{"id":4417,"date":"2009-12-06T18:47:34","date_gmt":"2009-12-06T17:47:34","guid":{"rendered":"https:\/\/das-spielen.de\/?p=4417"},"modified":"2009-12-24T17:06:20","modified_gmt":"2009-12-24T16:06:20","slug":"filipino-fruit-market","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/das-spielen.de\/index.php\/filipino-fruit-market\/","title":{"rendered":"Filipino Fruit Market"},"content":{"rendered":"<p>Karte &#8211; oder ein St\u00fcck Holz. Wer in Zockerkreisen mithalten will, kann auf dem Filipino Fruit Market schonmal \u00fcben. Ei der <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Daus_%28Spielkarte%29\" target=_blank title=\"Wikipedia \u00fcber den Daus\"><strong>Daus<\/strong><\/a>! Doch bevor es an weitere Kartenweisheiten geht, lernen die Spieler Kulinarisches. Ananas, Bananen und Mangos sind wohl weithin bekannt. Doch Durian und Lanzones? Das ist im Vergleich zu Kreuz, Pik, Herz und Karo dann doch etwas ungew\u00f6hnlich! <!--more--><\/p>\n<p>Eine Farbe ist Trumpf, alle weiteren Regeln sind versierten Stichspielern gel\u00e4ufig. Doch sind Stichspiele allen gel\u00e4ufig? Anscheinend nicht, denn bei Wizard und zuletzt w\u00e4hrend der Testpartien zu Filipino Fruit Market habe ich sie wiederholt erkl\u00e4ren m\u00fcssen. Also nochmal im Schnelldurchgang, denn ich m\u00f6chte ja keinen Leser vorzeitig abh\u00e4ngen &#8211; und die anderen nicht unn\u00f6tig langweilen. F\u00fcr einen Stich gibt reihum jeder Spieler eine Karte hinzu. Die zuerst ausgespielte Karte muss &#8222;bedient&#8220; werden, jede weitere Karte im Stich also dieselbe Farbe haben. Nur wer nicht bedienen kann, legt eine andere Karte hinzu oder spielt einen Trumpf aus. Der h\u00f6chste Trumpf oder die h\u00f6chste Karte der angespielten Farbe erh\u00e4lt den Stich. Der gl\u00fcckliche Gewinner darf den n\u00e4chsten Stich er\u00f6ffnen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"Filipino Fruit Market\" alt=\"Bild von Filipino Fruit Market\" src=\"https:\/\/das-spielen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/filipinofruitmarket.jpg\" \/><\/p>\n<p>So weit, so gut. Bei Filipino Fruit Market kommt eine weitere Regel hinzu. Denn hier gilt: Karte oder ein St\u00fcck Holz! F\u00fcr den Startspieler bedeutet das: Entweder er er\u00f6ffnet den Stich durch eine neue Karte. Oder er bewegt die Holzfigur, welche die aktuelle Trumpffarbe anzeigt. In diesen Stich wird er keine Karte mehr legen. Das erledigt dann der Nachbar f\u00fcr ihn. Sobald eine Karte angespielt &#8211; und damit die Farbe des Stiches bestimmt ist &#8211; gilt f\u00fcr alle folgenden Spieler: Karte oder ein St\u00fcck Holz! Der Esel l\u00e4sst sich nur vom Startspieler bewegen. Wer danach noch &#8222;Holz&#8220; w\u00e4hlt, schickt einen H\u00e4ndler zu Fu\u00df an den Obststand der ausgespielten Farbe.<\/p>\n<\/p>\n<p>Ach du gr\u00fcne Neune! Wozu das Ganze?! Ganz einfach: Jeder gewonnene Stich bringt am Ende der Runde zwei Pluspunkte. An jedem Obststand werden die Mehrheiten der H\u00e4ndler ausgewertet. Wer die meisten H\u00e4ndler versammelt, erh\u00e4lt f\u00fcnf Punkte. Die zweitmeisten H\u00e4ndler sind immerhin noch zwei Punkte wert. Die Runde endet, sobald ein Spieler keine Karten mehr hat. Das sind meist nur ein oder vielleicht zwei Spieler. Denn wer &#8222;Holz&#8220; spielt, wird im selben Stich keine Karte los! Und jede nicht losgewordene Karte z\u00e4hlt einen Minuspunkt.<\/p>\n<p>Holla die Waldfee! Das wirft so manche eingeschliffene Gewohnheit aus Stichspielen \u00fcber den Haufen. Denn wer etwa eine hohe Karte ausspielt, sollte sich nicht wundern, wenn die anderen lieber den Holzweg w\u00e4hlen. Denn auch wer mit seinem H\u00e4ndler &#8222;nur&#8220; zwei Punkte erzielt, kann den einen potenziellen Minuspunkt durch die nicht ausgespielte Karte wohl verkraften. Wer anspielt, gibt den Obststand vor, an dem die H\u00e4ndler aktiv werden. Eine interessante Steuerungsm\u00f6glichkeit! Und wer den Trumpf \u00e4ndert, hat fr\u00fchestens in der n\u00e4chsten Runde etwas davon. All diese kleinen Stellschr\u00e4ubchen lassen Filipino Fruit Market zu einem ungew\u00f6hnlichen Stichspiel werden.<\/p>\n<p>Ganz unerfahren sollten die Mitspieler allerdings nicht sein, um das Potenzial des &#8222;Holzes&#8220; gen\u00fcgend w\u00fcrdigen zu k\u00f6nnen. Dicke Punkte sind sowohl \u00fcber das Sammeln vieler Stiche drin als auch \u00fcber die Mehrheiten. Damit kann sich selbst eine Kartenhand mit kleinen Zahlenwerten zum Positiven entwickeln. Und wer von den philippinischen Fr\u00fcchten dann noch nicht genug hat, kann gleich noch eine zweite Variante spielen. Hier geht es nur noch um Karten.<br \/>\n<span id=\"wertung\"><img decoding=\"async\" title=\"1 von 3 Ananas\" alt=\"Bild von 1 von 3 Ananas\" src=\"https:\/\/das-spielen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/1v3ananas.jpg\" \/><em><a title=\"Zu den Pr\u00e4dikaten\" href=\"https:\/\/das-spielen.de\/index.php\/auszeichnungen\/\"><br \/>Pr\u00e4dikat<\/a>:<br \/>1 von 3 Ananas<\/em><\/span><br \/>\nDas Holz zeigt nunmehr nur noch die Wertigkeit der Farben an. Jede Karte in den eigenen, gewonnenen Stichen z\u00e4hlt entsprechend ihrer Farbe. Klar, dass man w\u00e4hrend der Runde daran schrauben und selbst gesammelte Farben auf- sowie andere Farben abwerten kann. Wir finden allerdings die &#8222;Karte oder Holz&#8220;-Variante eing\u00e4ngiger und haben vor allem diese getestet. Unser Fazit hierf\u00fcr: Eine klare Bereicherung des Genres der Stichspiele!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Karte &#8211; oder ein St\u00fcck Holz. 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