{"id":3431,"date":"2009-08-30T18:15:24","date_gmt":"2009-08-30T16:15:24","guid":{"rendered":"https:\/\/das-spielen.de\/?p=3431"},"modified":"2023-03-04T14:21:51","modified_gmt":"2023-03-04T13:21:51","slug":"dominion-intrigante-kommentare-teil-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/das-spielen.de\/index.php\/dominion-intrigante-kommentare-teil-1\/","title":{"rendered":"Intrigante Kommentare &#8211; Teil 1"},"content":{"rendered":"<p>Eigentlich ist es etwas m\u00fc\u00dfig, weiter die einzelnen Karten von Dominion zu analysieren. Wer immer sich intensiver mit <a href=\"https:\/\/das-spielen.de\/index.php\/dominion-die-intrige\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Die Intrige<\/strong><\/a>\u00a0auseinandersetzt, wird schon ein erfahrener Dominion-Spieler sein. Die meisten meiner Gedanken zu den einzelnen Karten werden ihm offensichtlich erscheinen. Mittlerweile gibt es sogar einen hoch spezialisierten <a href=\"http:\/\/dominionblog.de\" target=\"_Blank\" rel=\"noopener\">Dominionblog<\/a> (mit Forum). Liebevoll gestaltet finden sich dort Artikel zu vielen Karten. Beim St\u00f6bern dort fiel mir erneut auf, dass Dominion weiterhin nicht nur sehr spa\u00dfig zu spielen ist. Es reizt auch \u00fcber das Spiel zu fachsimpeln, zu lesen und auch zu schreiben. Englisch lesenden, zeitreichen und mitspielerarmen Dominionfans rate ich, ausgiebig bei Boardgamegeek zu st\u00f6bern. Dort finden sich weitaus mehr Ideen und Anregungen, als ich hier diskutieren kann.<!--more--><\/p>\n<p>Allein schon die Masse der neuen Karten und der zuk\u00fcnftig zu erwartenden Erweiterungen verbietet eine ersch\u00f6pfende oder vollst\u00e4ndige Analyse aller Kombinationen. Statt dessen versuche ich, einigerma\u00dfen knapp die einzelnen Karten zu w\u00fcrdigen und im besten Falle etwas Werbung f\u00fcr scheinbar unattraktive Karten zu machen. Wer mehr sucht als ein wenig Inspiration, wie sich Dominion spielen l\u00e4sst, wird vielleicht von den folgenden Artikeln entt\u00e4uscht sein. Mit warmen Worten ist dies n\u00e4mlich kaum zu leisten. Zielf\u00fchrender w\u00e4re eher der Versuch eine Dominion-KI zu programmieren. Sicherlich w\u00e4re dies eine spannende Aufgabe. Als Breitenspieler fehlt mir die dazu notwendige Spezialisierung und Das-SpielEn.de soll auch nicht zur reinen Dominionfanseite mutieren.<\/p>\n<p>Wie immer bin ich dankbar f\u00fcr jede weitere Idee oder abweichende Meinung zu meinen Kartenkommentaren. Vielleicht erscheinen die Artikel im ersten Moment etwas konfus, denn ich versuche allzuh\u00e4ufige Wiederholungen zu vermeiden. Kommentare, die mehrere Karten betreffen, sind deshalb etwas zuf\u00e4llig einer von ihnen zugeordnet. Wenn sich Gleiches mit \u00c4hnlichem erreichen l\u00e4sst, weise ich bewusst nicht immer darauf hin. Zu guter Letzt finden sich wahrscheinlich sogar ein paar widerspr\u00fcchliche Aussagen. In diesen F\u00e4llen bleibt Ihnen nichts anderes \u00fcbrig, als die richtige \u00dcberlegung spielexperimentell selbst herauszufinden. \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Ach ja: Die bew\u00e4hrten Richtlinien aus den ersten beiden Teilen der Serie bleiben nat\u00fcrlich ihre G\u00fcltigkeit. Auch mit der Intrige gewinnt es sich leichter mit viel Geld und ohne ungenutzte Karten. Die meisten Spiele enden weiterhin mit dem Kauf der letzten Provinz, und die Mehrheit an Provinzen ist eine gute Basis zum Sieg.<\/p>\n<p>Als Einstieg in die Serie kommentiere ich wieder die Siegpunkt- und Angriffskarten, da diese beiden Sorten den gr\u00f6\u00dften (bzw. alleinigen) Einfluss auf Spielgeschehen und den Spielausgang haben.<\/p>\n<h2>Intrigante Siegpunktkarten<\/h2>\n<p>Mit der Intrige gibt es eine ganze Reihe neuer M\u00f6glichkeiten zum Sammeln von Siegpunkten. Da es am Ende ja nur um Siegpunkte geht, lohnt es sich immer genau auf die zus\u00e4tzlichen Optionen zu achten. Rein gef\u00fchlsm\u00e4\u00dfig stehe ich allen neuen Zwittersiegpunktkarten skeptisch entgegen: Denn bestimmt haben der Autor und die Spieletester den Wert aller Karten genau austariert. Der Siegpunktwert jeder Karte ist in der Karte eingepreist. Zu fr\u00fch gekauft bedeutet dies unweigerlich unn\u00f6tigen Ballast. Gegen Spielende z\u00e4hlen hingegen nur Siegpunkte, und Extrafunktionen werden ziemlich egal. Kombiniert mit anderen Aktionskarten wie dem Sp\u00e4her \u00e4ndert sich das Bild nat\u00fcrlich. Bibliotheken werden durch sie aber etwas entwertet. Bei Spielen mit Tribut oder B\u00fcrokraten ist doppelte Vorsicht angesagt.<\/p>\n<ul>\n<li><strong><u>Gro\u00dfe Hallen<\/u><\/strong> st\u00f6ren nicht, bringen aber auch nichts. Kurz vor dem Endspurt sind sie die besseren Anwesen. Klar, beim Spiel mit <strong>Eisenh\u00fctten<\/strong> sind sie hei\u00df begehrt, denn mit ihnen bescheren sie eine Extrakarte und eine zus\u00e4tzliche Aktion.<\/li>\n<li>Die Flexibilit\u00e4t von <strong><u>Adligen<\/u><\/strong> machen sie zu einer echten Goldalternative. Zwei Extraaktionen oder drei <strong>Karten<\/strong> lassen sich aber billiger mit einem Armenhaus oder einer <strong>Schmiede<\/strong> erreichen. Ein <strong>Adliger<\/strong> macht noch keinen Hofstaat. In gr\u00f6\u00dferen Mengen oder zusammen mit einem <strong>Lakaien<\/strong> bringen sie aber jeden Kartenstapel auf Trab. In der ersten Spielh\u00e4lfte bevorzuge ich aber meistens <strong>Gold<\/strong>, im Endspiel sind <strong>Herzogt\u00fcmer<\/strong> billiger und wertvoller.<\/li>\n<li>Der <strong><u>Harem<\/u><\/strong> lohnt sich eigentlich nur wenn auch Sp\u00e4her mitspielen oder wenn im letzten Spieldrittel noch nicht absehbar ist, ob weiteres Mischen noch bevorsteht. Sehr lustig ist es nat\u00fcrlich, zum Beispiel einen Adeligen, einen <strong>Thronsaal, Br\u00fccke<\/strong> und eine <strong>Eisenh\u00fctte<\/strong> zu spielen, um zwei Harems umsonst zu bekommen. Auf die gleiche Weise gelingt mir auch leicht ein Lottogewinn.<\/li>\n<li>Im <strong><u>Herzog<\/u><\/strong> schlummert hingegen ein gro\u00dfes Siegpunktpotenzial. Nur ist er verdammt teuer. Wem immer es gelingt, sich gr\u00f6\u00dfere Mengen 5-er Karten zu leisten, sollte erst 4 Herzogt\u00fcmer erwerben und dann abwechselnd Herzog &#8211; Herzogtum kaufen. Im Extremfall sind damit [math] 12 \\times ( 3 + 12 ) = 180[\/math] Siegpunkte zu erreichen. <strong>Provinzen<\/strong> und <strong>G\u00e4rten<\/strong> k\u00f6nnen dann getrost ignoriert werden. In schnellen Spielen sind <strong>Herz\u00f6ge<\/strong> aber zu teuer.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Intrigante Attacken und Verteidigungen<\/h2>\n<p>Ich muss mich wiederholen: W\u00e4hrend ich Anf\u00e4ngern von Angriffskarten zun\u00e4chst abrate, werden sie mit steigender Spielerfahrung immer wichtiger. Dabei lohnt es sich nicht, wahllos Angriffskarten zu kaufen.<\/p>\n<ul>\n<li>Die <strong><u>Geheimkammer<\/u><\/strong> scheint zun\u00e4chst sehr geheimnisvoll. Sie kann aber ungemein n\u00fctzlich sein. Anders als der etwas langweilige <strong>Burggraben<\/strong> negiert sie zwar keinen Angriff, schafft daf\u00fcr aber M\u00f6glichkeiten, das aktuelle und oder n\u00e4chste Blatt sogar zu verbessern. Auch sie nutzt eigentlich nur in sehr d\u00fcnnen Kartendecks. Mit ihrer Zweitfunktion kann sie zusammen mit G\u00e4rten zu Hochform auflaufen (ok, nur aus Sicht der norddeutschen Tiefebene).<\/li>\n<li>Die <strong><u>Maskerade<\/u><\/strong> ist offiziell gar keine Angriffskarte. Doch mit ihr kann einiger Unfug getrieben werden. Nicht nur <strong>Fl\u00fcche, Kupfer<\/strong> und <strong>Anwesen<\/strong> lassen sich zwecks Deckverdreckung weiterschieben. Lustig wird es auch, wenn sie mit einer <strong>Miliz<\/strong> kombiniert wird, um die Chance auf den Erhalt einer guten Karte zu erh\u00f6hen. Gegen den <strong>Kerkermeister<\/strong> wirkt sie als Verteidigung.<\/li>\n<li>Wenn ich ihn schon erw\u00e4hne: der <strong><u>Kerkermeister<\/u><\/strong> ist eine <strong>Hexe<\/strong> f\u00fcr Arme. Wie ich schmerzlich lernen durfte, sollte er vermieden werden, wenn er zusammen mit <strong>Hexen<\/strong> zur Auswahl steht. Denn die Hexe verteilt ihre Fl\u00fcche einfach effektiver &#8211; und sind diese erst einmal verteilt, wird der Kerkermeister zum Schmied.<br \/>\n<strong>Bibliotheken<\/strong> werden von <strong>Kerkermeister<\/strong> nat\u00fcrlich auch weiter aufgewertet. Bisher scheint er sein Geld nicht wert zu sein.<\/li>\n<li>Der <strong><u>Lakai<\/u><\/strong> allein bringt wenig. Entweder wirkt er wie ein Silber oder reduziert effektiv die Kartenhand der Mitspieler um eins. M\u00e4chtig wird er aber in Kombinationsz\u00fcgen, wenn die eigenen Kartenhand schon stark reduziert ist &#8211; oder wenn man wei\u00df, dass der Stapel noch gute Karten bereith\u00e4lt. Daf\u00fcr kann ein <strong>Sp\u00e4her<\/strong> sehr hilfreich sein. Der <strong>Lakai<\/strong> ist nat\u00fcrlich auch eine gute Verteidigung gegen <strong>Milizen<\/strong> und <strong>Kerkermeister<\/strong>. Nett ist es auch, erst <strong>Adelige<\/strong>, <strong>Jahrm\u00e4rkte<\/strong> und \u00e4hnliches zu spielen und dann mit dem <strong>Lakai<\/strong> quasi einen zweiten Zug zu beginnen.<\/li>\n<li>Der <strong><u>Saboteur<\/u><\/strong> ist sicherlich verdammt fies. Daf\u00fcr bringt er gar nichts. Dicke, dreckige Allerweltsdecks mit viel Silber und \u00e4hnlichem sind eine gute Verteidigung gegen ihn. D\u00fcnne, hochoptimierte Decks kann er hingegen ziemlich gut zerschlagen. Mit ihm wird auch der Spion ein weiteres mal aufgewertet (&#8230; ich bin heute so gro\u00dfm\u00fctig, lasse dein <strong>Gold<\/strong> einfach mal auf dem Nachzugstapel liegen&#8230; oh &#8211; da habe ich doch noch einen <strong>Saboteur<\/strong> gefunden&#8230;)<\/li>\n<li>Der <u><strong>Trickser<\/strong><\/u> ist schlie\u00dflich eine meiner pers\u00f6nlichen Lieblingskarten. Auch er vertr\u00e4gt sich wunderbar mit Spionen. Gerade in den Anfangsz\u00fcgen kann man mit ihm durch <strong>Kupfer<\/strong> &#8211; <strong>Fluch<\/strong> Transformationen Mitspieler sch\u00f6n bremsen. Gef\u00e4hrlich wird er erst im Endspurt, wenn die Gefahr w\u00e4chst Provinzen in <strong>Provinzen<\/strong> tauschen zu m\u00fcssen. <strong>G\u00e4rten<\/strong> und <strong>Herz\u00f6ge<\/strong> kann er hingegen sehr sch\u00f6n degradieren. Allgemein gilt: erste Spielh\u00e4lfte: tausche Aktionen und Geld gegen Siegpunkte, zweite H\u00e4lfte: tausche Siegpunkte gegen Aktionen und Geld. Gern wird vergessen, dass der <strong>Trickser<\/strong> auch eine Karte desselben Stapels wieder zuteilen darf.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eigentlich ist es etwas m\u00fc\u00dfig, weiter die einzelnen Karten von Dominion zu analysieren. Wer immer sich intensiver mit Die Intrige\u00a0auseinandersetzt, wird schon ein erfahrener Dominion-Spieler sein. Die meisten meiner Gedanken zu den einzelnen Karten werden ihm offensichtlich erscheinen. Mittlerweile gibt es sogar einen hoch spezialisierten Dominionblog (mit Forum). 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