{"id":8880,"date":"2013-11-07T09:00:37","date_gmt":"2013-11-07T07:00:37","guid":{"rendered":"https:\/\/das-spielen.de\/?p=8880"},"modified":"2025-07-09T13:58:27","modified_gmt":"2025-07-09T11:58:27","slug":"der-linke-stapel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/das-spielen.de\/index.php\/der-linke-stapel\/","title":{"rendered":"Der Linke Stapel"},"content":{"rendered":"\n<p>Jedes Jahr begehen wir nach der Messe ein paar beschauliche Tage des Spielens. Dieses Jahr waren wir an der Mosel. Alle in dieser Woche gespielten Spiele stapeln wir. Linker Stapel bedeutet gehobenes Spielvergn\u00fcgen, auf den mittleren kommt der gute Durchschnitt und nach rechts alles, was wir eigentlich nicht weiter verfolgen wollen. Da diese Woche aber immer nur einen sehr knappen Eindruck der Spiele vermittelt, verraten wir lieber nicht mehr, was rechts landet. <\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><br \/>\nWir stapelten dieses Jahr insgesamt 40 verschiedene Spiele. Das ist in 6 Tagen schwerer erreichbar als es klingt, da wir hin und wieder auch einen Ausflug unternehmen. Ich habe mal ausgerechnet, wie viele Spiele in einem Jahr spielbar sind: In 6 Spielabenden pro Woche mit je drei Spielen lassen sich etwa 1000 Spiele unterbringen. Viel mehr wird kaum jemand pro Jahr schaffen. Dieses Spielbudget muss Rezensenten reichen, um nicht nur Spiele intensiv zu testen, sondern auch auszuw\u00e4hlen, welche Spiele \u00fcberhaupt interessant sind. Auszurechnen, wie viele Spiele sich in einem Jahr fundiert rezensieren lassen, \u00fcberlasse ich dem geneigten Leser zur \u00dcbung. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/das-spielen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/stapel2013.jpg\" alt=\"Bild von linker und mittlerer Stapel\" title=\"linker und mittlerer Stapel\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Nun noch ein kurzer \u00dcberblick der Spiele des linken Stapels: <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Concordia<\/strong>: Rondell meets Dominion; ein guter, aber kein \u00fcberragender Mac Gerdts. Daf\u00fcr ist die Wertung etwas zu un\u00fcbersichtlich.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Der Hobbit &#8211; Smaugs Ein\u00f6de<\/strong>: Eine gelungener zweiter Teil, der das Spiel auch beendet. Es ist erfreulich, dass der Autor nicht dem Dreiteilerwahn folgt und schnell noch weitere Episode erfinden will. <\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Suburbia<\/strong>: St\u00e4dtebau im Sechseckraster. Das Spiel haben wir jetzt erst kennengelernt, f\u00fcr gut befunden und nachgekauft. <\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Kohle und Kolonie:<\/strong> Zweiter Teil der Ruhrtrilogie. Die Regeln sind komplexer und vielleicht nicht ganz so originell wie bei Ruhrschifffahrt. Daf\u00fcr spielt sich Kohle &amp; Kolonie aber fl\u00fcssiger und das Spiel wirkt ausgereifter. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Glasstra\u00dfe<\/strong>: Eine Mischung aus Wir sind schwanger und Wie Verhext. Um Geb\u00e4ude zu errichten, w\u00e4hlen alle geheim erst 5 Karten und dann in drei Runden jeweils eine Karte zum Ausspielen. Dabei ist es gut, in etwa gleiche aber manchmal auch andere Karten als die anderen Spieler zu w\u00e4hlen. F\u00fcr mich bisher eines der wenigen Highlights des Jahres.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Prosperity<\/strong>: Nach l\u00e4ngerer Zeit gibt es endlich mal wieder ein neues originelles Spiel von Reiner Knizia. Es geht um die Wohlstandsoptimierung von L\u00e4ndern. Dabei m\u00fcssen die Spieler ihre Energieversorgung und die Umweltbelastung in Waage halten. Das Thema klingt zwar trocken und mehr politisch korrekt als lustig. Das Spiel setzt es aber gut um, und erhobene Zeigefinger sind in der Schachtel nicht enthalten. <\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Russian Railroads<\/strong>: Workerplacement und Eisenbahnbau sind keine Themen mehr, die meine Neugier wecken. Bei der Scoutaktion arbeitete sich das Spiel aber langsam weiter vor und \u00fcberholte in einem spannenden Finish Concordia. Nach einem Spiel muss ich zugeben: Zu Recht, das Spiel ist trotz Eisenbahnen und Workerplacement verdammt gut! <\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Kashgar &#8211; H\u00e4ndler der Seidenstra\u00dfe<\/strong>: Kashgar ist eine weitere Dominionvariante. Manch einer mag es, andere finden es zu beliebig, unausgewogen, m\u00fchselig, gl\u00fccksabh\u00e4ngig  oder geben noch schlimmere Gr\u00fcnde an, es nicht zu m\u00f6gen. Ich mag es. <\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Ugo!<\/strong>: Dieses lockere Kartenspiel erinnert entfernt an Sticheln und ist vermutlich das st\u00e4rkste Stichspiel des Jahres. <\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Machi Koro<\/strong>: Stellen Sie sich vor, es g\u00e4be auf Catan keine Sechsecke und nur Geld, aber keine Rohstoffe. So ist es bei Machi Koro: Wer am Zug ist, w\u00fcrfelt. Dann vergleichen alle den Wurf mit ihrer Kartenauslage und bekommen neues Geld oder d\u00fcrfen Mitspieler berauben. Mit dem Geld lassen sich neue Karten bauen. Ziel ist es, als Erster vier Spezialkarten zu besitzen. Ich wage es mal Machi Koro in einem Satz zusammen mit [cref love-letter] und [cref grimoire] zu nennen. Hoffentlich bekommt das Spiel eine gr\u00f6\u00dfere Auflage und verliert dabei nicht seinen speziellen japanischen Charme. <\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Love Letter<\/strong>: Jetzt gibt es eine sehr sch\u00f6ne deutsche Ausgabe. Es hat sich nichts ge\u00e4ndert, die Karten sind nur gr\u00f6\u00dfer und dicker. <\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>H\u00e4ndler der Karibik<\/strong>: Hierbei handelt es sich um eine spa\u00dfige Can\u2019t Stop Variante &#8211; wer Kleine Fische kennt, wird besonders  schnell ins Spiel finden. Die H\u00e4ndler der Karibik bieten in einer kleinen Schachtel aber noch etwas mehr, zum Beispiel Dublonen, Piraten, Aufbaukarten und Galeonen. <\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Sag&#8217;s mir &#8211; Filme<\/strong>: Time\u2019s up ist wieder da und endlich gibt es auch Themensets auf Deutsch. Das reicht schon f\u00fcr den linken Stapel. <\/p>\n\n\n\n<p>\nAuf dem mittleren Stapel befindet sich: Sushi Draft! &#8211; Lost Legacy &#8211; Luchador &#8211; The Battle of Red Cliffs &#8211; Malacca &#8211; Glastonbury &#8211; Sukimono &#8211; Polterfass &#8211; Sauschwer &#8211; Lewis und Clark &#8211; Concept &#8211; Steam Park &#8211; Finger Weg &#8211; The Legacy: Testament of Duke de Crecy &#8211; Packet Row und Amerigo. <\/p>\n\n\n\n<p>\nDieser Stapel enth\u00e4lt einen echten Geheimtipp der Kategorie Quiz und Kommunikation: Finger weg. Bei diesem Spiel gilt es falsche Antworten auszuschlie\u00dfen. <\/p>\n\n\n\n<p>\nLewis und Clark schaffte es hingegen erst mal \u201enur\u201c in die Mitte, da es einfach viel zu lange dauert und im Mittelspiel enorme Wartezeiten hat. W\u00e4hrend des ersten Stunde waren wir alle noch begeistert, dann kamen aber die D\u00e4mpfer. Ich bin aber gespannt, wie sich weitere Partien entwickeln.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jedes Jahr begehen wir nach der Messe ein paar beschauliche Tage des Spielens. Dieses Jahr waren wir an der Mosel. Alle in dieser Woche gespielten Spiele stapeln wir. Linker Stapel bedeutet gehobenes Spielvergn\u00fcgen, auf den mittleren kommt der gute Durchschnitt und nach rechts alles, was wir eigentlich nicht weiter verfolgen wollen. 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