Karten-Kniffel

Bereits im Artikel zu Kniffel – Das Kartenspiel tat der Exkurs zum unter Vielspielern gar nicht so geliebten Kniffel gar nicht so weh. Auch in unserem Artikel Spielen im Urlaub gestehen wir unsere Begeisterung für die Kniffelvariante 36 aus dem Buch “Dice Games Properly Explained” von Reiner Knizia. Jetzt wagt sich mit Michael Feldkötter der nächste Autor an den Klassiker und fügte der Kniffelkollektion im Schmidtprogramm nun den neuen Titel Karten-Kniffel hinzu – nicht zu verwechseln mit dem bereits erwähnten Kniffel, dem Kartenspiel.

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Lost Legacy

Da uns Love Letter immer noch begeistert, konnten wir natürlich beim Nachfolger Lost Legacy nicht widerstehen und ergatterten ohne mit der Wimper zu zucken eines der wenigen in Essen erhältlichen Exemplare. Für ein Mikrospiel ist die Ausstattung mit 32 Karten wahrlich opulent. Das war den Autoren denn wohl auch etwas unheimlich, deshalb wird Lost Legacy normalerweise auch nur mit 16 Karten gespielt. Der zweite Kartensatz ist eine Variation, und es ist sogar möglich Karten beider Sets zu kombinieren. Was bei Dominion zweier ausgewachsener Großspiele bedurfte, ist bei Lost Legacy in einer Kleinstschachtel enthalten. Weiterlesen

Abluxxen

Alle paar Jahre kommen Spieleautoren auf naheliegende Ideen, die auf natürliche Art einfach sind und die doch noch unverwirklicht waren. Einfach Genial war so ein Spiel: Unwillkürlich will es jeder mit einem älteren Spiel vergleichen. Das ist doch wie, … und dann wird klar: so herkömmlich das Spiel wirkt, es ist doch völlig neu. Abluxxen gehört auch in diese Kategorie. Weiterlesen

Sukimono

Warnung: Im folgenden lesen Sie eine Besprechung eines Spiels, das es derzeit nicht zu kaufen gibt. Um möglichen Erregungszuständen durch unbefriedigte Kauflust vorzubeugen, raten wir: Lesen Sie nur weiter, wenn Sie sich drei Mal in den Bildschirm gesagt haben: Ich kann eine Rezension lesen, ohne das Spiel haben zu müssen. So, jetzt noch zwei weitere Male, und schon kann es mit dem regulären Text losgehen.

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CV

CV steht für “Curriculum Vitae”, was außerhalb Deutschlands ein weitverbreitetes Synonym für “Lebenslauf” ist. Ausgesprochen wird CV daher nicht als “Zeh-Fau” (wie Finger-Fasan) sondern “Sie-Vieh” (wie Du-Kuh). Das Spiel selbst geht, wie der Name schon andeutet, mal wieder ums große Ganze, nämlich das Leben als solches von der Jugend bis zum Alter.

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Sauschwer

Einer unserer frühen Fehlgriffe vom Flohmarkt war Ferkelei von Reiner Knizia. Wir wandelten das Spiel schnell um in ein Ersatzteillager. Seinerzeit erwog Peter noch, erste Schritte als Spieleautor zu wagen. Doch die Wahl, das Spielmaterial von Ferkelei für ein Bietspiel zu verwenden, trug nicht sonderlich zur Motivation potenzieller Testspieler bei, und so verlegte er sich dann doch auch aufs Schreiben.

Zumindest grafisch hat das in Essen 2013 erschienene Sauschwer zumindest entfernte Anklänge bei Ferkelei genommen. Auch hier waren unsere Mitspieler leicht abgeschreckt vom Schweinehintern – pardon: “Schweinebacke” – auf dem Bietchip. Doch die Idee von Sauschwer verdient eigentlich einen näheren Blick.

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The Battle of Red Cliffs

Die Schlacht an den Roten Klippen im Jahre 208 n. Chr. ist eine der berühmtesten Schlachten der Geschichte Chinas. Der Feldherr Cao Cao kontrollierte den letzten Han-Kaiser und herrschte so über ganz Nordchina. Doch der Norden war ihm nicht genug und er versuchte noch mit einer riesigen Armee die beiden anderen Staaten Chinas zu erobern. Sein persönliches Waterloo erlebte er an den Roten Klippen, als seine Flotte vernichtend geschlagen wurde. Damit blieb China für Jahrhunderte geteilt.

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Sanssouci

Ein prunkvolles Schloss wird nicht an einem Tag gebaut. Und nicht jedes Spiel zündet bei der ersten Partie. Jetzt kann für uns bei Sanssouci – dem Spiel, nicht dem Schloss – nicht die Rede von einer missglückten ersten Partie sein. Doch wie in einem Garten die Pflanzen erst Wurzel fassen und ihre Blüten entwickeln müssen, keimte unsere Zuneigung für das Legespiel von Michael Kiesling langsam.

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Neuer Spiele-Journalismus im Internet?

Damit fing es in der zweiten Novemberhälfte 2013 an: Guido Heinecke stellte hier die Frage, ob wir für Spiele einen “New Boardgame Journalism” benötigen. Er zieht eine Analogie zu neuen Strömungen bei Rezensionen über Computerspiele, in denen sich emotionale Erlebnisberichte in die klassischen Besprechungen einmischen. Starres Abarbeiten und Aneinanderreihen von Fakten würde so aufgebrochen. Ein reiner Check der wichtigsten “Benchmarks” wird ersetzt durch eine spannende Schilderung, die den Leser teilhaben lässt, als ob dieser mit am Computer säße.

Diese Diskussion zog weite Kreise und vor allem Reaktionen diverser Blogger und Betreiber von Webseiten nach sich (zentral verlinkt bei Guido) und drehte sich rund um alle im Internet verfügbaren Medien – also außer um reine Textrezensionen insbesondere auch um Videos. Wir haben diese ein paar Wochen lang verfolgt und auf uns wirken lassen – und stellen nun unsere eigenen Thesen auf.

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Russian Railroads

Leise rieselt der Schnee … Zeit für eine Weihnachtsrezension, Zeit für ein besonderes Spiel. Begeben wir uns also in ein Land mit Schnee und Eis, mit dicken Pelzmützen und zugefrorenen Seen: Nach Russland!

Normalerweise gilt für ein Spiel vor einer Rezension: Advent, Advent, ein Spiellein kennst, erst eine Partie, dann zwei, dann drei, dann vier, oft auch fünf oder mehr, dann steht die Rezi vor der Tür. Russian Railroads ist anders. Selbst nach mehr als fünf Partien, die in unterschiedlichen Besetzungen zu zweit, zu dritt, zu viert stattfanden, kann ich keine Strategie-Empfehlung abgeben. Wer der Meinung ist, ich dürfe dann keine Rezension verfassen, klickt bitte schnell weiter. Zum Beispiel hierher (happy 10th anniversary!).

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Stories

Blaue Schachtel, orange-roter Schriftzug, Tier im Mittelpunkt: Wer bei Stories nicht an Eselsbrücke denkt, kennt wohl jenes geniale Erzählspiel von 2011 nicht. Michael Menzel durfte erneut seinen Ideenreichtum beweisen und die Spieler mit witzigen Ideen inspirieren. Nur der Autorenname ist ein anderer. Eselsbrücke wurde von Stefan Dorra und Ralf zur Linde entwickelt, Stories von Thomas Odenhoven Kaller. Letzterer begegnete den Spielern als Autor der Spiele Portobello Market (ebenfalls Schmidt Spiele) und Die Dolmengötter (eggertspiele), die er vor seiner Heirat unter dem Namen Thomas Odenhoven veröffentlichte.

Bei Stories ist der Name Programm. Reihum erzählen die Spieler Geschichten. Vor Beginn jeder Geschichte, für die zwei mögliche Anfänge zur Auswahl stehen, schreibt jeder der Mitspieler fünf Begriffe auf. Jeder dieser Begriffe, der schließlich in der Geschichte vorkommt, bringt dem entsprechenden Spieler Punkte. Der Erzähler erhält so viele Punkte wie der Mitspieler, der durch seine Begriffswahl die meisten Punkte erzielen konnte.

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Händler der Karibik

Karibik und Alexander Pfister – wenn Sie jetzt ein gewisses Deja Vu Gefühl überkommt liegen Sie völlig richtig: Mit yvio: Freibeuter der Karibik gab es schon mal ein thematisch sehr ähnliches Spiel von ihm. Das Spiel hatte damals schon einigen Reiz, nur hinderte bei uns ein Softwarebug den Angriff der Piraten, weshalb „Ponyhof der Karibik“ vielleicht ein besserer Name für das Spiel gewesen wäre.

Doch Schwamm drüber, die Händler der Karibik sind eh von einem ganz anderem Kaliber.

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