Brains – Make Me Smile!

Zu Brains gibt es jetzt zwei Fortsetzungen. Während eine von ihnen die Aufgaben einfach von Japan ins lustige Piratenleben verlagert, enthält „Make me Smile!“ gänzlich anders gelagerte Rätsel. Ähnlich wie bei Emoji geht es um Smileys und deren Verwandte.

Wie bei anderen Rätselspielen von Reiner Knizia beginnt alles sehr einfach, fast schon trivial. Es gilt ernst drein schauende Emojis glücklich zu machen. Dafür müssen sie von gelben Pöppeln oder andern Smileys umgeben sein. Je nach Rätsel ist es erlaubt ein bis sechs gelbe Pöppel zu setzen. Ein paar Rätsel später kommen noch rote traurige Emojis dazu, die sich zunächst in ernst blickende Gesichter und erst im zweiten Schritt in glückliche Smileys wandeln. Insgesamt gibt es 50 Rätsel.

Die Idee von Make Me Smile! ist bestechend einfach. Das Besondere an den Rätseln ist, dass es nicht reicht die Positionen der Pöppel zu finden. Auch die Setzreihenfolge ist manchmal entscheidend für die Lösung. Mich fasziniert diese Art von Rätseln, insbesondere wie sie fast schon unmerklich langsam schwerer und komplexer werden. Make Me Smile! treibt diesen Spaß an der Langsamkeit aber zu sehr auf die Spitze. Weniger verschwurbelt: Die Rätsel sind und bleiben etwas zu leicht!

Bild von Make Me Smile
Während es beim originalen Brains ein paar echte Hirnverzwirbler gibt, deren Lösung es erfordert, sich intensiv mit der Struktur des Rätselkonzepts auseinanderzusetzen, lassen sich bei Make Me Smile! die Rätsel fast alle durch etwas probieren und Intuition lösen. Fortgeschrittene Lösungstechniken wie das Ausnutzen der Regel „Es gibt genau eine Lösung“, um mehrdeutige und somit falsche Ansätze auszuschließen, sind nicht notwendig.

Etwas knackiger war allein das letzte Rätsel. Zur Lösung musste ich mir überlegen, wo überhaupt die Pöppel sitzen müssen, um erst dann die Reihenfolge auszuknobeln. Bei Brains war diese Komplexität schon etwa bei Rätsel 30 erreicht. Doch dies sind subjektive Empfindungen. Je nach Neigung mögen andere Knobler den Schwierigkeitsgrad genau umgekehrt wahrnehmen. Ich hätte nur gern etwas länger über den Aufgaben gegrübelt, eben weil die Aufgabenstellung ziemlich originell ist.

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