{"id":6213,"date":"2010-09-26T09:08:58","date_gmt":"2010-09-26T07:08:58","guid":{"rendered":"https:\/\/das-spielen.de\/?p=6213"},"modified":"2010-09-26T09:08:58","modified_gmt":"2010-09-26T07:08:58","slug":"11-nimmt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/das-spielen.de\/index.php\/11-nimmt\/","title":{"rendered":"11 nimmt!"},"content":{"rendered":"<p>Kinder aus Familien mit erfolgreichen Eltern haben es schwer. Das Erbe von 6 nimmt! anzutreten ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Wie gelingt es, den Mittelweg zwischen N\u00e4he zum Original und somit Wiedererkennungseffekt und eigenst\u00e4ndigem Spiel zu beschreiten?<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Viele Leute sagen nicht &#8222;6 nimmt!&#8220; zu 6 nimmt. F\u00fcr sie ist es das &#8222;Hornochsen-Spiel&#8220;. Und so scheint wohl eine Voraussetzung an den Nachfolger festzustehen: Hornochsen m\u00fcssen her! Folgerichtig geht es auch beim Nachfolger 11 nimmt! um die Vermeidung von Minuspunkten, die in Form dieser Paarhufer in gef\u00fchlt immer viel zu gro\u00dfen Herden zu den Spielern getrabt kommen.<\/p>\n<p>\n<img class=\"left\" title=\"11 Nimmt!\"alt=\"Bild von 11 Nimmt!\"src=\"https:\/\/das-spielen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/ElfNimmt2.jpg\"\/><br \/>\nMit diesem bekannten Element lassen sich andere Neuerungen schonmal viel toleranter akzeptieren. Denn gespielt wird nicht etwa gleichzeitg, sondern brav reihum. Wer an der Reihe ist, legt eine Karte ab. Diese darf nur einen maximal 10 Punkte h\u00f6heren Wert besitzen als die oben liegende Karte des Stapels. Beim Wert 100 wird \u00fcbrigens einfach bei 1 weitergez\u00e4hlt. Wer nur h\u00f6here Karten hat, darf ausrufen: 11 nimmt! Dieser Spieler muss nun einen Stapel an Karten auf die Hand nehmen. Und da es darum geht, seine Handkarten loszuwerden, scheint dies wenig zielf\u00fchrend f\u00fcr das Spiel um den Sieg zu sein.<\/p>\n<p>Doch Wolfgang Kramer hat sich den entscheidenden Kniff hierzu ausgedacht: Wer einen Stapel mit mindestens drei Karten nimmt, erh\u00e4lt zus\u00e4tzlich eine Ochsenkarte. Diese erlaubt in sp\u00e4teren Z\u00fcgen das Ablegen von mehreren Karten &#8211; solange die Differenz von 10 zur obersten Stapelkarte nicht \u00fcberschritten wird. Wer mehrere Ochsen auf diese Weise sammelt, darf im eigenen Zug sogar auf entsprechend viele Stapel seine Karten ablegen. Auf diese Weise l\u00e4sst sich die Kartenhand wom\u00f6glich mit Windeseile reduzieren!<\/p>\n<p>In den ersten Z\u00fcgen bleibt meist nicht viel Wahl. Wer eine Karte ablegen kann, wird dies meist tun. Vielleicht versucht man noch, die Differenz m\u00f6glichst gro\u00df zu w\u00e4hlen &#8211; wer sp\u00e4ter diesen Stapel aufnehmen muss, wird dann wenig Nutzen von Ochsen haben. Wer mitz\u00e4hlt, hat im \u00dcberblick, welche Kartenstapel bereits einen Ochsen einbringen. Da kann es sich auch schonmal lohnen, einen Stapel zu nehmen, obwohl man eigentlich regul\u00e4r ablegen k\u00f6nnte. Denn wer will schon dem Nachfolger dieselbe Chance lassen?<\/p>\n<p>Spannung kommt vor allem gegen Ende einer Runde auf: Schaffe ich es noch, besonders (minus-)punktetr\u00e4chtige Karten loszuwerden? Genau wie bei 6 nimmt! gibt es unterschiedliche Wertigkeiten unter dem Hornvieh. Kommt mir ein Spieler zuvor und zerst\u00f6rt wom\u00f6glich meine einzige Ablagem\u00f6glichkeit? Ein Qu\u00e4ntchen Gl\u00fcck ist auch dabei. Wenn ein Stapel genommen wird, entstehen gleich zwei neue, die zuf\u00e4llig vom Nachziehstapel gezogen werden. Das kann hilfreich oder auch mal \u00e4rgerlich sein.<\/p>\n<p>Eine weitere Gemeinsamkeit haben 6 und 11 nimmt! &#8211; beide spielen sich hervorragend auch in gro\u00dfen Runden. Bis zu 7 Spieler sind bei diesem neuesten Hornochsenspiel mit von der Partie. Nat\u00fcrlich entspinnen sich w\u00e4hrend des Spiels die Diskussionen: Lohnt es sich, gezielt Ochsenkarten abzugreifen? Ist es wom\u00f6glich gar ungerecht, wenn ein Spieler stark zur\u00fcckliegt und daher beim Spiel \u00fcber mehrere Runden die Folgerunden beginnt? Denn erst der dritte Spieler in einer Runde kann einen Stapel mit drei Karten &#8211; und somit einen begehrten Ochsen zwecks schnelleren Ablegens &#8211; erhalten. Letztlich ist es aber eine Frage der eigenen Handkarten, ob diese oder jene Strategie zielf\u00fchrender ist.<\/p>\n<p>\n<span id=\"wertung\"><a href=\"https:\/\/das-spielen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/1v3KomischenRindernBig.jpg\" title=\"1 von 3 komischen Rindern\" alt=\"Bild von 1 von 3 komischen Rindern\"rel=\"lightbox\" ><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/das-spielen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/1v3KomischenRindern.jpg\" alt=\"Bild von 1 von 3 komischen Rindern\" title=\"1 von 3 komischen Rindern- hier clicken f\u00fcr mehr\" \/><\/a><em><a title=\"Zu den Pr\u00e4dikaten\" href=\"https:\/\/das-spielen.de\/index.php\/auszeichnungen\/\"><br \/>Pr\u00e4dikat<\/a>:<br \/>1 von 3 komischen Rindern<\/em><\/span><br \/>\nDas Erbe von 6 nimmt! ist wahrlich ein schweres. \u00dcbertrumpfen kann das neuere 11 nimmt! seinen Ahnen definitiv nicht. Die Einfachheit des Mechanismus, die \u00dcberraschung beim Aufdecken, das Juchhei beim Abr\u00e4umen der Reihen &#8211; all dies l\u00e4sst das 1994 auf den Markt gekommene Kartenspiel noch heute jung erscheinen. Doch gr\u00e4men muss sich auch 11 nimmt! nicht. Als willkommene Abwechslung hat es seine eigenen St\u00e4rken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kinder aus Familien mit erfolgreichen Eltern haben es schwer. Das Erbe von 6 nimmt! anzutreten ist eine anspruchsvolle Aufgabe. 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