{"id":4789,"date":"2010-02-10T23:08:29","date_gmt":"2010-02-10T22:08:29","guid":{"rendered":"https:\/\/das-spielen.de\/?p=4789"},"modified":"2025-08-19T09:18:00","modified_gmt":"2025-08-19T07:18:00","slug":"ad-astra","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/das-spielen.de\/index.php\/ad-astra\/","title":{"rendered":"Ad Astra"},"content":{"rendered":"<p>Ein Griff zu den Sternen bedeutet \u00fcblicherweise, eingetretene Pfade mutig zu verlassen und etwas Neues zu wagen. Dies gelang in der Vergangenheit schon einigen Spielen, die innovative Ideen in Sternensystemen umsetzten, darunter etwa Space Dealer, Galaxy Trucker und [cref space-alert]. Kann Ad Astra daran ankn\u00fcpfen?<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Zun\u00e4chst erlebt der k\u00fcnftige Sternenfahrer bei Ad Astra allerdings das eine oder andere Deja-Vu. Das beginnt beim Sortieren der Karten. Sechs Rohstoff-Sorten, darunter Getreide und drei verschiedene Erze: Kleines Ger\u00f6ll, gro\u00dfer Klumpen, Goldbarren. Denn wer kann sich schon die offiziellen Namen &#8222;Xanthium&#8220;, &#8222;Yoyodium&#8220; und &#8222;Zozodium&#8220; merken? Im Sonnensystem besetzt jeder Spieler mit der von ihm verk\u00f6rperten Spezies einen Planeten mit einer Fabrik. Eine erste Rohstoffquelle ist damit bereits erschlossen. Selbst- oder Deja -vu-redend wirft jeder Planet genau eine Rohstoffsorte ab. Mit ihren Raumschiffen brechen die Spieler in benachbarte Planetensysteme auf, um dort neue Rohstoffquellen zu finden. Freilich werden die Ertr\u00e4ge umgesetzt in neue Niederlassungen in Form von Kolonien oder Fabriken, sowie in Raumschiffe oder das Terraforming.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"Ad Astra\" src=\"https:\/\/das-spielen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/AdAstra.jpg\" alt=\"Bild von Ad Astra\" \/><\/p>\n<p>Dass sich das Deja-Vu auf die Siedler von Catan oder auch deren Sternenfahrer-Version bezieht, hat bis hierher sicherlich jeder mitbekommen. Im Unterschied zum catanischen Universum werden bei Ad Astra Siegpunkte jedoch zu bestimmten Zeitpunkten vergeben. Bestimmte Bauwerke oder die Raumschiffe werden dann mit Punkten belohnt, oder letztere werden mit Rohstoffen erkauft. Werden auf diese Weise durch mindestens einen Spieler 50 oder mehr Punkte gesammelt, endet die Partie mit dem Sieg des punktbesten Spielers.<\/p>\n<p>Jede Runde wird durchgeplant: Reihum legt jeder eine Aktionskarte verdeckt auf den Platz f\u00fcr eine Spielphase. Sind alle Phase belegt, wird der Reihe nach aufgedeckt, und die jeweilige Aktion wird sofort ausgef\u00fchrt. Die Wahl lautet: Fr\u00fch oder sp\u00e4t agieren? Neben dem Ressourcenertrag &#8211; Kolonien und gelandete Raumschiffe werfen eine, Fabriken zwei Einheiten ab &#8211; und dem Flug in eines von zwei m\u00f6glichen Sternensystemen, Handel und Bauen z\u00e4hlen die Siegpunktertr\u00e4ge zu den m\u00f6glichen Aktionen. Bei jeder Karte hat der Besitzer einen kleinen Vorteil. Sei es, dass er aus zwei m\u00f6glichen Ressourcen ausw\u00e4hlen kann, welche produziert oder er beim Handel die einzige Person ist, mit der getauscht werden darf. Deja -Vu! Dieses Bonus-System l\u00e4sst einen Hauch von Race for the Galaxy anklingen.<\/p>\n<p>Bei den Siegpunktkarten schlie\u00dflich w\u00e4hlt der Kartenbesitzer eine von jeweils zwei Sparten aus, in denen gepunktet wird. Alle punkten, und der Spieler mit den meisten erhaltenen Punkten erh\u00e4lt einen Bonus. Damit ist der Fahrplan klar: In einer Punktekategorie ausbauen, bis die Mitspieler \u00fcbertroffen sind und dann so oft wie m\u00f6glich punkten und den Bonus einkassieren! Ein kleines Hindernis haben die Autoren dieser vermeintlich sicheren Strategie in den Weg gelegt: Erst m\u00fcssen alle drei unterschiedlichen Siegpunktkarten verwendet werden, bevor sie wieder im Dreierpack auf die Hand genommen und in der n\u00e4chsten Runde erneut eingesetzt werden d\u00fcrfen. Doch wer den passenden Vorsprung hat und ansonsten gut mitschwimmt, den st\u00f6ren solche Kleinigkeiten nicht.<\/p>\n<p>Unterschiedliche Herangehensweisen k\u00f6nnen gew\u00e4hlt werden. Sei es die Strategie, m\u00f6glichst schnell viele Raumschiffe zu bauen. Wer auf einem Erzplaneten beginnt, hat hierzu beste Voraussetzungen. Praktisch au\u00dferdem: Die Raumschiffe erwirtschaften nach ihrer Landung auch Ertr\u00e4ge. Gern zum Davonpreschen verwendet werden auch Terraforming-Spielsteine. Nicht ganz intuitiv d\u00fcrfen diese nur auf Nahrungs- und Wasserplaneten eingesetzt werden. Ein kleiner Hinweis auf der Spielhilfe f\u00fcr dieses Detail w\u00e4re nett gewesen. Denn au\u00dfer Siegpunkten und der Pr\u00e4senz auf einem Planeten f\u00fcr sp\u00e4tere Kolonialisierung bringt Terraforming nichts. Oder \u00fcber ein paar Sonderschichten in der Produktion von Ressourcen? Entweder gleiche oder unterschiedliche Ressourcen k\u00f6nnen gegen Abgabe in Siegpunkte umgesetzt werden. Der aktive Spieler entscheidet zuletzt, wie viele Karten er einsetzt. Der Bonus ist also f\u00fcr ihn in fest definierter Reichweite.<\/p>\n<p>Zu Beginn d\u00fcmpelt das Spiel vermeintlich vor sich hin. Besitzen zwei Spieler im Startaufbau Fabriken auf Planeten mit derselben Ressource, so erwischen sie einen guten Start. Denn wenn beide den Ressourcenertrag ausl\u00f6sen, erhalten sie jeweils doppelt so viel Nachschub in der ersten Runde wie die Mitspieler. Letztere sind entsprechend gut beraten, wenn sie schnell mit ihrem ersten Raumschiff in einem Sternensystem landen und hoffentlich einen Planeten mit der passenden Ressource finden. Sobald jedoch ein Spieler einen Vorsprung in einer der sechs verschiedenen Punktesparten wittert, beginnt das Sammeln von Siegpunkten. Um den Vorteil umsetzen zu k\u00f6nnen, muss er alle drei Siegpunktkarten spielen. Das Spiel nimmt dann Tempo auf &#8211; und schneller als gedacht ist die Partie vorbei!<\/p>\n<p>Vor lauter Deja -Vu sollte jedoch niemand ein zweites &#8222;Sternensiedler&#8220; erwarten. Wer einmal davonzieht, ist nur schwer einzuholen. Dazu stehen zu wenig M\u00f6glichkeiten zur Verf\u00fcgung, um sich gegenseitig zu beeinflussen oder gar den F\u00fchrenden gezielt zu bremsen. Jeder Planet kann nur von einem Spieler genutzt werden, der hier nur freiwillig wieder abhebt oder sich durch den Bau einer Niederlassung bis zum SpielEn.de niederl\u00e4sst.<br \/>\n<span id=\"wertung\"><img decoding=\"async\" title=\"1 von 3 Sonnen\" src=\"https:\/\/das-spielen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/1v3Sonnen.jpg\" alt=\"Bild von 1 von 3 Sonnen\" \/><em><a title=\"Zu den Pr\u00e4dikaten\" href=\"https:\/\/das-spielen.de\/index.php\/auszeichnungen\/\"><br \/>\nPr\u00e4dikat<\/a>:<br \/>\n1 von 3 Sonnen<\/em><\/span><br \/>\nAls weitere Blockadem\u00f6glichkeit bleibt vielleicht noch der Handel. Doch was hilft eine Verweigerung schon: Im Verh\u00e4ltnis 2:1 darf der aktive Spieler immer tauschen. Was nebenbei bemerkt bestenfalls zu einzelnen Handelsabschl\u00fcssen f\u00fchrt, in denen genau eine Ressourcenkarte mit genau einer anderen bezahlt wird. Ein sch\u00f6nes Aufbaugef\u00fchl entwickelt sich nicht, eher der Druck, sich schnell entwickeln zu m\u00fcssen, um beim Rennen um den stabilsten Vorsprung die Nase vorn zu haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Griff zu den Sternen bedeutet \u00fcblicherweise, eingetretene Pfade mutig zu verlassen und etwas Neues zu wagen. Dies gelang in der Vergangenheit schon einigen Spielen, die innovative Ideen in Sternensystemen umsetzten, darunter etwa Space Dealer, Galaxy Trucker und [cref space-alert]. 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