Wyatt Earp

Eigentlich lohnt es sich nicht, über längst vergriffene Spiele zu schreiben. Doch Wyatt Earp gehört im weiteren Sinne nun mal zu den Mystery Rummy Spielen. Schon der Vollständigkeit halber lohnt sich deshalb ein kleiner Rückblick in die Anfangszeit der alea-Spiele.

Im Unterschied zu den anderen bisher besprochenen Mystery Rummies steht bei Wyatt Earp der Sheriff im Mittelpunkt, und es gibt mehrere Banditen zu fangen. Durch Auslegen von Karten überbieten sich die Spieler beim Aufspüren der Verbrecher. Wer die meisten Karten einer Gangstersorte auslegen kann, bekommt etwas mehr Geld als Siegpunkte ausgezahlt als andere Hilfsheriffs. Da der Jackpot ungefasster Verbrecher von Runde zu Runde wächst,Bild von Wyatt Earp sollten sich die Spieler genau überlegen, 8an welchen Verfolgungsjagden sie teilnehmen. Die einzelnen Durchgänge sind oft sehr kurz, dadurch lohnt es sich nicht, länger Karten zu sammeln oder überhaupt zu versuchen, überall zu punkten. Eine ganze Reihe von Sonderregeln über Duelle, Postkutschenüberfälle und vieles mehr machen Wyatt Earp zu einem durchaus komplexen Kartenspiel.

Der Rommé-Charakter tritt bei Wyatt Earp weniger hervor als bei anderen Vertretern der Serie. Insbesondere die zahlreichen Sonderregeln bringen dem Spiel einige Eigenständigkeit. Doch ist es immer mühselig, Mitspieler für Wyatt Earp zu finden. Ganz im Gegensatz zu z.B. Royal Turf verschwand das Spiel seinerzeit ziemlich schnell in der Versenkung. Ich kann nur vermuten, dass Vorbehalte gegen Wildwest-Themen in Kombination mit dem Romméflair und der dezenten Aufmachung bei vielen Spielern nur Zurückhaltung auslösten. Wer es immer noch im Spieleschrank schlummern hat und sich derzeit über die Mystery Rummy Revivals freut, sollte Wyatt Earp mal wieder hevorkramen. Als Teil eines Mystery Rummy Abends lohnt sich dies allemal.

Ein weiterer Unterschied zu den anderen Mystery Rummy Spielen ist die Spielbarkeit zu zweit. Denn zu zweit kommt bei Wyatt Earp wirklich keine Spannung auf. Das Spiel funktioniert zwar, ist aber schlichtweg langweilig. Gerade die Zweipersonentauglichkeit ist ein Vorteil der anderen Spiele der Serie.

Einen Vorteil hat es allerdings, ältere Spiele zu besprechen: Es gibt genügend Rezensionen und Meinungen. Das Fazit auf der lesenswerten Seite Spieletest.at von Christoph Ledinger ist knapp und treffend:

Bild von 1 von 3 Pferdchen
Prädikat
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1 von 3 Pferdchen
Zu zweit ist Wyatt Earp eine eher matte Sache. In voller Besetzung ist es hingegen ganz gut spielbar. Die Gefahr einen Herzinfarkt zu bekommen ist allerdings auch dann gering.
AutorMike Fitzgerald, Richard Borg
VerlagAlea
Spieldauer45 Minuten
BGGhttp://boardgamegeek.com/boardgame/878
Ludinghttp://luding.org/Skripte/GameData.py/DEgameid/11358
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Dieser Beitrag hatte bisher Leser. Er wurde geschrieben von Peter; am Sunday, 27. September 2009 um 17:57 und veröffentlicht unter Normale Spiele, Rezensionen, Spiele. Antworten zu diesem Beitrag finden sie über RSS 2.0 feed. Sie können eine Antwort schreiben, oder einen trackback von Ihrer eigenen Webseite eintragen.

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