrs Sch\u00fcrfen (Edelsteinsorte, Mine, Schiff zum Transportieren) sind Tiergehege, Startspielerpunkte und Technologien abgebildet. W\u00e4hrend ein Set aus Mine, Schiff und Sch\u00fcrfrecht f\u00fcr eine der vier Edelsteinfarben am Ende der Runde in entsprechende Klunker umgewandelt werden kann, nehmen sich die Spieler die anderen G\u00fcter direkt beim Kauf: Die Investition in Technologien verbessert den Edelsteinabbau, erh\u00f6ht den M\u00fcnzvorrat oder wertet Waldfelder im eigenen Park f\u00fcr die Endabrechnung auf. Mit Startspielerpunkten schaffen sich die Spieler eine bessere Ausgangsposition f\u00fcr die zweite Rundenh\u00e4lfte.<\/p>\n<p>Um ein Angebot zu &#8222;kaufen&#8220;, muss eine M\u00fcnze darauf abgelegt werden. Doch f\u00fcr jede M\u00fcnze auf einem direkt benachbarten Feld ist eine weitere M\u00fcnze einzusetzen. Liegen also bereits zwei M\u00fcnzen nebenan, kostet ein Angebot bereits drei M\u00fcnzen. Ein taktisches Gerangel ergibt sich: Wo ist noch ein billiges Angebot abzugreifen? Wo kann man wom\u00f6glich einem anderen Spieler dessen begehrtes Gut teurer machen? Dieser Marktmechanismus ist das zentrale Element im Spiel! Hier werden die Weichen gestellt f\u00fcr die sp\u00e4teren K\u00e4ufe, sowie f\u00fcr das im Spiel vorherrschende Tempo. Denn wer bereits hier Tiergehege f\u00fcr die Ausstattung des eigenen Parks erwirbt, f\u00fcllt seine Anlagen bereits vor der zweiten Rundenh\u00e4lfte auf. Au\u00dferdem bringt ein vollst\u00e4ndiges Set aller verschiedenen Tiergehege noch einen beachtlichen Punkte-Ertrag.<\/p>\n<p>Die zweite Rundenh\u00e4lfte dient nun zur Investition der Edelsteine. Weshalb ein Pavillon ausgerechnet zwei gr\u00fcne und einen roten Edelstein kostet, wird wohl f\u00fcr immer das Geheimnis der Lords und Ladies des Diamonds Club bleiben, aber so sind nunmal die Preise. Auch hier greift ein Marktmechanismus: Zwar kann jeder Spieler bei allen vier Bauten sowie beim Anlegen zweier W\u00e4lder je einmal zugreifen, sowie einen weiteren beliebigen Kauf t\u00e4tigen. Doch wird in einer Sparte der Preis um einen beliebigen Edelstein erh\u00f6ht, wenn zuvor ein anderer Spieler hier einkauft. Zum Gl\u00fcck werden durch unterschiedliche Mechanismen auch wei\u00dfe Diamanten ausgesch\u00fcttet, die als Joker eine beliebige Edelsteinfarbe annehmen k\u00f6nnen und so mehr Flexibilit\u00e4t erm\u00f6glichen. Dadurch herrscht auch in dieser Runde Knappheit vor! Kein Mangel besteht hingegen an Baupl\u00e4ttchen. Das Spielmaterial ist so \u00fcppig, dass die Vorbereitung &#8211; oder auch das Aufr\u00e4umen und Verstauen in Plastikbeutel nach einer Partie &#8211; doch einiges an Zeit beansprucht.<\/p>\n<p>Eine m\u00e4chtig erscheinende Strategie scheint das Aufforsten zu sein. Zwar sind Waldfelder zu Beginn nur je zwei Siegpunkte wert, w\u00e4hrend die vier Geb\u00e4udearten pauschal je vier Siegpunkte einbringen. Doch durch den Kauf passender Technologien kann der Ertrag pro Wald auf bis zu sechs Siegpunkte aufgestockt werden. Wer hier als einziger B\u00e4umchen pflanzt, kommt recht einfach zu vielen Siegpunkten. Mit Konkurrenz jedoch wird der Waldstratege genau planen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Gegen die sechs m\u00f6glichen Punkte beim Wald erscheinen zehn Punkte f\u00fcr ein komplettes Set dreier Tiergehege recht mickrig zu sein. Umgerechnet sind dies gerade einmal 3 und ein Drittel Punkte pro Pl\u00e4ttchen. Doch muss hierf\u00fcr keine Infrastruktur mit Edelsteinen aktiviert werden &#8211; die Gehege kommen in der Kaufphase direkt auf das eigene Tableau. Unter diesem Blickwinkel scheinen die Bauwerke beinahe nebens\u00e4chlich zu werden, doch auch mit ihnen k\u00f6nnen die Spieler auftrumpfen &#8211; denn es muss nicht nur jeder Spieler eine andere vorgegebene Kombination von drei Geb\u00e4uden als Pflichtausstattung bauen. Es werden au\u00dferdem Bonuskarten f\u00fcr bestimmte Kombinationen vergeben. Auch nicht zu verachten!<\/p>\n<p>Auf dem Weg zum Sieg beim Diamonds Club herrscht dauernd Mangel. Mal sind es zu wenige M\u00fcnzen, ein anderes Mal reichen die Diamanten nicht. Und schon wieder treiben die Mitspieler an der &#8222;falschen&#8220; Stelle den Preis! Und verflixterweise bleibt \u00fcber allen wichtigen Aktionen wieder zu wenig Spielraum, um noch die Spielreihenfolge zu den eigenen Gunsten zu beeinflussen. Bei diesem Mechanismus ist \u00fcbrigens immer wieder die Aufmerksamkeit aller Spieler gefordert, um nicht versehentlich mit der falschen Reihenfolge zu kaufen oder Aktionen durchzuf\u00fchren. Die unterschiedlichen Anforderungen in der Kauf- und der Bauphase f\u00fchren zu einem abwechslungsreichen und spannenden Spielverlauf.<\/p>\n<p><span id=\"wertung\"><img decoding=\"async\" class=\"right\" title=\"1 von 3 Diamanten\" src=\"https:\/\/das-spielen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/1v3diamanten.jpg\" alt=\"Bild von 1 von 3 Diamanten\" \/><em><a title=\"Zu den Pr\u00e4dikaten\" href=\"https:\/\/das-spielen.de\/index.php\/auszeichnungen\/\"><br \/>\nPr\u00e4dikat<\/a>:<br \/>\n1 von 3 Diamanten<\/em><\/span><\/p>\n<p>Gelingt es, die eigenen Pl\u00e4ne langfristig durchzuf\u00fchren? Dabei gilt es, die Mitspieler genau im Auge zu behalten. Wo sollte man mit den M\u00fcnzen bieten, um das Angebot f\u00fcr die anderen einzuschr\u00e4nken? In welcher Reihenfolge kauft man Geb\u00e4ude oder Wald, um selbst bei den gew\u00fcnschten G\u00fctern zum Zug zu kommen, sie aber gleichzeitig f\u00fcr die anderen Spieler zu verteuern? All diese Komponenten runden den Diamonds Club zu einem anspruchsvollen, abendf\u00fcllenden und ansprechenden Gesamtpaket ab.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Mitglieder des mond\u00e4nen Diamonds Club schl\u00fcpfen die Spieler in die Rollen von reichen englischen Diamantenh\u00e4ndlern, die sich in einem Wettbewerb messen wollen. Wer legt den pr\u00e4chtigsten Park an? Der beste Bauherr gewinnt diesen Prestige- Wettstreit. Das ist eine skurrile, aber sympathische Hintergrundgeschichte. Jeder Spieler schm\u00fcckt sein Anwesen aus. 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