{"id":559,"date":"2008-10-19T10:24:37","date_gmt":"2008-10-19T08:24:37","guid":{"rendered":"https:\/\/das-spielen.de\/?p=559"},"modified":"2025-09-17T08:57:43","modified_gmt":"2025-09-17T06:57:43","slug":"spiel-08-vier-amigo-neuheiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/das-spielen.de\/index.php\/spiel-08-vier-amigo-neuheiten\/","title":{"rendered":"Spiel &#8217;08: Vier Amigo-Neuheiten"},"content":{"rendered":"<p>Bereits seit September &#8211; und somit einige Wochen vor der Essener Messe &#8211; sind bereits die Neuheiten von Amigo erh\u00e4ltlich. Vier der Spiele konnten wir probespielen:<\/p>\n<p><a title=\"Zur Beschreibung von Herr der Ziegen\" href=\"https:\/\/das-spielen.de\/index.php\/spiele\/spiel-08-vier-amigo-neuheiten\/#ziegen\"><strong>Herr der Ziegen <\/strong><\/a>von G\u00fcnter Burkhardt f\u00fcr 2-5 Spieler.<\/p>\n<p><a title=\"Zur Beschreibung von Poisn\" href=\"https:\/\/das-spielen.de\/index.php\/spiele\/spiel-08-vier-amigo-neuheiten\/#poison\"><strong>Poison<\/strong><\/a> von Reiner Knizia f\u00fcr 3-6 Spieler.<\/p>\n<p><a title=\"Zur Beschreibung von Byzanz\" href=\"https:\/\/das-spielen.de\/index.php\/spiele\/spiel-08-vier-amigo-neuheiten\/#byzanz\"><strong>Byzanz<\/strong><\/a> von Emanuele Ornella f\u00fcr 3-6 Spieler.<\/p>\n<p><a title=\"Zur Beschreibung von Tenakee\" href=\"https:\/\/das-spielen.de\/index.php\/spiele\/spiel-08-vier-amigo-neuheiten\/#tenakee\"><strong>Tenakee<\/strong><\/a> von Michael Feldk\u00f6tter f\u00fcr 3-5 Spieler.<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p>Ebenfalls im Herbstprogramm des Verlags\u00a0sind die Neuauflage\u00a0von <strong>Privacy<\/strong> mit dem \u00fcberaus wiedererkennungstr\u00e4chtigen Namen <strong>Privacy 2<\/strong>, sowie das Wissensspiel <strong>Stefan Marquards K\u00fcchenlatein<\/strong> mit Fragen &#8222;rund ums Kochen&#8220;.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"amigo\" src=\"https:\/\/das-spielen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/amigo.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><a name=\"ziegen\"><\/a><strong>Herr der Ziegen<\/strong> Ziegen sind ein munteres V\u00f6lkchen. Sie tun es Bohnen gleich und werden zu kleinen Napoleons, schwingen sich in den Wilden Westen oder geben sich prinzessinnenhaft &#8211; oder treiben allerlei anderen Schabernack.\u00a0Diese Ziegen wollen gesammelt und auf der Weide zusammengetrieben werden.<\/p>\n<p>Motor sind die Ziegenkarten, die folgenden Zyklus durchlaufen: Zwei von ihnen hat jeder zu Beginn auf der Hand. Das Spielfeld besteht aus einem Raster von 7 mal 7 (zu zweit 6 mal 6) offenen Karten. In diesem Raster sind ein paar Pl\u00e4tze durch die St\u00e4lle der Spieler ersetzt. Jeder Spieler startet bei seinem Stall und beginnt dort mit dem Rundlauf seiner gro\u00dfen Ziegenfigur. Durch Ausspielen einer Handkarte wird diese Ziege bewegt. Die Zahl auf der Karte gibt vor, wie weit es geht. Aus der Zielreihe sucht sich der Spieler eine Karte aus und erg\u00e4nzt damit seine Handkarten wieder auf zwei, im Spielfeld wird eine Karte vom verdeckten Stapel nachgelegt.<\/p>\n<p>Das Spiel endet, sobald der Stapel aufgebraucht wurde und ein Spieler in der gew\u00fcnschten Reihe keine Karte mehr aufnehmen kann.<\/p>\n<p>Die ausgespielten Karten bilden eine Auslage. F\u00fcr jede der mannigfaltigen Ziegenarten wird damit jeweils eine Mehrheitenwertung erm\u00f6glicht. F\u00fcnf Ziegen jeder Art gibt es, und zwar mit den Werten 1 bis 5. Wer 8 oder mehr Punkte derselben Art auslegen kann, erh\u00e4lt die Mehrheit direkt. Schafft dies keiner, findet die Wertung bei der vierten ausgespielten Karte statt und belohnt den Spieler, der die meisten Punkte dieser Art versammeln kann. Was gibt es zu gewinnen: Die auf dem Spielfeld verbliebenen Ziegen dieser Art d\u00fcrfen mit kleinen Ziegen markiert werden und punkten am Spielende. \u00dcberdies sind diese Karten nun besetzt und k\u00f6nnen nicht mehr aufgenommen werden. Mittels der Karten mit Milch-Cocktails k\u00f6nnen abseits der Ziegenarten ein paar Zusatzpunkte gesammelt werden. Die zweite Sorte Sonderkarten bilden die Hunde. Wer diese spielt, darf zwei Ziegenkarten auf dem Feld tauschen. Weshalb sollte dies interessant sein? Der Trick: Alle markierten Ziegenkarten, die direkt oder \u00fcber eine Kette von Ziegenkarten mit dem eigenen Stall zusammenh\u00e4ngen, z\u00e4hlen doppelt.<\/p>\n<p>Das h\u00f6rt sich (trotz Milch-Cocktails) etwas trocken an und spielt sich recht abstrakt und spr\u00f6de. Nach und nach bieten sich jedoch einige Anhaltspunkte. Die meisten Punkte einer Ziegenart erh\u00e4lt man, wenn es gelingt 8 Punkte zu erzielen und die verbleibenden 7 Punkte auf dem Spielfeld zu besetzen &#8211; und m\u00f6glichst durch Stalln\u00e4he weitere Punkte zu sammeln. Diese einigerma\u00dfen offensichtliche Taktik br\u00fcllt nat\u00fcrlich danach, anderen Spielern die f\u00fcr Mehrheiten ben\u00f6tigten Ziegen vor der Nase wegzuschnappen. Doch kann dies zu Lasten der eigenen Punkte gehen. Die Kettenbildung von Mitspielern kann dadurch unterbunden werden, dass man selbst Karten\u00c2 in direkter Nachbarschaft fremder St\u00e4lle besetzt. Ein ordentlicher \u00c4rgerfaktor spielt mit! Ich bin hin- und hergerissen. Die verschiedenen Elemente\u00c2 mit der\u00c2 Bewegung und Planung von m\u00f6glichen Folgez\u00fcgen, Mehrheitenbildungen, Einsatz von Hunden f\u00fcr die doppelten Punkte, geschicktes Hineinfunken in die Pl\u00e4ne der Mitspieler gefallen mir durchaus. Dagegen steht ein gewisser Gl\u00fccksfaktor beim Nachlegen der Ziegenkarten, sowie der Auswahl von &#8222;nur&#8220; zwei Karten f\u00fcr den n\u00e4chsten Zug, was im Spiel mit mehr Spielern zu gr\u00f6\u00dferen Unw\u00e4gsamkeiten und weniger Planbarkeit f\u00fchrt.<\/p>\n<p><a name=\"poison\"><\/a><strong>Poison<\/strong> Tr\u00e4nke in drei verschiedenen Farben werden in drei Kesseln gebraut. Daf\u00fcr gibt es farblich passende Karten in den Werten 1 bis 7, wobei die 3 und die 6 niemals vorkommen. Reihum legt jeder eine Karte in den farblich zugeh\u00f6rigen Kessel ab. \u00dcberschreitet dabei der Gesamtwert der Karten den Wert 13, m\u00fcssen alle vorher im Kessel liegenden Karten genommen werden. Die ausgespielte Karte bildet den neuen Grundstock. Gemein sind die Gifte: Sie z\u00e4hlen als Joker des Wertes 4 und k\u00f6nnen in alle drei Kessel gelegt werden. Nachdem alle Karten ihren Weg in die Kessel gefunden haben, wird ausgez\u00e4hlt. Alle Giftkarten z\u00e4hlen pauschal zwei Minuspunkte. Alle anderen Karten schlagen mit einem Minuspunkt zu Buche. Au\u00dfer &#8211; Achtung, mit Clou! &#8211; man hat in einer Farbe mehr Karten gesammelt als jeder andere. Genau dann z\u00e4hlen alle Karten dieser Farben keine Minuspunkte.<\/p>\n<p>Unsere erste Partie <strong>Poison <\/strong>fand zu dritt statt. Kein guter Start. Nicht nur, dass in jeder Runde einige Karten verdeckt aussortiert werden &#8211; was das Mitz\u00e4hlen ad absurdum f\u00fchrt. Meist erlangte jeder Spieler in genau einer Farbe die Mehrheit. Das erschien uns zu symmetrisch.<\/p>\n<p>Doch vermutlich haben wir in dieser ersten Partie einfach nicht fies genug gespielt. Anhand der eigenen Karten sieht man oft genug recht deutlich, in welcher Farbe man wohl fr\u00fcher oder sp\u00e4ter in den sauren Kessel bei\u00dfen muss. Hier wird man scharf auf die Mehrheit sein.\u00c2\u00a0Doch\u00c2\u00a0daf\u00fcr muss\u00c2\u00a0man ja nicht gleich <em>alle <\/em>Karten dieser Farbe sammeln &#8230;\u00c2\u00a0Denn alles, was \u00fcber eine hauchd\u00fcnne Mehrheit hinausgeht, macht sich besser als Minuspunkte bei den Gegnern. In Folgepartien zu viert konnten wir wesentlich effektiver gegeneinander spielen und uns munter Minuspunkte zuschanzen.<\/p>\n<p><a name=\"byzanz\"><\/a><strong>Byzanz<\/strong> Auf den M\u00e4rkten werden Warenkarten mit den Werten 1 bis 4 versteigert. Je mehr Spieler in dieser Runde dabei sind, desto gr\u00f6\u00dfer ist das angebotene Kartenpaket. Geboten wird mit den Warenkarten, die man auf der Hand h\u00e4lt. Es ist also gut abzuw\u00e4gen, welche Warenkarten man abgibt, und welche man im Austausch erh\u00e4lt. Eine Karte aus dem Angebot, sowie alle f\u00fcr das Gebot eingesetzten Karten wandern in der Markt. Wer ein Paket ersteigert, bietet f\u00fcr den Rest der Runde nicht mehr mit. Schlie\u00dflich erh\u00e4lt ein Spieler sein Paket kostenlos &#8211; daf\u00fcr ist der Ertrag aber eben klein. Nun wird der angesammelte Markt verteilt. Hier darf der zuletzt verpaketete Spieler zuerst zugreifen und alle Karten einer Farbe ausw\u00e4hlen. Zuletzt hat der Spieler die Wahl, der das gr\u00f6\u00dfte Paket ersteigert hatte.<\/p>\n<p>Ziel des Ganzen: Waren werden in Siegpunkte umgesetzt, indem man drei gleichfarbige Karten ablegt. Den h\u00f6chsten Wert aus diesem Trio beh\u00e4lt man als Siegpunkte. Dass die Kombination 4-1-1 damit am lukrativsten ist, leuchtet sofort ein. Hilfreich sind die H\u00e4ndler. Ihr Bietwert ist Null, doch sie funktionieren als Joker und k\u00f6nnen Kartendrillinge flexibel komplettieren. Noch schicker ist es jedoch, drei H\u00e4ndler zu werten, denn in diesem Fall erzielt man f\u00fcnf Siegpunkte. Wer sofort viel eintauscht, kann nicht mehr hoch mitbieten. Und so wird meist erst dann eingetauscht, wenn das Handkartenlimit von sieben Karten gesprengt wurde.<\/p>\n<p>Zwei Partien <strong>Byzanz <\/strong>konnten wir bisher spielen, beide fanden in der Besetzung zu viert statt. Der Tenor war in beiden Spielen \u00e4hnlich: Unter den drei in diesem Artikel vorgestellten Kartenspielen ist es das anspruchsvollste. Wann lohnt es, hoch zu\u00c2\u00a0bieten, wann kann man auf Kartengl\u00fcck spekulieren? In jeder Runde kann die Situation anders aussehen. Mal ist das gro\u00dfe Paket zu Beginn der Runde so interessant, dass man damit hoch punkten kann. Da schmerzt es wenig, bei der sp\u00e4teren Verteilung der abgegebenen Karten hinten zu sitzen. Ein anderes Mal ist derjenige am gl\u00fccklichsten, der das letzte Paket erh\u00e4lt, denn vielleicht hat sich bereits ein ansehnliches Angebot am Markt versammelt. Ganz \u00e4rgerlich ist es \u00fcbrigens, nach der letzten Runde mit vielen unterschiedlichen Karten zu verbleiben. Dann hat man n\u00e4mlich mindestens eine Wertung verschenkt. Die Ergebnisse waren \u00fcbrigens in unseren Partien denkbar knapp und lagen nur um wenige Punkte auseinander. Da wird es interessant sein, in den weiteren Testrunden mal einen sch\u00e4rferen Blick auf das Verh\u00e4ltnis von Gl\u00fcck zu Einfluss zu werfen.<\/p>\n<p><a name=\"tenakee\"><\/a><strong>Tenakee<\/strong> Lauter Totemkarten werden unter den Spielern aufgeteilt. Jeder erh\u00e4lt \u00fcberdies dieselbe Anzahl an Totemspitzen, Krieger- und Squawkarten. Jeder Spieler entscheidet sich pro Durchgang f\u00fcr drei Karten. Diese werden reihum ausgespielt und an die drei gemeinsamen Totempf\u00e4hle angelegt. Die Totemkarten erh\u00f6hen den Wert der Pf\u00e4hle, die Spitzen f\u00fchren zur Wertung. Wer mit einer Punktzahl zufrieden ist, legt die Spitze und nimmt alle Karten zu sich. Krieger werden als Blockade eingesetzt.\u00c2\u00a0Nur wer eine Squaw zur Hand hat, kann mit ihr noch anlegen. Auch die Squaw schlie\u00dft einen Pfahl ab &#8211; aber nur einen mit Krieger! &#8211; und wertet ihn. An Stelle eines gewerteten Pfahls wird ein neuer begonnen.<\/p>\n<p>Bei diesem Spiel gilt es einzusch\u00e4tzen: Wann lohnt es sich, auf Wertung zu spielen? Hierzu muss man zuvor eine Pfahlspitze unter die drei Karten der n\u00e4chsten Runde nehmen. Hoffentlich kommt einem niemand zuvor! Wann schafft man es, mit der Squaw zu werten? Hierzu muss zuvor ein Krieger gespielt werden. Ansonsten treffen sich mal kleine, mal gro\u00dfe Totemkarten und lassen die Pfahlwerte unterschiedlich schnell ansteigen. Drei Karten pro Runde erlauben keine sehr elaborierte Planung, und so lebt das Spiel bestenfalls von \u00dcberraschungsmomenten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bereits seit September &#8211; und somit einige Wochen vor der Essener Messe &#8211; sind bereits die Neuheiten von Amigo erh\u00e4ltlich. Vier der Spiele konnten wir probespielen: Herr der Ziegen von G\u00fcnter Burkhardt f\u00fcr 2-5 Spieler. Poison von Reiner Knizia f\u00fcr 3-6 Spieler. Byzanz von Emanuele Ornella f\u00fcr 3-6 Spieler. 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