{"id":7732,"date":"2011-08-03T21:10:43","date_gmt":"2011-08-03T20:10:43","guid":{"rendered":"https:\/\/das-spielen.de\/?p=7732"},"modified":"2023-03-04T14:13:47","modified_gmt":"2023-03-04T13:13:47","slug":"dominion-reiche-ernte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/das-spielen.de\/index.php\/dominion-reiche-ernte\/","title":{"rendered":"Dominion &#8211; Reiche Ernte"},"content":{"rendered":"<p>Wie viele Partien muss man spielen, um eine Erweiterung von Dominion beurteilen zu k\u00f6nnen? Von Erweiterung zu Erweiterung wohl mehr. Denn immer gr\u00f6\u00dfer wird die Anzahl an Aktions-, Geld-, und Punktekarten (ganz zu schweigen von Dauer-, Angriffs-, Reaktions-, und weiteren Karten), die in Kombination mit der neuen Erweiterung getestet werden m\u00fcssten. Wenn man es so sieht, sind wir erst am Anfang unserer Tests.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Braucht man Reiche Ernte? Diese Frage beantwortet sich wohl von selbst: Wir als Dominions\u00fcchtige brauchen sie selbstverst\u00e4ndlich. Wie \u00fcblich haben wir erstmal die vorgefertigten Sets gespielt. Das gibt schonmal einen guten Eindruck und sorgt daf\u00fcr, dass man danach meist alle Karten wenigstens einmal auf dem Tisch hatte. Mittlerweile nutzen wir [cref spielehelfer-fur-androiden-und-meine-erste-app] zur Auslosung von Decks &amp; Startspielern. Hier variieren wir zur Zeit zwischen drei und f\u00fcnf Karten aus der Reichen Ernte mit beliebigen Zusammenstellungen aus den anderen Sets. Da k\u00f6nnen sich die Dominion-Kisten schonmal ganz sch\u00f6n stapeln&#8230; &#8211; denn bisher haben wir die Karten noch nicht platzsparend zusammengepfercht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"Reiche Ernte\" src=\"https:\/\/das-spielen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/DominionReicheErnte.jpg\" alt=\"Bild von Reiche Ernte\" \/><\/p>\n<p>Jede Erweiterung hat so ihre Spezialit\u00e4ten. Die Reiche Ernte belohnt es, wenn das eigene Deck aus vielen verschiedenen Karten zusammengesetzt ist. F\u00fcr die Punktekarte Festplatz etwa z\u00e4hlt man zum Schluss, wie viele Kartensorten insgesamt vertreten sind. F\u00fcr je f\u00fcnf verschiedene ist ein Festplatz je zwei Siegpunkte wert. Mit 15 unterschiedlichen Karten w\u00e4re dieser also so viel wert wie eine Provinz &#8211; und noch zwei Geld billiger. Die Menagerie verspricht einen Kartensegen zum Nachziehen &#8211; wenn die eigenen Handkarten in diesem Moment nur aus unterschiedlichen Karten besteht. Bei der Ernte winkt je ein virtuelles Geld pro unterschiedlicher vom Stapel aufgedeckter Karte &#8211; bis zu vier Extrageld sind so zu holen. Freilich muss der Stapel hierf\u00fcr erstmal &#8222;reifen&#8220; &#8211; denn zu Beginn kann die Ausbeute bei nur Kupfer und Anwesen im Stapel bestenfalls zwei betragen. Womit der Bogen zum Titel dieser Erweiterung geschlagen w\u00e4re.<\/p>\n<p>Durchaus hinterh\u00e4ltig sind die Angriffskarten. Der Harlekin verlangt von jedem Mitspieler, eine Karte vom Nachziehstapel aufzudecken. Der aktive Spieler entscheidet: Entweder er selbst nimmt sich eine gleichnamige Karte &#8211; oder der andere Spieler muss sie erneut nehmen. Bei mehreren Spielern sammelt sich so recht schnell ein t\u00fcchtiger Haufen unn\u00fctzes Zeug, bevorzugt Kupfer und Fl\u00fcche an. Denn wer eine Punktekarte aufdeckt, spielt dem anderen keine Punkte in die Hand, sondern muss selbst in jedem Fall einen Fluch nehmen. Die Wahrsagerin ist der fiesere B\u00fcrokrat, denn sie verlangt das Durchforsten des eigenen Nachziehstapels bis zur n\u00e4chsten Fluch- oder Punktekarte. Die bleibt nat\u00fcrlich unbequemerweise oben liegen. Wohl dem, der etwa einen Kanzler auf der Hand hat. Etwas nerven kann das st\u00e4ndige Aufdecken und somit h\u00e4ufigere Mischen der Karten schon.<\/p>\n<p>Thematisch ausgesprochen gut mit kleineren T\u00fccken in der Durchf\u00fchrung gef\u00e4llt mir das Turnier. Wer eine Provinz aus der Hand ablegen kann, erh\u00e4lt einen Preis. Zur Auswahl stehen f\u00fcnf individuelle Karten mit besonders m\u00e4chtiger Wirkung, die nat\u00fcrlich in den ersten Partien erstmal zeitraubend studiert werden m\u00fcssen. Gerne \u00fcbersieht man dabei vor allem gegen Spielende, dass man statt eines Preises auch ein Herzogtum ausw\u00e4hlen darf. Im letzteren Fall vergisst man sicherlich lieber, dass der so errungene Preis auf den Nachziehstapel gelegt wird.<\/p>\n<p>Bei jeder neuen Erweiterung gibt es verschiedene m\u00f6gliche Entwicklungen. Die Alles-Haben-Will-Entwicklung: Auf manche Karten st\u00fcrzt man sich gleich zu Beginn. Manches Mal bereut man einen solchen Kauf, vor allem wenn man gleich weit gestreut eingekauft hat. Denn nur zu schnell verzettelt man sich. F\u00fcr ein zielgerichtetes Spiel mit Blick auf die Punkte kann das sehr hinderlich sein. Die Gl\u00fcckliches-H\u00e4ndchen-Entwicklung: Auch passiert es zun\u00e4chst wieder schneller, dass die Schere fr\u00fch im Spiel aufgeht. Ein oder zwei Spielern gelingt es fr\u00fch an m\u00e4chtige Geldkarten zu kommen und die anderen wom\u00f6glich mit Harlekinen zu \u00e4rgern. So kommen hohe Punkteabst\u00e4nde zustande.<\/p>\n<p>Doch der volle Dominion-Reiz &#8211; und das w\u00e4re dann die Muss-Weitermischen-Entwicklung &#8211; kehrt nach solch vor\u00fcbergehenden m\u00f6glichen Frustmomenten zur\u00fcck, sobald die Kombinationen mit den anderen Karten des Dominion-Universums wieder vielf\u00e4ltig und \u00fcberraschend entdeckt werden. Hier Beispiele anzuf\u00fchren w\u00e4re m\u00fc\u00dfig, zu viele M\u00f6glichkeiten gibt es &#8211; und die Gefahr ist hoch, mich zu blamieren (denn der geneigte Leser hatte die geniale Kombination nat\u00fcrlich l\u00e4ngst vor mir erkannt). Dominion lebt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie viele Partien muss man spielen, um eine Erweiterung von Dominion beurteilen zu k\u00f6nnen? Von Erweiterung zu Erweiterung wohl mehr. Denn immer gr\u00f6\u00dfer wird die Anzahl an Aktions-, Geld-, und Punktekarten (ganz zu schweigen von Dauer-, Angriffs-, Reaktions-, und weiteren Karten), die in Kombination mit der neuen Erweiterung getestet werden m\u00fcssten. 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