{"id":9115,"date":"2014-03-13T09:00:01","date_gmt":"2014-03-13T08:00:01","guid":{"rendered":"https:\/\/das-spielen.de\/?p=9115"},"modified":"2025-07-08T17:34:15","modified_gmt":"2025-07-08T15:34:15","slug":"karten-kniffel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/das-spielen.de\/index.php\/karten-kniffel\/","title":{"rendered":"Karten-Kniffel"},"content":{"rendered":"\n<p>Bereits im Artikel zu Kniffen das Kartenspiel tat der Exkurs zum unter Vielspielern gar nicht so geliebten Kniffel gar nicht so weh. Auch in unserem Artikel [cref spielen-im-urlaub] gestehen wir unsere Begeisterung f\u00fcr die Kniffelvariante 36 aus dem Buch &#8222;Dice Games Properly Explained&#8220; von Reiner Knizia. Jetzt wagt sich mit Michael Feldk\u00f6tter der n\u00e4chste Autor an den Klassiker und f\u00fcgte der Kniffelkollektion im Schmidtprogramm nun den neuen Titel Karten-Kniffel hinzu &#8211; nicht zu verwechseln mit dem bereits erw\u00e4hnten Kniffel, dem Kartenspiel.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Beim jetzt in N\u00fcrnberg 2014 erschienenen Karten-Kniffel ist die N\u00e4he zum W\u00fcrfelspiel noch viel unmittelbarer als beim ehemaligen Perpetual Motion Machine von Ted Alspach. Jeder Spieler erh\u00e4lt ein Wertungsblatt, das sich lediglich in drei Aspekten vom bekannten W\u00fcrfelwertungsblatt unterscheidet, dazu gleich mehr. Ferner beginnt jeder mit f\u00fcnf Handkarten &#8211; auf jeder von ihnen ist ein W\u00fcrfelergebnis zwischen einem und sechs W\u00fcrfelaugen abgebildet. Mit diesen Karten gilt es, die klassischen Kniffelkombinationen zu erzielen und auf dem Wertungsblatt einzutragen.<\/p>\n\n\n\n<p><img decoding=\"async\" class=\"right\" title=\"Kartenkniffel\" alt=\"Bild von Kartenkniffel\" src=\"https:\/\/das-spielen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/kartenkniffel.jpg\"\/>Wer an der Reihe ist, kann entweder eine Kombination eintragen oder Karten austauschen &#8211; hierbei darf der Spieler bis zu f\u00fcnf Karten ablegen und genauso viele Karten oder genau eine Karte mehr aufnehmen. Beim n\u00e4chsten Spielen einer Kombination kostet dies nun Minuspunkte: Die sechste und jede weitere Handkarte schlagen mit zwei Miesen zu Buche. Vor diesen Minuspunkten sollte man nicht zu viel Angst haben &#8211; der Tempogewinn und die h\u00f6here Wahrscheinlichkeit auf eine gesuchte Augenzahl wiegt die Verluste zumeist auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch wenn viel vom Kniffelgef\u00fchl bleibt, gelangt so doch Interaktion ins Spiel. Denn pl\u00f6tzlich kann da jemand Druck machen! Die Runde endet n\u00e4mlich, sobald ein Spieler alle Kombinationen ausgef\u00fcllt hat. Da nicht jeder in jedem Zug etwas eintragen kann oder will, haben zu diesem Zeitpunkt typischerweise andere Spieler noch leere Sparten. Es gilt abzuw\u00e4gen: Nochmal tauschen, um eine wertvolle Kombination wie den Kniffel oder die Gro\u00dfe Stra\u00dfe mit vielen Punkten zu erzielen? Oder erstmal andere Kombinationen wom\u00f6glich mit mittelvielen Punkten abhaken? Gemeinerweise gilt f\u00fcr den oberen Teil: Nicht nur ein Bonus ist m\u00f6glich, wenn man im Mittel jeweils Drillinge von Einsen bis Sechsen eintr\u00e4gt. Sondern auch ein Malus &#8211; wer zu wenige Punkte erzielt, muss zus\u00e4tzlich Minuspunkte in Kauf nehmen. Die oben erw\u00e4hnten Minuspunkte f\u00fcr zu viele Handkarten werden erst nach Ermittlung von Bonus bzw. Malus abgezogen.<\/p>\n\n\n\n<p>Als die neuen Kartenspiele von Schmidt bei uns eintrudelten &#8211; immerhin sechs an der Zahl! &#8211; machten wir uns pflichtschuldig und gar nicht \u00fcberm\u00e4\u00dfig erwartungsvoll an die Tests. Karten-Kniffel \u00fcberraschte uns dabei. Die Abw\u00e4gung zwischen Risiko (nochmal Karten austauschen? Gleich viele Karten nehmen oder lieber eine mehr, die mich sp\u00e4ter Minuspunkte kosten wird?) und Sicherheit (m\u00f6glichst Minuspunkte vermeiden? Hohe Kombinationen durch Gl\u00fcck erzielen oder sp\u00e4ter im Spiel in Angriff nehmen?) bringt W\u00fcrze ins Spiel. Sobald ein Spieler bei den Kombinationen davonprescht, sattelt der eine oder andere wom\u00f6glich auch um &#8211; etwa um den bereits geschilderten Malus zu vermeiden.<\/p>\n\n\n\n<p>In unseren Partien fliegen geradezu die Karten! Wer erst aufschreibt und dann nachzog, h\u00e4lt den Verkehr auf &#8211; l\u00e4ngst brennt der N\u00e4chste darauf, die n\u00e4chste Kombination zu spielen oder doch hoffentlich die ersehnte fehlende Karte zu ziehen. F\u00fcr kurze Runden, in denen nur eine Spalte pro Spieler gespielt wird, sind wir gar dazu \u00fcbergegangen, dass einer f\u00fcr alle aufschreibt &#8211; die anderen k\u00f6nnen dann schneller wieder an die Quelle von Verw\u00fcnschungen und Fl\u00fcchen, den Kartenstapel. Nur wenn gemischt werden muss, gibt es eine kurze Unterbrechung.<\/p>\n\n\n\n<p><span id=\"wertung\"><a title=\"1 von 3 H\u00e4usern\" alt=\"Bild von 1 von 3 H\u00e4usern\" href=\"https:\/\/das-spielen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/1v3haeusernbig.jpg\" rel=\"lightbox\"><img decoding=\"async\" title=\"1 von 3 H\u00e4usern- hier clicken f\u00fcr mehr\" src=\"https:\/\/das-spielen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/1v3haeusern.jpg\" alt=\"Bild von 1 von 3 H\u00e4usern\"\/><\/a><em><a title=\"Zu den Pr\u00e4dikaten\" href=\"https:\/\/das-spielen.de\/index.php\/auszeichnungen\/\"><br \/>Pr\u00e4dikat<\/a>:<br \/>1 von 3 H\u00e4usern<\/em><\/span><\/p>\n\n\n\n<p>Mit im Grunde kleinen \u00c4nderungen gelingt die \u00dcbertragung des W\u00fcrfel- auf ein Kartenspiel \u00fcberraschend gut. Dabei werden die Charakteristiken des Originals beibehalten und sorgen daf\u00fcr, dass der Spannungsbogen erheblich w\u00e4chst. Wenn man zu Karten-Kniffel die weiter oben genannten Autoren-Varianten &#8211; Kniffel das Kartenspiel und 36 &#8211; hinzunimmt, bleibt als Fazit: Bei Kniffel mit Autor sollte man mal einen Blick \u00fcber den Vielspielertellerrand wagen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bereits im Artikel zu Kniffen das Kartenspiel tat der Exkurs zum unter Vielspielern gar nicht so geliebten Kniffel gar nicht so weh. Auch in unserem Artikel [cref spielen-im-urlaub] gestehen wir unsere Begeisterung f\u00fcr die Kniffelvariante 36 aus dem Buch &#8222;Dice Games Properly Explained&#8220; von Reiner Knizia. 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