{"id":2781,"date":"2009-06-14T20:10:28","date_gmt":"2009-06-14T18:10:28","guid":{"rendered":"https:\/\/das-spielen.de\/?p=2781"},"modified":"2025-09-11T08:07:48","modified_gmt":"2025-09-11T06:07:48","slug":"maori","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/das-spielen.de\/index.php\/maori\/","title":{"rendered":"Maori"},"content":{"rendered":"<p>Die S\u00fcdseeinsulaner m\u00fcssen ein gl\u00fcckliches V\u00f6lkchen gewesen sein. Wer Geld brauchte, musste nur zum Strand spazieren und ein paar Muscheln auflesen. &#8222;Die H\u00e4ngematte kostet 999,-.&#8220; &#8211; &#8222;Ok, einen Moment ich mu\u00df die tausender Muschel gerade noch vom Sand befreien.&#8220; &#8211; &#8222;Danke, hier ist Ihre Restmuschel, sie ist vom Muschelfr\u00fchst\u00fcck \u00fcbriggeblieben.&#8220;<\/p>\n<p>Vor kurzem fand sich im Reiseteil der S\u00fcddeutschen Zeitung auch ein kurioser Artikel \u00fcber Papua-Neuguinea. Dort werden Muscheln noch immer als Zahlungsmittel anerkannt. Nur reiche Mitteleurop\u00e4er und andere Dreckskapitalisten m\u00fcssen mit M\u00fcnzen, Scheinen und Kreditkarten blechen. Der ganze lesenswerte Bericht findet sich <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/reise\/691\/470242\/text\/\" target=\"blank\"><strong>hier<\/strong><\/a>.<!--more--><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"Maori\" src=\"https:\/\/das-spielen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/maori.jpg\" alt=\"Bild von Maori\" \/><br \/>\nMuscheln als W\u00e4hrung gibt es auch bei <strong>Maori<\/strong>, der j\u00fcngsten Variation von G\u00fcnter Burkhardts Rundlauf-Sammel-Prinzip. Wie schon in &#8222;Kupferkessel Co.&#8220; und &#8222;Herr der Ziegen&#8220; umrunden im Uhrzeigersinn die Spieler eine quadratische Auslage mit offener Karten. Wo immer jemand stehenbleibt, nimmt er eine Karte aus der angrenzenden Reihe. W\u00e4hrend Michael Knopf seinerzeit in der spielbox an &#8222;Kupferkessel Co.&#8220; wenig Gutes fand, sorgte es bei uns f\u00fcr einige spa\u00dfige Spieleabende zu zweit. So freuten wir uns auch \u00fcber die Wiederverwertung der selten kopierten Idee bei &#8222;Herr der Ziegen&#8220; zu <a href=\"https:\/\/das-spielen.de\/index.php\/spiel-08-vier-amigo-neuheiten\/#ziegen\" target=\"blank\">Essen 2008<\/a>. Um es vorwegzunehmen: Alle drei Spiele sind gut und bieten gen\u00fcgend Unterschiede, doch <strong>Maori<\/strong> ist das bisher st\u00e4rkste Spiel in dieser Reihe.<\/p>\n<p>Denn bei <strong>Maori<\/strong> ist das Rotieren und Sammeln nur einer von zwei Aspekten. Wie in der S\u00fcdsee \u00fcblich, sind auf den Karten der Auslage Inseln abgebildet, mit denen die Spieler kleine Inselreiche errichten, die je nach Sch\u00f6nheit, Vollst\u00e4ndigkeit und Palmenzahl mehr oder weniger Siegpunkte bringen. Dieser Teil erinnert an die anderen spielenswerten Mehrpersonensolit\u00e4rspiele der aktuellen Saison Cities und Fits. Denn auch hier gilt es aus \u00e4hnlichen Vorgaben eine m\u00f6glichst punktetr\u00e4chtige Fl\u00e4che zu legen. (Bei <a href=\"http:\/\/www.spielkult.de\/maori.htm\" target=\"blank\">Spielkult<\/a> erkennt der Rezensent unter anderem \u00c4hnlichkeiten mit Alhambra. Auch dieser Vergleich ist durchaus passend) Regeln f\u00fcr erfahrene Spieler und Profis runden das Spiel ab.<\/p>\n<p>Ach ja &#8211; Muscheln braucht man, um etwas weiter als vorgesehen ziehen zu k\u00f6nnen, oder wenn man nicht die direkt angrenzende sondern weiter entfernte Inselkarte erwerben m\u00f6chte. Muscheln bringen also Flexibilit\u00e4t, sie sind aber sehr knapp. Wer alle ausgegeben hat, ist der Willk\u00fcr der Mitspielers und des Nachziehstapels ausgeliefert und wird h\u00f6chstwahrscheinlich verlieren. Versch\u00e4rft wird dies in den erweiterten Regeln, bei denen die flexible Auslage der Pl\u00e4ttchen auf den Spielplan auch Muscheln kostet. An dieser Stelle kommt auch Interaktion ins Spiel. Denn ein Zug sollte nicht nur die eigenen Punkte maximieren, er sollte auch keine Vorlage f\u00fcr die nachfolgenden Spieler bieten.<br \/>\n<span id=\"wertung\"><br \/>\n<a title=\"1 von 3 S\u00fcdseeschiffen\" href=\"https:\/\/das-spielen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/1v3suedseeschiffenbig.jpg\" rel=\"lightbox\"><img decoding=\"async\" title=\"1 von 3 S\u00fcdseeschiffen\" src=\"https:\/\/das-spielen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/1v3suedseeschiffen.jpg\" alt=\"Bild von 1 von 3 S\u00fcdseeschiffen - hier clicken f\u00fcr mehr\" \/><\/a><em><a title=\"Zu den Pr\u00e4dikaten\" href=\"https:\/\/das-spielen.de\/index.php\/auszeichnungen\/\"><br \/>\nPr\u00e4dikat<\/a>:<br \/>\n1 von 3 S\u00fcdseeschiffen<\/em><\/span><br \/>\nDadurch gibt es einiges an Gr\u00fcbelpotenzial. Andererseits ist der Einstieg ins Spiel wegen der einfachen Regeln und des intuitiv gestalteten Materials schnell gefunden. Die ersten Runden spielen sich locker und schnell. Auch wenn sp\u00e4ter subtilere \u00dcberlegungen mehr Zeit kosten, bleibt die Spieldauer angenehm kurz. Wenn die Qualit\u00e4t auf diesem Niveau bleibt, kann ich nur hoffen, das sich G\u00fcnter Burkhardt noch einige Male selbst kopiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die S\u00fcdseeinsulaner m\u00fcssen ein gl\u00fcckliches V\u00f6lkchen gewesen sein. 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