Spielen im Sauerland

Jedes Jahr spielen wir während eines verlängerten Wochenendes im Sauerland. Der alte Standort Bilstein musste verlagert werden, und so spielten wir in diesem Jahr zum ersten Mal am neuen Spielplatz in einem Hotel in Cobbenrode. Dies ist Grund genug, über diesen kleinen und feinen Spieletreff zu berichten.

Das Programm der 20 bis 30 Teilnehmer besteht von Donnerstag bis Sonntag aus Spielen, Essen, Spielen, Trinken, Spielen, ein wenig Schlafen und natürlich Spielen. Am neuen Standort gibt es mittlerweile keine Unterbrechung durch Mittagessen, stattdessen kann sich jeder nachmittags mit einem Stück Kuchens stärken. Damit steigt die Nettospielzeit.

Laut Spieletagebuch bespielten wir dieses Jahr wieder ein buntes Programm:

  • – Ankunft Donnerstag am Nachmittag
  • Terra Mystica mit Erweiterung
  • – Abendessen
  • Sheep & Thief
  • – Tome of Calling
  • – 2 Partien Tichu
  • – Schlafen & Frühstück
  • – Discoveries
  • – Isle of Skye
  • – Auf den Spuren von Marco Polo
  • Russian Railroads
  • – Drachenhort
  • – Abendessen
  • – Roll for the Galaxy
  • – Triks and Deserts (wirklich!)
  • – King of Frontier
  • – 3 Partien Spyfall
  • – Schlafen & Frühstück
  • – Zhan Guo
  • – Fleet
  • – Brügge mit Erweiterung (nur Peter)
  • Die Legenden von Andor – Die Reise in den Norden (nur Kathrin)
  • – Ghooost (nur Peter)
  • – Abendessen
  • Terra Mystica mit Erweiterung
  • – Roll for the Galaxy
  • – 2 Partien Tichu
  • – Schlafen und Frühstück
  • Bad Bunnies (nur Peter)
  • – Broom Service (nur Kathrin)
  • – Orléans (nur Peter)
  • Bad Bunnies (nur Kathrin)
  • – Roll for the Galaxy (nur Peter)
  • – The City (nur Kathrin)
  • – Abfahrt am Sonntag Mittag

Neu kennen gelernt haben wir Discoveries, Isle of Skye, Spyfall, Fleet, Ghooost und Roll for the Galaxy. Letzteres war unser persönliches Highlight, das Spiel ist mittlerweile bestellt und bekommt bald einen festen Platz im Regal. Ein genauerer Bericht folgt bald.

Aber auch einige andere Spiele verdienen kurze Anmerkungen:

Discoveries ist eine Wiederverwertung von Lewis & Clark als Würfelspiel. Vermutlich wird es in Essen einige Aufmerksamkeit bekommen. Uns hat das Spiel zwar ganz gut gefallen, es ist etwas leichtgängiger als Lewis & Clark, die thematische Einbettung ist aber nicht ganz so intensiv gelungen.

Auf den Spuren von Marco Polo ist sicherlich das Highlight des Frühjahrs. Zusammen mit Orléans wird es sich nach meiner Einschätzung die beiden ersten beiden Plätze des deutschen Spielepreis teilen.

Wer Bad Bunnies mag, sollte auch Drachenhort spielen. Die Aufmachung dieser Neuheit von Knizia ist zwar etwas hausbacken und die Gestaltung des Spielplans ungeschickt. Das Spiel ist aber aber eine Mischung aus Heimlich und Co. und Royal Turf und entsprechend lustig.

Zhan Guo ist das seit langer Zeit lockerste und vielleicht bisher beste Spiel von What’s your Game. Wie bei allen Spielen des Verlags bekommen Sie aber gleich eine ganze Sammlung von Ideen geliefert. Knizia hätte daraus drei Jahre Neuerscheinungen bestücken können.

Zu Broom Service will ich mich nicht weiter äußern. Wir bleiben dabei: Kathrin mag das Spiel, ich finde es doof!

Die Überraschung des Spieletreffs war aber Spyfall. Bis zu 8 Personen versuchen einen Spion in ihrer Mitte ausfindig zu machen. Dazu bekommt jeder zufällig eine Karte. Auf 7 Karten steht der immer gleiche Ort, z.B. „Filmstudio“, sowie jeweils eine individuelle Rolle an diesem Ort, z.B. „Director“. Einer bekommt aber eine Spionkarte. Der Spion muss durch geschicktes Raten herausfinden, wo er sich befindet. Die anderen müssen den Spion entlarven. Diese wenigen Regeln reichen, um lautes Gelächter zu später Stunde in großen Runden auszulösen.

Das Schöne an diesem Spieletreff sind aber nicht die Neuheiten, sondern die entspannte Sommerstimmung, die genügend Zeit für alte Perlen lässt. Die ganz alten Schätze wurden dieses Jahr nicht ausgepackt, dafür stand immer noch Terra Mystica im Fokus. Teilweise lag es bei drei Gruppen gleichzeitig auf dem Tisch. Eine weitere Besonderheit dieses kleinen Treffs ist die Möglichkeit die Spielpartner häufig zu wechseln. Dies ist vielleicht auch der einzige Nachteil des neuen Hotels. In Bilstein gab es häufiger Essenspausen und damit noch mehr Möglichkeiten die Gruppen zu durchmischen. Der Effekt ist aber vernachlässigbar, denn wenn meine Statistik richtig ist, hatten wir mindestens 15 verschiedene Mitspieler, genug um viele alte Bekanntschaften aufzufrischen.

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