Rummelplatz

Vergnügungsparks, Kirmes, Achterbahn. All das hat mich über viele Jahre hinweg nicht gereizt. Doch dann erhielt ich eine Einladung in den Holiday Park in Haßloch. Und die Stimmung, die gute Laune und der Nervenkitzel der diversen Fahrgeschäfte sorgten für richtig gute Unterhaltung. So gut, dass Peter und ich inzwischen auch die Fahrt nach Rust antraten und dort den Europa Park besuchten.

Glücksspiele, alberne Momente, Losbuden. All das hat mich über viele Jahre hinweg nicht gereizt. Doch dann erhielt ich eine spielerische Einladung auf den Rummelplatz. Ob auch diese Einladung für gute Unterhaltung sorgte, verrät diese Rezension…

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Beim Eintreten auf den Spielplan spürt man gleich: Hier werden die Spieler eingeladen zum Bummeln. Sich einmal quer über den Vergnügungspark spielen, so lautet der Fahrplan. Entlang des Weges liegen die Attraktionen: Hau den Lukas oder Wahrsagerin? Pferderennen oder Greifer? Autoscooter oder Schiffsschaukel? Achter- oder Geisterbahn? Jede dieser Fragen steht für eine Entscheidung, jede Antwort für eine Station. Und jede Station hält ein kleines Spiel bereit. Zu gewinnen gibt es Lospunkte, die am Ende des Rundganges in der Losbude umgesetzt werden. Je mehr Lospunkte, desto mehr Lose – und wer den Hauptgewinn zieht, darf sich als König des Rummelplatzes fühlen.

Wer keine Lust auf lange Regellektüre hat, lässt sich einfach überraschen. Sozusagen beim Anstehen für die nächste Attraktion werden die Spieler rasch mit den wichtigsten Infos versorgt, und so sind alle schnell bereit für den nächsten Spaß. Mal würfeln die Spieler um die Wette und treiben so ihre Pferdchen im Rennen voran. Ein anderes Mal rempeln sie sich in einem Stichspiel im Autoscooter an. Der Greifarm wird jeweils vom Nachbarn simuliert, und in der Achterbahn heißt es “ratter, ratter, ratter – nach rechts!” und “ratter, ratter, ratter – AAAAHRGHG!”.

Jedes Spiel für sich allein mag albern, trivial, banal, oder einfach glücksabhängig sein. Da jede Station etwas anderes bereithält und kurzweiligen Spaß bereithält, wird damit die Atmosphäre vom Rummelplatz allerdings perfekt eingefangen. Denn mal ehrlich: Dort ist auch alles in kleinen Vergnügungshäppchen so portioniert, dass der Nervenkitzel gefahrlos ausgekostet werden kann.

Bei den Minispielen kann jeder mal auftrumpfen oder muss mit wenigen Lospunkten auskommen. Am Ende ist nur ein Hauptgewinn im Lostopf – und den kann auch gewinnen, wer zuvor nur wenige Lose erspielt hat. In keiner meiner Runden wurde dem Gewinner sein Sieg missgönnt. Alle gingen gut gelaunt nach Hause. Denn zuvor hatte jeder schon mal mehr, mal weniger Erfolg bei den einzelnen Spielen erlebt und zusammen mit den Mitspielern über Pech oder Missgeschicke gelacht und sich über Glück oder besonderes Können gefreut.

In den Vergnügungspark gehe ich dank der eingangs erwähnten lieben Einladung sehr gerne und schlendere bevorzugt von Fahrgeschäft zu Fahrgeschäft. Doch die richtige Dosis macht’s: Öfter als vielleicht einmal im Jahr würde für mich zur Übersättigung führen. Auf dem Rummelplatz von eggertspiele geht es mir ähnlich. Die kleinen Spielchen sind witzig, originell und atmosphärisch. Allzu oft hintereinander würde ich sie allerdings nicht spielen wollen. Dank des Kniffs, dass
nur vier von acht der Spielchen pro Partie zum Einsatz kommen, wird für Abwechslung gesorgt und bleibt die Neugier mindestens so lange wach, bis alle Spiele
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Prädikat
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ausprobiert wurden. Wenn mal wieder eine größere Runde – am liebsten zu fünft oder zu sechst – ein flottes, abwechslungsreiches Spiel sucht, freue ich mich darauf, sie auf den Rummelplatz mitzunehmen. Auch wenn ich den Power-Gamer in mir manches Mal nicht unterdrücken kann – hier bleibt er draußen vor den Pforten. Statt rauchender Köpfe heißt es genießen und die anderen einfach mitreißen.

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