{"id":4218,"date":"2009-11-04T21:00:29","date_gmt":"2009-11-04T20:00:29","guid":{"rendered":"https:\/\/das-spielen.de\/?p=4218"},"modified":"2025-09-07T11:26:56","modified_gmt":"2025-09-07T09:26:56","slug":"spiel-09-nachlese","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/das-spielen.de\/index.php\/spiel-09-nachlese\/","title":{"rendered":"Spiel &#8217;09: Nachlese"},"content":{"rendered":"<p>Wohltuend ersch\u00f6pft fuhren wir auch dieses Jahr nach dem Ende der Spieletage direkt in den wohlverdienten Spieleurlaub. Dieses Jahr ging die Reise in die Fr\u00e4nkische Schweiz. Dort mieteten wir uns in der kleinen Burg &#8222;<a title=\"Burg Plankenfels\" href=\"http:\/\/www.schloss-plankenfels.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Schloss Plankenfels<\/a>&#8220; im gleichnamigen Ort ein. Kleine Ausfl\u00fcge und Wanderungen, z\u00fcnftige Brotzeiten sowie lokales Bier unterbrachen nur hin und wieder die konzentrierte Spielatmosph\u00e4re.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend unserer spielerischen Nachlese zu Essen erspielten wir uns einige weitere Eindr\u00fccke. Dabei war das Sortiment des neuen Jahrgangs noch l\u00e4ngst nicht komplett. Zumindest konnten wir insbesondere die in den Ranglisten weit vorn platzierten Spiele Dungeon Lords und Carson City testen.<br \/>\n<!--more--><br \/>\n<strong>Dungeon Lords<\/strong> erinnerte uns an alte Dungeon Keeper Zeiten am Computer. Der aufs Brett gezauberte Spielmechanismus \u00fcberzeugte uns. In mehreren Runden bereiten sich die Spieler auf den Angriff der Helden vor. Gew\u00fcrzt mit einer Menge pfiffiger Ideen f\u00fchlten wir uns tief ins Verlies versetzt und fieberten dem Ansturm der Abenteurer entgegen. Unser Fazit: Zu Recht schaffte es Dungeon Lords in die oberen R\u00e4nge der Umfragen von Fairplay und Boardgamegeek!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"Spielen in Bayern\" src=\"https:\/\/das-spielen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/spieleninbayern.jpg\" alt=\"Bild von Spielen in Bayern\" \/><\/p>\n<p>Auch auf <strong>Carson City<\/strong> waren wir gespannt &#8211; auf der Messe war einiges Gutes \u00fcber das Spiel zu h\u00f6ren und im Laufe des Sonntags vermeldete der Verlag QWG: Ausverkauft! Der Einsetzmechanismus erinnert entfernt an Caylus. Die auf dem Hauptspielplan entstehende Westernstadt entwickelt sich durch immer mehr Geb\u00e4ude nach und nach und erlaubt immer lukrativere Einnahmen. Wesentlicher Unterschied zu Caylus: Umk\u00e4mpfte Positionen auf der Einsetzleiste oder dem Spielplan k\u00f6nnen per Duell strittig gemacht werden! Hieran kn\u00fcpft allerdings unser leiser Kritikpunkt am ansonsten atmosph\u00e4risch und thematisch umgesetzten Spiel: Wer sich bereits durch die Ansammlung vieler Pistolen stark gemacht hat, ist kaum noch angreifbar. Agressives Spiel zahlt sich aus. Wer dabei aus der R\u00f6hre guckt, verliert schnell den Spa\u00df.<\/p>\n<p>Von den Spielen <strong>Filipino Fruit Market<\/strong> und <strong>Funkenschlag &#8211; Fabrikmanager<\/strong> berichteten wir schon am Donnerstag bzw. Samstag. Beide spielten wir erneut, und beide \u00fcberzeugten nochmals. Das Spiel von Friedemann Friese bietet vor allem den reizvollen &#8222;Roll&#8220;-Mechanismus, durch den die Spieler reihum entscheiden, welche Maschinen sie \u00fcberhaupt ins Angebot der laufenden Runde bringen. Beim Kartenspiel aus dem Bambus Spieleverlag lernten wir die zweite Variante &#8222;Bastos&#8220; kennen, in der die verschiedenen Kartenfarben erst w\u00e4hrend einer Runde ihren Wert erhalten. Bei der Abrechnung z\u00e4hlen alle Karten der gewonnenen Stiche mit diesen Punktzahlen. Unser Fazit ist unver\u00e4ndert: Ungew\u00f6hnliche Stichspiele, die zum Erkunden einladen!<\/p>\n<p>Zwei weitere Vertreter der komplexen Spiele schafften es in unseren Stapel der Urlaubsfavoriten: In der ersten Partie <strong>Last Train to Wensleydale<\/strong> erzielten wir sicherlich noch nicht die optimale Balance aus Transport und Investition &#8211; und auch der Zeitpunkt zur Verstaatlichung eines Streckenabschnitts erfordert die richtige Planung. Ganz klar: Weiterer K\u00e4se will abgeholt werden. Zum Gl\u00fcck stehen uns auch einige Spieletermine an Wochenenden bevor! In Dirk Henns neuem Spiel <strong>Colonia<\/strong> erwerben die Spieler als Vertreter reicher K\u00f6lner Familien Reliquien. In einer schl\u00fcssigen Abfolge entlang der sieben Wochentage werden Rohstoffe in Handelswaren umgewandelt, die wiederum verkauft und in deren Erl\u00f6s in die kirchlichen Preziosen umgesetzt werden. Besonders das Management der Ressource &#8222;Famillienmitglieder&#8220; zur Abwicklung der unterschiedlichen Aktionen will geschickt gew\u00e4hlt sein.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"Spiele in Bayern\" src=\"https:\/\/das-spielen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/spieleinbayern.JPG\" alt=\"Bild von Spiele in Bayern\" \/><\/p>\n<p>Der Argentum Verlag begeisterte uns mit <strong>Hansa Teutonica<\/strong>. Jeder Spieler setzt seine Schwerpunkt selbst: Schnell Verbindungen \u00fcber den Spielplan bauen? Oder zun\u00e4chst die eigenen F\u00e4higkeiten ausbauen, um etwa mehr Aktionen pro Zug oder bessere Einsatzm\u00f6glichkeiten zu erzielen? Obwohl es ein Spiel der Gattung &#8222;die Spieler sind reihum am Zug und geben Aktionspunkte aus&#8220; ist, kam es uns zu keinem Zeitpunkt lang vor. Viele Wege f\u00fchren zu Siegpunkten. Definitiv kein Spiel, das nach der ersten Partie vollst\u00e4ndig ausgelotet ist. Jenes zitierte Lot werden wir aber in den kommenden Wochen gerne weiter bem\u00fchen.<\/p>\n<p><strong>San Francisco Cable Car <\/strong>ist eigentlich eine Neuauflage. Als Metro war es im Jahr 2000 auf der Auswahlliste zum Spiel des Jahres. Mit runderneuerter Grafik und einer neuen Spielvariante hat es an Reiz nichts verloren &#8211; die neue Variante, in der die Spieler verdeckte Anteile an den Zugfarben erwerben, verleiht dem Spiel sogar eine neue W\u00fcrze. Womit das Stichwort f\u00fcr die zweite, aus unserer Sicht erfolgreiche Neuauflage gegeben w\u00e4re. <strong>\u00c3\u20ac la Carte<\/strong> erfordert die richtige Mischung an Gew\u00fcrzen, die passende Hitze und &#8211; im Fall des Cr\u00c3\u00aape &#8211; auch mal den richtigen Schwung aus dem Handgelenk. Im Bericht vom Mittwoch war bereits ein Foto enthalten, mittlerweile k\u00f6chelten und versalzten wir das eine oder andere Gericht mit gro\u00dfer Begeisterung. Es muss halt nicht immer Strategie sein!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"Empfehlungen aus Bayern\" src=\"https:\/\/das-spielen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/empfehlungausbayern.JPG\" alt=\"Bild von Empfehlungen aus Bayern\" \/><\/p>\n<p>Als dritte Neuauflage im Bunde schlugen wir bei <strong>Zero<\/strong> zu. Dieses kleine Kartenspielchen war bereits 1998 beim Verlag Berliner Spielkarten erh\u00e4ltlich. Zwar ist der Sammelmechanismus nicht wirklich neuartig, aber das Zusammenspiel aus der Wertung (neun Karten erg\u00e4nzen sich idealerweise zu einer Kombination mit f\u00fcnf gleichen Zahlen und f\u00fcnf gleichen Farben &#8211; wobei eine Karte logischerweise in beiden Kombinationen enthalten ist) und der Spannung beim Kartentausch (&#8222;Ist meine gew\u00fcnschte Karte noch im Angebot, wenn ich dran bin?!&#8220;) ergibt ein kurzweiliges und spielenswertes Vergn\u00fcgen. Mit <strong>Fzzzt! <\/strong>schaffte es ein weiteres knackiges Kartenspiel unter unsere Urlaubslieblinge. Der Bietmechanismus erlaubt den Einsatz von bis zu sechs Karten. Es gilt, die passenden Karten zu erwerben &#8211; doch die siegpunkttr\u00e4chtigen Karten sind nicht unbedingt diejenigen, die das Ersteigern erleichtern &#8230;<\/p>\n<p>Bereits in der englischen Ausgabe seit einigen Monaten spielbar ist <strong>Im Wandel der Zeiten &#8211; Das W\u00fcrfelspiel<\/strong>. Mit der deutschen Ausgabe gelangt es nun auch in unsere Sammlung. Zum Abschluss unserer Spieletage schlie\u00dflich zockten wir gerne ein Altbew\u00e4hrtes: <strong>Tichu <\/strong>oder <strong>Time&#8217;s Up!<\/strong> &#8211; zu letzterem bescherte uns die Messe die &#8222;Game Geek Edition&#8220;, in der Spieletitel oder -autoren zu erraten sind.<\/p>\n<p>Wer immer noch nicht genug \u00fcber die Spielemesse gelesen hat, dem sei abschlie\u00dfend noch der Bericht von Thomas Reh empfohlen: <a title=\"Messebericht auf: Spielen geht Immer\" href=\"http:\/\/spielblog.spielen-geht-immer.de\/2009\/10\/29\/nach-der-spiel-ist-vor-der-spiel\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">spielblog.spielen-geht-immer.de\/2009\/10\/29\/nach-der-spiel-ist-vor-der-spiel\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wohltuend ersch\u00f6pft fuhren wir auch dieses Jahr nach dem Ende der Spieletage direkt in den wohlverdienten Spieleurlaub. 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