Jack the Ripper

Ein einzelnes Mystery Rummy vermag kaum zu faszinieren. Erst die Wiederholung der Idee in einer ganzen Serie lässt den eigentümlichen Reiz des Mystery Rummy entstehen. Lobenswerter Weise hat Pegasus begonnen, die Reihe in ansprechendem Design auf Deutsch zu veröffentlichen. Der erste Teil dreht sich um Jack the Ripper.

Wer sich erfolgreich durch die Spielregeln gekämpft hat, wird vom Spiel positiv enttäuscht. Was zunächst verwirrend komplex scheint, entpuppt sich als einfache Rommé Variante. Es gilt Karten zu sammeln und geschickt auszulegen. Für die Aufklärung von Morden braucht es dabei zunächst natürlich ein Opfer oder zumindest einen Tatort. Erst dann können drei oder mehr zur Tat passende Hinweise auf mögliche Täter gespielt werden, die nicht nur Siegpunkte bringen. Der mögliche Verdächtige mit den meisten Hinweisen wird am Spielende als Jack entlarvt. Dies bringt nochmals Extrapunkte. Alibi- und Verdachtskarten können die Beweislage noch verändern.

Bild von Jack the Ripper

Daneben gibt es noch einiges mehr an Sonderkarten und Spielmöglichkeiten. So kann Jack auch entkommen, oder es können dedizierte Tipps abgegeben werden. Dadurch scheint das Kartenspiel zunächst erschreckend kompliziert. Die – zurückhaltend ausgedrückt – gewöhnungsbedürftige Nomenklatur der Spielregel trägt einiges zur Konfusion bei. So wird der Nachzugstapel “Fallakte” genannt und der Ablagestapel als “Scotland Yard” bezeichnet.

Doch im Spiel wird vieles schnell klar und verständlich, und die vielen Details tragen zu einem stimmungsvollen Spielerlebnis bei. Ausstattung, Qualität und Design des Spiels setzen zudem neue Maßstäbe und erwecken Vorfreude auf die weiteren Spiele der Serie. Persönlich gefällt mir aber die Illustration der Karten von Bonnie and Clyde noch besser. Das ist aber Geschmackssache.

Bild von 1 von 3 Opfern
Prädikat
:
1 von 3 Opfern

Dafür bietet Jack the Ripper mehr Abwechslung und Spieltiefe. Da das typische Rommégefühl weiterhin erhalten bleibt und Jack the Ripper sowohl eine längere Einarbeitung erfordert als auch eine größere Spieldauer bietet, schafft es dieses Spiel anders als Bonnie and Clyde nicht, Rommémuffel hinter dem Ofen hervorzulocken.

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