{"id":9360,"date":"2014-08-07T09:00:00","date_gmt":"2014-08-07T07:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/das-spielen.de\/?p=9360"},"modified":"2023-03-04T17:46:21","modified_gmt":"2023-03-04T16:46:21","slug":"caverna","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/das-spielen.de\/index.php\/caverna\/","title":{"rendered":"Caverna"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/das-spielen.de\/index.php\/agricola\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Agricola<\/a>\u00a0war ja nie so mein Ding. Die Entscheidung \u201eCaverna oder Agricola?\u201c f\u00e4llt f\u00fcr mich deshalb ziemlich klar zu Gunsten von Caverna aus. Aber auch nach rein objektiven Kriterien gewinnt Caverna klar den Wettstreit gegen Agricola: Es gibt mehr Pappe, mehr Holz, weniger Texte, eine gr\u00f6\u00dfere und zugleich vollere Schachtel. Zusammengefasst: Bei Caverna gibt es noch viel mehr Gewicht pro Spiel.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Zu siebt will ich Caverna aber denn doch nicht spielen, auch nicht zu sechst oder zu f\u00fcnft. Auf einem sehr entspannten Spielewochenende w\u00e4re vielleicht eine Partie zu viert denkbar, besser nur zu dritt. Damit zeigt sich noch eine St\u00e4rke von Caverna: Es macht zu zweit mehr Spa\u00df als Agricola<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"Caverna\" src=\"https:\/\/das-spielen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/caverna.jpg\" alt=\"Bild von Caverna\" \/><\/p>\n<p>Sie k\u00f6nnen jetzt emp\u00f6rte Flashmobs starten, um mir zu erkl\u00e4ren, dass all dies keine Nachteile von Agricola seien und dass Agricola \u00fcberhaupt toll sei und Caverna auch zu siebt ganz hervorragend funktioniert. Aber Sie k\u00f6nnen in diesem Fall auch einen eigenen Blog nur f\u00fcr Agricolahymnen starten. Ich bleib&#8216; dabei: Agricola ist unbenommen gut, mir gef\u00e4llt Caverna aber doch besser.<\/p>\n<p>Der Grund sind nicht etwa die fehlenden Karten mit den vielen Texten, sondern die Zwerge. Neben Ackerbau, Viehzucht, Vermehrung und H\u00fcttenausbau k\u00f6nnen bei Caverna n\u00e4mlich noch Minen gebuddelt und Zwerge auf Abenteuer geschickt werden. Diese bringen neben Erfahrung noch wertvolle Sch\u00e4tze mit nach Hause. Dadurch gibt es viel mehr Platz und somit viel mehr Optionen. Der Startspieler ist zwar weiterhin wichtig und wertvoll, aber nicht mehr so spielentscheidend. Agricola ist nur vordergr\u00fcndig ein liebes, konstruktives Spiel. In Wirklichkeit herrscht im romantischen Mittelalter ein bitterb\u00f6ser Verdr\u00e4ngungskampf um Essen und Siegpunkte. In der Steinzeit war die Erde noch nicht \u00fcberbev\u00f6lkert. Dadurch gab es im Prinzip f\u00fcr alle Familien genug zu essen. Nur Siegpunkte waren auch damals schon sehr knapp, und Spa\u00df am Spiel bedeutete noch lange kein gutes Abschneiden in der Endwertung. Diese kommt schon nach zw\u00f6lf Runden. Was im ersten Moment nach einer epischen Zeitspanne klingt, erweist sich sp\u00e4testens in der zweiten Partie als viel zu knapp, um all die wichtigen Dinge zu regeln, die das H\u00f6hlenleben so attraktiv machten.<\/p>\n<p>Prinzipiell funktioniert Caverna genauso wie Agricola, zumindest f\u00fcr den Platz, dem ich Spielbeschreibungen einr\u00e4umen m\u00f6chte. Uwe Rosenberg sieht dies wohl genauso. Mit Agricola vertraute Spieler brauchen deshalb nur braun gedruckte S\u00e4tze zu lesen. In den ersten 10 Seiten Regeln finden sich denn auch nur etwa 50 S\u00e4tze mit teilweise braunen W\u00f6rtern. Die Seiten 11 bis 23 m\u00fcssen leider alle lesen. Als Argument dient, dass fast alle Details zu den einzelnen Aktionsm\u00f6glichkeiten neu seien und deshalb eine Unterscheidung nach \u201ewie in Agricola\u201c und \u201eanders als in Agricola\u201c nicht mehr praktisch sei. Ich glaube aber, dass der Layouter an dieser Stelle einfach keine Lust mehr hatte, m\u00fchsam einzelne S\u00e4tze einzuf\u00e4rben. Denn Aktionen wie \u201eZaunbau\u201c, \u201e1 Wohnh\u00f6hle errichten\u201c oder \u201eFamilienzuwachs\u201c ben\u00f6tigen eigentlich nicht mehr viel Erkl\u00e4rung.<\/p>\n<p>In einem Satz l\u00e4sst sich Caverna also einfach zusammenfassen: Es ist ein besseres Agricola mit Zwergen und H\u00f6hlen. Das soll die Qualit\u00e4ten von Agricola nicht schm\u00e4lern. Ohne dessen Erfolg h\u00e4tte es Caverna in dieser Art zu diesem Preis sicherlich nie gegeben. Doch das gl\u00fcckselige Seufzen gl\u00fccklicher Spieler beim erstmaligen Anblick der Materialmassen von Caverna ist einfach unvergesslich.<\/p>\n<p><span id=\"wertung\"><img decoding=\"async\" title=\"2 von 3 Schafen\" src=\"https:\/\/das-spielen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2v3schafen.jpg\" alt=\"Bild von 2 von 3 Schafen\" \/><em><a title=\"Zu den Pr\u00e4dikaten\" href=\"https:\/\/das-spielen.de\/index.php\/auszeichnungen\/\"><br \/>\nPr\u00e4dikat<\/a>: 2 von 3 Schafen<\/em><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Agricola\u00a0war ja nie so mein Ding. Die Entscheidung \u201eCaverna oder Agricola?\u201c f\u00e4llt f\u00fcr mich deshalb ziemlich klar zu Gunsten von Caverna aus. Aber auch nach rein objektiven Kriterien gewinnt Caverna klar den Wettstreit gegen Agricola: Es gibt mehr Pappe, mehr Holz, weniger Texte, eine gr\u00f6\u00dfere und zugleich vollere Schachtel. 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